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kritisch betrachtet

Welche Werte verteidigen wir?

22.9.22: Wie glaubwürdig sind wir eigentlich?
Seit Monaten erzählt man uns, dass in der Ukraine unsere Werte und unsere Freiheit verteidigt würden. Das kann man vielleicht noch so stehen lassen, wenn wir tatsächlich das Land wären, in dem Freiheit und Menschenwürde, besonders auch die Pressefreiheit unveräußerlich wären. Leider ist es so, dass es bei uns noch etliche Landstriche gibt, in denen sich ein übler rechtsradikaler Mob unter den Augen von Justiz und Polizei all das erlauben kann, was wir Putin und seinen Gesellen mit Vorliebe ankreiden. Wer das nicht glauben will und kann, soll sich ruhig mal die Zeit nehmen und den folgenden FAZ-Artikel lesen, die ja bestimmt nicht als linkslastig gelten kann:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/fretterode-urteil-ist-ein-skandal-auf-dem-rechten-auge-blind-18322185.html



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Glasfaserausbau: nicht alles läuft rund

16.9.22: Beim Ausbau des Glasfasernetzes läuft offensichtlich nicht alles rund. Zumindest im Gemeinderat gab es bereits mehrmals Kritik an der Wiederherstellung von Wegen und Straßen.
Da die Gemeinde befürchtet, dass das vor wenigen Jahren mit teurem Pflaster ausgebaute Teilstück der Mainstraße zwischen dem Rathaus und der Ludwigstraße auch Anlass zu Beanstandungen gibt, soll das Pflaster in diesem Bereich vor der Glasfaserverlegung entfernt und im Bauhof gelagert werden. Nach der Glasfaserverlegung soll die Straße über den Winter nur provisorisch verschlossen und im Frühjahr durch eine Fachfirma wieder fachgerecht eingebaut werden.



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das muss wirklich nicht sein

22.8.22: Angesichts des absehbaren Energieengpasses überlegen immer mehr Kommunen, wie sie den Energieverbrauch senken können. In Margetshöchheim ist davon bislang noch wenig zu merken. Dabei wäre es zumindest eine symbolische Maßnahme, wenn der Margetshöchheimer Kirchturm nicht mehr nachts angestrahlt würde. Für das Dach und den Kirchturm ist zwar die politische Gemeinde zuständig, für die Beleuchtung aber wohl die Kirchengemeinde.



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weniger kann mehr sein

21.8.22: Da die Umgestaltung des Mainufers im Bauabschnitt I in absehbarer Zeit beginnen soll und die Planungen für den Bauabschnitt II in die entscheidende Phase gehen, sind einige kritische Anmerkungen angebracht.
Planer unterliegen leicht der Versuchung, das Rad neu zu erfinden oder neudeutsch "neu zu interpretieren". Das kann besonders in sensiblen Bereichen wie dem historischen Ortsmittelpunkt in der Mainstraße leicht schief gehen. Es könnte oft nicht schaden, sich mehr an der Realität zu orientieren. Im Rathaushof gibt es ein gutes Beispiel dafür, dass gut gemeint nicht gut gemacht bedeuten muss. So wurden bei der letzten Umgestaltung des Rathaushofs vor einigen Jahren im rückwärtigen Bereich an der Grenze zum dahinter liegenden Gartengrundstück Bodenstrahler im Boden versenkt, um die dahinter liegende Grenzmauer, die bestimmt keine Sehenswürdigkeit ist, zu beleuchten. Bereits im ersten Herbst musste man "überrascht" feststellen, dass die dortigen Sträucher zu dieser Jahreszeit ihr dann mittlerweile trockenes Laub verlieren, so dass dann nicht die Mauer, sondern das Laub von unten angestrahlt wurde. Als dann im Folgejahr das Laub mal wieder entfernt wurde, war man überrascht, dass es schon deutlich angekokelt war. Da die Jahre inzwischen immer trockener wurden, könnte so etwas im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich sein, da die benachbarten Anwesen mit ihren Nebengebäuden und Scheunen im dicht bebauten Altort einem Feuer Nahrung in Hülle und Fülle bieten würden.

Bei der Informationsveranstaltung für die Anwohner des Bauabschnitts II wurde von einer Vereinsvertreterin vorgeschlagen, das Niederschlagswasser unter dem Platz am Main in einer großen Zisterne zu sammeln und eventuell durch die Anwohner nutzen zu lassen. Da wegen des nahen Mains bereits rund 60 cm unter der Straße mit Grundwasser zu rechnen ist, könnte das für die Anwohner der historischen Gebäude im Zentrum der Mainstraße zum Bumerang werden. Um ein solches Bauwerk zu realisieren, müsste nämlich das Grundwasser über einen längeren Zeitraum deutlich abgesenkt werden, was bei den dort stehenden Häusern zu gravierenden Bauschäden führen könnte. Eigentlich müsste bekannt sein, dass die alte Bausubstanz so gut wie keine nennenswerten Fundamente besitzt, so dass schon allein bei Arbeiten an der Kanalisation mit deutlicher Rissebildung zu rechnen ist.



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Die Rechnung ging nicht auf ...

20.8.22: Mit viel Enthusiasmus haben die in der EU und der NATO organisierten Länder zu Beginn des Ukrainekriegs mit einem Wirtschafts- und Energieboykott auf den Angriffskrieg Russlands reagiert und sich gegenseitig und besonders durch die Ukraine angeheizt auf eine Spirale des Wirtschaftskriegs eingelassen. Ziel war, die russische Aggression zu beenden und der Ukraine zu helfen. Mittlerweile steht fest, dass das nicht funktioniert. Der Krieg wurde eher brutaler, und die Opfer in der Zivilbevölkerung eher größer. Und Russland wurde bislang nicht in die Knie gezwungen. Wenn man es realistisch betrachtet, war eigentlich nichts anderes zu erwarten. Trotz anderer Beteuerungen der verantwortlichen Politiker und etlicher Fachleute sind die Auswirkungen auf die EU-und NATO-Staaten beträchtlich. Die eh schon hohen Preise für Energie stiegen massiv und werden weiter steigen. Mittlerweile sind praktisch alle Teile der Wirtschaft betroffen, und im Winter wird sich das ganze Ausmaß der Auswirkungen erst richtig zeigen.
Diese Entwicklung wird mit Sicherheit massive Auswirkungen auf die Staaten haben und wohl auch für unser demokratisches System. Was noch schlimmer ist, der Klimaschutz rangiert im Bewusstsein der Bevölkerung weit hinten, wenn im Winter das kalte Wohnzimmer droht, die Deutschen zu Kaltduschern werden sollen und mit immensen Auswirkungen auf die Wirtschaft zu rechnen ist. Deshalb werden nun immer mehr Stimmen laut, die eine Abkehr vom Gasboykott fordern:
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_100041264/kritik-von-ampel-wolfgang-kubicki-macht-sich-zum-handlanger-putins-.html

Langfristig gesehen ist noch schlimmer, dass nun selbst Braunkohledreckschleudern wieder ans Netz gehen, was für den Klimaschutz verheerend ist:
https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/wirtschaft-von-oben-171-europaeische-kohlekraft-hier-stehen-die-drei-groessten-braunkohle-kraftwerke-deutschlands/28596058.html



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Hochkonjunktur für PV-Anlagen im Altort

11.8.22: Der Gemeinderat hat sich vor kurzem mehrheitlich dafür ausgesprochen, im Altort PV-Anlagen zuzulassen, wenn sie vom Straßenraum aus nicht einsehbar sind. Damit könnte man zur Not leben. Es ist allerdings zu befürchten, dass wie in anderen Fällen mehr oder weniger die Augen zugedrückt werden, so dass man dann mit dem Argument des Präzedenzfalls die Gestaltungssatzung völlig durchlöchert.
In den vorbereitenden Untersuchungen für die Altortsanierung hat Architekt Dag Schröder deutlich begründet, warum eine intakte Dachlandschaft für das Ortsbild eminent wichtig ist: Altortsanierungsgrundlage . Das wird auch an den sog. Rahmenplänen deutlich, dessen erster sich explizit mit der Dachgestaltung im Ort beschäftigt. Margetshöchheimer Dachlandschaft

Derzeit ist das übrigens auch Thema im Karlstadter Stadtrat, wo die SPD die Freigabe der Dächer im Altort für PV-Anlagen fordert:
https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/karlstadter-spd-fraktion-fordert-sonnenkollektoren-auf-den-daechern-der-altstadt-zu-erlauben-art-10878118#commentsAreaAnchor (mit einem eindrucksvollen Foto der Karlstadter Dachlandschaft)
Man kann sich allerdings nicht sicher sein, dass es der SPD dort vorrangig um den Umweltschutz geht, da der SPD-Fraktionsvorsitzende zu den engagierten Befürwortern der B26n-Autobahn gehört, durch die die Landschafts- und Naturzerstörung auf den Weg gebracht wird.

Hier noch einmal zur Erinnerung einige Beiträge, in denen wir uns mit dem Thema PV im Altort beschäftigt haben.
ein Trauerspiel und PV-Anlagen im Altort sinnvoll oder nicht?



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Altortsanierungsgrundlage




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Margetshöchheimer Dachlandschaft




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nachdenken wäre angesagt ...

8.8.22: Heute jährt sich zum siebenundsiebzigsten Mal der Atombombenabwurf auf Nagasaki. Ein denkwürdiger Tag, der auch Anlass sein sollte, einmal gründlich über die Laufzeitverlängerung unserer letzten AKWs nachzudenken, die derzeit von immer mehr Politikern vehement gefordert wird und in der Bevölkerung auf immer mehr Zuspruch stößt.
Es lohnt sich, den Artikel in der FAZ zu lesen, die bestimmt nicht im Verdacht steht, einen militanten Antiatomkurs zu vertreten:
https://zeitung.faz.net/fas/wirtschaft/2022-07-31/2a56d47b7d2661bcd3f9564126fe6987/

Da es offensichtlich für manche schwierig ist, den FAZ-Artikel von Wolfram König (Präsident des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung) herunterzuladen, fassen wir die wichtigsten Ergebnisse zusammen:

Wegen der bevorstehenden Abschaltung der letzten 3 AKWs wurde die für 2019 eigentlich anstehende Periodischen Sicherheitsüberprüfung (PSÜ) per Sonderregelung ausgesetzt. Eine seriöse Sicherheitsüberprüfung dauert rund zwei Jahre. Bei solchen Untersuchungen wurden in einem AKW jüngst in Frankreich Korrosion festgestellt, was im schlimmsten Fall zu einer Kernschmelze führen könnte. Dieses Problem wurde daraufhin in anderen Reaktoren ebenfalls festgestellt. Das hat maßgeblich zu dem aktuellen Stillstand von mehr als der Hälfte der französischen Reaktoren beigetragen.
Selbst der sogenannte "Streckbetrieb" über den nächsten Winter würde einen riesigen juristischen, finanziellen und organisatorischen Aufwand erfordern, der unabhängig von den Sicherheitsproblemen in keinem Verhältnis zum eingesparten Gas bei der Stromgewinnung wäre.

Zusätzlich wäre die Frage der Endlagerung zu berücksichtigen, für die bis 2031 eigentlich ein Standort gefunden werden sollte, was angesichts der beteiligten Länder Stand heute wenig realistisch ist. Eine Laufzeitverlängerung würde die Problematik noch mehr verschärfen und somit noch mehr Lasten auf zukünftige Generationen verlagern.

Abschließen schreibt König:
"Wollen wir nach den jahrzehntelangen Debatten um nachhaltiges Wirtschaften, gesellschaftliche Transformation und Generationengerechtigkeit sowie im Anblick dieser großen ungelösten Aufgaben und des Risikopotentials der Atomkraft wirklich die Tür für die Produktion der gefährlichsten Abfallstoffe der Menschheit wieder aufstoßen? Die Alternative liegt auf der Hand, es ist der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Nutzung von Einsparpotentialen. Ein zwar anstrengender, aber dafür sicherer Weg in die Zukunft."



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was so alles möglich ist ...

7.8.22: In Zeiten, in denen vieles nicht möglich ist und war, wird neuerdings vieles möglich, was vor einigen Monaten noch undenkbar war. Unter dem Stichwort "Zeitenwende" wird ein gigantisches Aufrüstungsprogramm für 100 Milliarden und mehr gestartet, Waffen werden nicht nur in Krisen-, sondern auch in Kriegsgebiete geliefert. Eiserne Grundsätze der Klimapolitik werden von heute auf morgen über Bord geworfen, selbst Klimakiller Nr. 1, die Braunkohle, wird salonfähig, und es wird wohl nicht lange dauern, bis totgesagte Atommeiler neues Leben eingehaucht bekommen. Dabei dürfte des unstrittig sein, dass die Klimakatastrophe nicht vor der Türe steht, sondern schon auf der Tagesordnung ist. In diese Reihe passt es, dass nun auch Flächen für den Artenschutz umgeackert und mit Weizen eingesät werden dürfen. Obwohl die Energiekrise nicht vom Himmel gefallen ist, sondern als Maßnahme gegen Russland bewusst in Kauf genommen wurde, schluckt man nun eine Kröte nach der anderen. Man kann sicher sein, dass eine CDU/CSU-Regierung beziehungsweise eine schwarz-rote Koalition diesen politischen Rundumschlag nicht so einfach gewagt hätte. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass es gerade rote oder rot-grüne Regierungen waren, die zur Freude von CDU und CSU politisch äußerst fragwürdige Initiativen auf den Weg gebracht haben. Man denke nur an den Radikalenerlass Anfang der 70er Jahre, die Beteiligung am Jugoslawienkrieg oder an Hartz 4.

Befeuert wird all das auch diesmal durch diejenigen, die bei Klimaschutzmaßnahmen aus purem Populismus auf der Bremse standen, allen voran die CSU mit Ministerpräsident Söder, der zwar Bäume umarmen konnte, aber nicht fähig war, Windräder für die Energiewende zuzulassen. Was jetzt in Bayern angesichts der von der Staatsregierung verfehlten Energiepolitik als Energiewende auf den Weg gebracht wurde, geht kaum über Alibi-Programme hinaus. Auf der einen Seite erlaubt man nun Photovoltaikanlagen auf Denkmälern und auf der anderen Seite macht man massiv Stimmung für den Weiterbetrieb von Atommeilern.

Da fällt einem nur der alte Toyota-Spruch ein: Nichts ist unmöglich



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Müssen die Pappeln dran glauben?

5.8.22: Bereits zu Beginn der Planungen für den Bauabschnitt II der Mainpartie stießen die Planer auf entschiedenen Widerstand, als sie die Pappeln am Mainufer, das Wahrzeichen Margetshöchheims, entfernen und durch Säuleneichen ersetzen wollten. Sie ruderten allerdings zurück, als ein Fachmann der Landesanstalt in Veitshöchheim klar machte, dass Säuleneichen an dieser Stelle deplatziert sind, nicht nur wegen der Gefahren durch das Auftreten des Eichenprozessionsspinners.
Das Thema wurde allerdings wieder aktuell, als der Bauabschnitt I zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz auf der Tagesordnung stand. Die MM befürchtete nämlich, dass die dortigen Schwarzpappeln geopfert werden müssen, wenn tatsächlich ein Fußweg mit Spielplatzgeräten direkt am Main realisiert werden sollte. Die Planer wiegelten allerdings ab und betonten, dass die Pappeln nicht geopfert werden müssten.
Jetzt hat sich allerdings gezeigt, dass die Befürchtungen der MM nicht unbegründet waren. Weil bei den Schwarzpappeln schon wegen ihres Alters mit Astbrüchen zu rechnen ist, sollen sie offensichtlich alle beseitigt und durch Ersatzpflanzungen ersetzt werden. Das wurde bei der Information der Anlieger im Bauabschnitt II bekannt. Seit geraumer Zeit ist der dortige Uferbereich durch Bauzäune abgeteilt. Die Rodung soll dann am Ende der Vegetationszeit erfolgen. Ursprünglich klang es so, als ob nur einige der Bäume entfernt werden sollen.

Bürgermeister Brohm deutete bei dem Termin mit den Anliegern an, dass auch die ortsbildprägenden Säulenpappeln nach und nach durch junge Bäume ersetzt werden sollen. Dabei hatte Baumgutachter Väth eigentlich betont, dass diese Pappeln noch durchaus vital seien.



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Die Gaskrise kann ein gewaltiges Problem werden

6.7.22: Beim Einmarsch der russischen Soldaten in die Ukraine übertrumpften sich viele in den Regierungsparteien, aber auch in der Opposition und in der Bevölkerung mit der Forderung, so schnell wie möglich auf russisches Gas, Öl und Kohle zu verzichten. Viele waren sich sicher, dass wir das mit einem blauen Auge überstehen würden und Russland damit empfindlich treffen würden. Auch etliche Experten äußerten sich ähnlich.
Mittlerweile ist wohl klar, dass wir damit sowohl finanziell wie auch politisch ein phänomenales Eigentor geschossen haben. Die Preise für Energie steigen unaufhaltsam, die Verschuldung und die Inflation auch, nur traut sich kaum jemand klipp und klar zu sagen, woran das liegt. An der Coronakrise und den gestörten Lieferketten sicher allenfalls zum geringeren Teil. Besonders schlimm ist jedoch, dass unser komplexes Wirtschafts- und Energiesystem bei einem russischen Gasstopp zumindest für etliche Zeit vor dem Kollaps steht. Zwei Grad weniger im winterlichen Wohnzimmer wäre da wohl das geringste Problem, wie der folgende Beitrag verdeutlicht:
https://www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_92347016/netzagentur-warnt-vor-ungleicher-gasversorgung.html



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da waren wohl einige zu blauäugig

29.6.22: Als es darum ging, Russland mit einem Energieembargo in die Knie zu zwingen, da waren wohl einige zu blauäugig. Dass dadurch der russische Angriffskrieg gestoppt werden könnte, war von vorneherein sehr unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu allen selbsternannten Militär- und Wirtschaftsstrategen, waren besonders die Berufs-Militärs da sehr skeptisch.
Noch unverantwortlicher war es, dass von den maßgeblichen Politikern bis hin zu den Medien der Bevölkerung weisgemacht wurde, dass wir die Folgen eines Energieembargos so einfach bewältigen könnten. Einzig die Vertreter der Wirtschaft warnten von Anfang an vor den desaströsen Folgen dieser Entwicklung. In der Wirtschaft würde dies eine Kettenreaktion von Pleiten, Arbeitslosigkeit bis hin zur Rezession auslösen, die uns alle - auch im kommunalen Bereich - hart treffen würde. Obwohl die Bevölkerung den Kurs der Regierung noch mehrheitlich mitträgt, könnte sich das sehr schnell ändern, wenn wir im Winter in der kalten Stube sitzen würden. Es ist zu befürchten, dass das Auftrieb vor allem für die Radikalen von rechts brächte.
Angesichts horrender Staatsausgaben für die Aufrüstung, die Ukraineunterstützung und die Maßnahmen zur Abmilderung der explodierenden Energiekosten sowie der Vorbelastung der Staatshaushalte durch die Coronapandemie müsste eigentlich allen klar sein, dass in Zukunft in allen Bereichen mit erheblichen Kürzungen zu rechnen ist. Finanzminister Lindner spricht von den fünf mageren Jahren. Das dürfte möglicherweise auch unseren Ort einholen, wenn es zum Beispiel um Millionenzuschüsse für die Umgestaltung der Mainpartie geht.
Langfristig gesehen dürfte allerdings der Trend wieder hin zu Kohle und Atomkraft am verheerendsten sein. Denn die Folgen dieser Entwicklung könnten unumkehrbar sein und verantwortungslos vor allem gegenüber zukünftigen Generationen.

Im T-Online-Portal finden Sie weitere Informationen:
https://www.t-online.de/finanzen/id_92333482/drohende-gaskrise-in-deutschland-es-wird-bitterkalt-fuer-unternehmen-und-buerger.html



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aussagekräftige Bilder

25.6.22: Bei der MainART empfängt die Besucher im Etthöferhof am Scheunentor ein Bild mit dem Titel "Kopfweide", das die Margetshöchheimer Malerin Christina Etthöfer 1994 unter dem Eindruck der Jugoslawienkriege geschaffen hat. Dort hält sich eine Kopfweide die Ohren zu, als etliche Düsenjäger über den Himmel donnern. Ein ergänzender Text deutet nun darauf hin, dass das Thema auch heute noch aktuell ist und stellt mit dem Vorschlag für einen neuen Titel den Bezug zur heutigen Situation her. Bereits am ersten Abend der MainART ist das Interesse an diesem Bild groß, das von vielen per Handy fotografiert wurde.
Weitere phantastisch-realistische Bilder Christina Etthöfers sind politisch nicht ganz so deutlich, sondern regen den Betrachter zur eigenen Interpretation an. Viele der Bilder auf der Website von Christina Etthöfer sind in diesen Tagen auch im Atelier am Mainsteg bei der MainART zu sehen http://www.atelier-am-mainsteg.de .



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Kunst kann auch nach Jahren noch aktuell sein


bei der MainArt in der Mainstraße 13 zu sehen 



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ein Trauerspiel

23.6.22: Der wohl wichtigste Tagesordnungspunkt bei der Gemeinderatssitzung am 21.6.22 war die Änderung der Altortgestaltungssatzung, um Photovoltaikanlagen auch im gesamten Sanierungsgebiet zuzulassen. Bislang war dies im Altort unterhalb der Ortsdurchfahrt generell verboten und zwischen Erlabrunner-/Würzburger Straße und Umgehungsstraße nur im Einzelfall möglich. Die Satzung wollte verhindern, dass die einheitliche Dachlandschaft durch großflächige Module nachhaltig beeinträchtigt wird. Schließlich sind im Sanierungsgebiet, in dem alle wichtigen Maßnahmen vom Freistaat und der Gemeinde großzügig gefördert werden, nur rote Dachziegel erlaubt. Deswegen war es bislang auch klar, dass es keinen Sinn macht, die Dacheindeckung aus gestalterischen Gründen vorzuschreiben und zu fördern und dann großflächige PV-Module zuzulassen. Auf Initiative von CSU und SPD sollten nun aber im Zuge der Energiewende solche Module auch im Altortsanierungsgebiet zugelassen werden.
Die MM hatte dies grundsätzlich abgelehnt, zumal im Altort wegen der dortigen Bedingungen die Stromausbeute solcher Anlagen nur gering ist. PV-Anlagen im Altort sinnvoll oder nicht?
Photovoltaik im Altort, gar auf dem Kirchturm?
Photovoltaik im Altort, gar auf dem Kirchturm (2)

Zur Sitzung hatte die Verwaltung einen Vorschlag erarbeitet, der die Zulassung von PV-Anlagen unter gewissen Bedingungen vorsah:

Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) sind im räumlich festgesetzten Geltungsbereich der Gestaltungssatzung des Altorts Margetshöchheim auf Dachflächen nur ausnahmsweise nach Prüfung des Einzelfalls zulässig, wenn

1. die gewonnene Energie (kWh/a) nachweislich rechnerisch den Eigenverbrauch des Hauses, auf dem die PV-Anlage errichtet wird, unterschreitet

2. PV-Anlagen nicht vom öffentlichen Straßenraum eingesehen werden können; öffentlicher Straßenraum ist die Straße, die dem Grundstück zugeordnet ist,

3. grundsätzlich nur schwarze oder in gleicher Farbe wie die Dacheindeckung verwendete PV-Module verbaut werden; gleiches gilt für die Unterkonstruktion,

4. ausschließlich rechteckige Modulfelder in gleichmäßiger Reihung der Module ohne Aussparungen, Versätze o.ä. errichtet werden,

5. die Mindestgröße für PV-Anlagen je Feld mindestens 8,00 qm beträgt; je Dachseite ist nur ein Modulfeld zulässig,

6. die Anordnung der Modulfelder firstparallel auf der jeweiligen Dachfläche erfolgt und

7. die Abstände des jeweiligen Modulfeldes zu Dachaufbauten, Ortgang, First und Traufe grundsätzlich gleich groß sind; zu den Ortgängen soll der Abstand grundsätzlich mindestens 2,00 Meter und zur Traufe sowie First grundsätzlich mindestens 0,50 Meter betragen.

Grundsätzlich ist in jedem Einzelfall zur Errichtung einer PV-Anlage die Stellungnahme des Sanierungsberaters einzuholen.
Abseits von Dachflächen – insbesondere an Wänden oder Balkonen - sind PV-Anlagen unzulässig.
PV-Anlagen, die in Form von Dachziegeln verbaut werden, sind unzulässig.
Auf und an denkmalgeschützten Häusern sind PV-Anlagen unzulässig.

Vor allem aus der SPD-Fraktion gab es Versuche, die Gestaltungssatzung noch mehr aufzuweichen. Der Punkt 1 wurde schließlich mit 11 gegen 4 Stimmen der MM gestrichen. Von der MM wurde auch kritisiert, dass PV-Anlagen auch dann als nicht einsehbar gelten, wenn sie zum Beispiel an der Dorfstraße liegen, aber von der Pointstraße eingesehen werden können. Die MM forderte auch, dass nicht nur denkmalgeschützte Häuser (die grundsätzlich von PV-Anlagen freigehalten werden müssen), sondern auch auf ortsbildprägenden Häusern keine PV-Anlagen erlaubt werden dürfen. Schließlich hatte der Denkmalschutz in seiner Stellungnahme dies gefordert und angeregt, auch in für den Altort besonders wichtigen Straßenzügen am Main keine PV-Anlagen zuzulassen. Der MM-Antrag wurde trotzdem mit 4:11 Stimmen abgelehnt.
Letztendlich wurde die Diskussion bei den restlichen Punkten reichlich konfus, so dass man im Gemeinderat den Überblick verlor. Deshalb wurde die Sitzung für 10 Minuten unterbrochen, damit sich die Fraktionen beraten konnten, allerdings mit wenig Erfolg.
Schließlich wies MM-Gemeinderat Baumeister mit drastischen Worten darauf hin, dass die Gestaltungssatzung der Gemeinde Margetshöchheim seit Jahrzehnten eine hervorragende Grundlage für die sichtbar erfolgreiche Altortsanierung sei, was auch von Fachleuten und Bürgermeistern im weiten Umkreis so gesehen werde. Er kritisierte deutlich, dass man jetzt dabei sei, den Erfolg der letzten Jahrzehnte zu verspielen.
Daraufhin stellte Frau Kircher, die Fraktionsvorsitzende der SPD, den Antrag, über den Vorschlag der Verwaltung abzustimmen. Die Änderung der Gestaltungssatzung wurde schließlich mit 11 Stimmen gegen die 4 Stimmen der MM angenommen. Lediglich Absatz 1 wird gestrichen, was der Gemeinderat bereits mehrheitlich zu Beginn der Diskussion beschlossen hatte.

Vordergründig bedeutet dies für die Hauseigentümer im Altort vielleicht die Möglichkeit, eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen, was sich aber bei den Bedingungen im Altort in den meisten Fällen kaum rechnen wird. Im Einzelfall muss allerdings immer der Bauausschuss entscheiden. Erfahrungsgemäß ist man dort relativ großzügig dabei, ein Auge zuzudrücken, was für die Zukunft der Altortsanierung nichts Gutes erwarten lässt. Den Spruch von der Schokoladenseite Margetshöchheims kann man sich dann in den Sonntagsreden sparen.



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Kritischer Zustand der Schwarzpappeln

22.6.22: Bei der Untersuchung der Pappelreihe am Mainufer stellte der von der Gemeinde beauftragte Baumsachverständige Gerhard Väth fest, dass etliche der Schwarzpappeln (mit dem breiten Kronendach) in einem kritischen Zustand sind. Das ist besonders im Bereich des Bauabschnitts I der Mainpartie ein Problem, da dort der Fußweg künftig in weiten Bereichen direkt in Mainnähe unter den Bäumen verlaufen soll. Außerdem sind dort auch Spielplatzbereiche vorgesehen. Deshalb hatte die MM bereits vor Jahren vor diesen Planungen gewarnt. Die MM hatte zudem befürchtet, dass dadurch über kurz oder lang die Bäume gefällt werden müssen, was von den Planern bezweifelt wurde.
Die Säulenpappeln, das Wahrzeichen Margetshöchheims sind noch in einem zufriedenstellenden Zustand und davon nicht betroffen.
Der Sachverständige hatte nun auf erhebliche Schäden an den Bäumen hingewiesen, die allerdings gerade dadurch Lebensraum für viele Tierarten vom Specht bis zur Fledermaus sind.
Gerhard Väth hat nun vorgeschlagen, die Flächen nicht mehr zu mähen und mit einem ortsfesten Zaun abzusperren, damit Spaziergänger dort keinen Zugang haben und nicht durch herabbrechende Äste gefährdet werden.
Nach der Brutzeit sollen dann aus Sicherheitsgründen einige der Bäume eingekürzt werden. Die Gemeinde wollte zusätzlich die Misteln aus den Bäumen entfernen lassen, da die Bäume dadurch geschwächt würden. Väth hat davon abgeraten, da damit zu rechnen sei, dass die Misteln kurz danach wieder auftreten.



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auch das ist Infrastruktur

9.6.22: Wenn es um das Margaretenfest oder die mainART geht, gehören die Toiletten bei den Vorplanungen immer zu den Details, die nie vergessen und manchmal heiß diskutiert werden. Ansonsten ist Margetshöchheim auf diesem Gebiet das ganze Jahr über Niemandsland. Das bekommen vor allem die Radler zu spüren, die auf dem Maintalradweg unterwegs sind. Letzter Rettungsanker ist dann meistens der Beginn des verbuschten Mainufers am nördlichen Ortsausgang. Dementsprechend sieht es dort auch wenig appetitlich aus. Weitere Anlaufstätten sind dann der Übergang über den Flutgraben wenige Meter weiter und an der Gemeindegrenze, wo der Radweg auf einem Brückchen über den meist trockenen Ickelsgraben führt. In den letzten Jahren machte in der Hochsaison des Radtourismus wenigstens ein Hinweisschild auf die Toiletten am Baggersee den Radtouristen etwas Hoffnung.
Dabei verfügt Margetshöchheim neuerdings in der Ludwigstraße nicht nur über einen großzügigen Parkplatz, der nicht gerade billig war, sondern auch über eine moderne Toilettenanlage. Eigentlich fehlt nur noch ein Hinweisschild auf dem Radweg in Höhe des Spielplatzes, der auf diese Toilette hinweist.



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PV-Anlagen im Altort sinnvoll oder nicht?

7.6.22: In den nächsten Wochen soll der Gemeinderat darüber entscheiden, ob das Verbot beziehungsweise die Einschränkung von Photovoltaikanlagen (PV) in Teilen des Altorts aufgehoben werden soll. Die MM hat seit längerem auf dieser Website ausführlich darüber berichtet. Weil man bei den Diskussionen im Bauausschuss manchmal den Eindruck hatte, dass der Informationsstand nicht der beste ist, wollen wir hier die wichtigsten Argumente noch einmal zusammenfassen.

Allgemein
-
Grundsätzlich sind PV-Anlagen nach der Windkraft wohl die wichtigste regenerative Energiequelle, um quasi in letzter Minute die Folgen der katastrophalen Erderwärmung einigermaßen abzumildern. Dabei gilt es aber, einige grundsätzliche Selbstverständlichkeiten zu berücksichtigen:So wie man Windräder nur in einigermaßen „windigen“ Gebieten aufstellt, machen PV-Anlagen nur Sinn, wenn die Voraussetzungen für die „Ernte“ von ausreichend Sonnenenergie gegeben sind (wenig Nebel, sonniges Klima, Ausrichtung der Anlage usw.). Dafür sprechen nicht nur finanzielle, sondern auch ökologische Aspekte. Schließlich werden in den Anlagen auch wertvolle Rohstoffe verbaut, die nicht nur endlich, sondern für das Gelingen der Energiewende, aber auch für viele andere technische Einrichtungen unerlässlich sind. Wenn solche Rohstoffe für wenig effektive PV-Anlagen vergeudet würden, wäre der Nutzen für die Umwelt mehr als fraglich.

- Da inzwischen die PV-Module meist billiger als die für die Installation und den Betrieb erforderlichen Komponenten sind, rechnen sich große Anlagen natürlich eher als zwei, drei Module auf dem Dach. Man wird also versuchen, möglichst viele Module auf dem Dach unterzubringen.

- Das gilt besonders, wenn man einen Batteriespeicher benötigt, bei dem allein schon die Akkus in die Tausende gehen. Eigentlich kommt man ohne Batteriespeicher gar nicht mehr aus, da die Sonne immer dann scheint, wenn die meisten Menschen tagsüber auf der Arbeit sind. Wenn man dann abends nach Hause kommt und den Herd und den Fernseher anschaltet oder das E-Auto an die Steckdose hängt, kann man die paar Watt, die dann noch vom Dach kommen, vergessen. Selbst wenn man über einen Batteriespeicher verfügt, darf man sich nicht einbilden, dass man dann autark ist. Bei einer Standardbestückung mit Akkus sind die paar Kilowatt relativ schnell weg. Rüstet man den Speicher aber mit deutlich mehr teuren Akkus auf, arbeitet die Anlage in jeder Hinsicht unwirtschaftlich, auch was die Ökobilanz anbelangt. Grundsätzlich kann man den Gedanken an eine Autarkie vergessen.

- PV-Anlagen rechnen sich für den Normalverbraucher eigentlich nur dann, wenn man den Strom vom Dach selbst verbrauchen kann und nicht teuren Strom aus dem Netz beziehen muss. Man kann zwar den Strom, den man nicht selbst verbrauchen kann, ins Netz einspeisen. Dafür erhält man mit fallender Tendenz wenige Cent (derzeit noch gut 6 Ct./kWh). Das bringt dem Verbraucher allerdings herzlich wenig.

- Da in Zukunft auch beim Heizen möglichst keine fossilen Energien mehr verwendet werden sollen, sehen viele in der Wärmepumpe die Zukunft. Die läuft aber nur mit Strom. Wenn der Strom vom eigenen Dach kommt, wäre das ideal. Dummerweise ist der Stromertrag aber im Winter sehr begrenzt, und wenn es recht kalt ist, benötigt man viel davon. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass die Heizleistung nur ausreicht, wenn das Haus gut gedämmt ist und über eine Niedertemperaturheizung (z.B. Fußbodenheizung) verfügt.

- Weil es klar ist, dass man weder mit einer Wärmepumpe noch mit einer PV-Anlage allein die häusliche Energieversorgung stemmen kann, wird neuerdings empfohlen, zwei Systeme zu koppeln. Das ist nicht nur kompliziert, sondern auch teuer. Selbst die Kombination von Wärmepumpe und PV-Anlage kommt im Winter nicht ohne Strom aus dem Netz aus.

Situation im Altort
Wenn man im Altort eine PV-Anlage einbauen will, gelten grundsätzlich erst einmal alle oben aufgeführten Voraussetzungen. Allerdings ist die Situation im Altort wesentlich komplizierter.Nur wenige Häuser sind nach Süden ausgerichtet.
- Nur wenige Häuser sind gut gedämmt. (Das gilt sicher nicht für die SPD-Fraktionsvorsitzende, die sich im Ausschuss besonders für die Zulassung von PV-Anlagen im Altort eingesetzt hat. Bei der Sanierung ihres Hauses in der Dorfstraße stand am Schluss nur noch der Giebel, so dass das Haus sicher energetisch perfekt gedämmt worden ist.)
- Nur wenige Häuser haben zum Beispiel eine Fußbodenheizung.
- Viele Dächer werden vom Nachbarhaus verschattet, so dass wenig Sonne durchkommt.
- Großflächige Solaranlagen sind wegen der Gauben, die vorgeschrieben sind, kaum möglich. Zudem ist durch die Gauben mit Schatten zu rechnen.
- Im mainnahen Altort Margetshöchheims verhindert der Nebel häufig die gewünschte Sonneneinstrahlung.
- Längst nicht alle Häuser eignen sich für die Ladung von E-Autos, weil Parkmöglichkeiten im Hof oder vor dem Haus fehlen.

In der Bauausschusssitzung am 31.5.22 kam von Gemeinderätin Kircher auch das Argument, man solle sich bei den PV-Anlagen danach richten, dass nach der Gestaltungssatzung ja thermische Solaranlagen zulässig seien. Sie vergisst dabei, dass bei Solaranlagen zur Warmwasserbereitung in der Regel nicht mehr als 2 Elemente verwendet werden, weil mehr Module im Sommer eine nicht benötigte Mengen an heißem Wasser produzieren und im Winter oft trotzdem nicht genug warmes Wasser zur Verfügung steht. Dagegen rechnet sich eine PV-Anlage in der Regel nur, wenn möglichst viele Elemente auf dem Dach liegen. Genau das widerspricht aber dem Anliegen der Altortgestaltung, die übrigens rote Ziegel vorschreibt und fördert.

Unter dem Strich ist festzustellen: Die Altortsatzung schreibt für die Häuser im Altort die Gestaltung bis ins Detail vor. Das wird gut gefördert und hat dazu geführt, dass viele Häuser erfolgreich saniert wurden und wahre Schmuckstücke sind. So wird die Ziegelfarbe vorgeschrieben und die Dacherneuerung gefördert. Da macht es wenig Sinn, wenn anschließend Solarmodule draufgeklatscht werden dürfen, die den Gesamteindruck der Dachlandschaft massiv stören. Das sieht man nicht nur von der Straße her, sondern besonders bei den Maintalgemeinden vom Oberort und der Nachbargemeinde auf der anderen Mainseite.

Es hat schon seinen Grund, dass PV-Module bei denkmalgeschützten Häusern grundsätzlich verboten sind. Durch die von der Gemeinde angeschobene und finanzierte Altortsanierung haben inzwischen etliche weitere Gebäude Denkmalqualität, so dass zumindest bei solchen Häusern auch das PV-Verbot gelten müsste. Denkmalschutz kann doch nichts Statisches sein. Es geht doch darum, die Qualität des Altorts zu erhalten und zu verbessern. Deshalb hat die Denkmalschutzbehörde auch vorgeschlagen, auch bei ortsbildprägenden Gebäuden keine PV-Anlagen zuzulassen. Dass CSU-Gemeinderätin Ottilie Jungbauer in der Diskussion über die Altortgestaltung vorgeschlagen hat, die denkmalgeschützten Häuser daraufhin zu überprüfen, ob sie überhaupt noch denkmalschutzwürdig sind, zeigt das Niveau der Diskussion.

Unter dem Strich ist festzustellen: PV-Anlagen sind zwar keine Wundertüten, aber eine effektive Möglichkeit, Strom von der Sonne zu beziehen. Allerdings nur, wenn die technischen und eventuell auch optischen Voraussetzungen stimmen. Und das ist im eng bebauten Altort meistens nicht der Fall. Deshalb tritt die MM dafür ein, die bestehende Regelung in der Altortgestaltungssatzung nicht zu ändern.



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Werden jetzt schon Einkaufskörbe gehortet?

4.6.22: Dass es seit geraumer Zeit Lieferengpässe u.a. mit Chips aus China und Spezialnägeln für Paletten aus der Ukraine gibt, dürfte bekannt sein. Dass neuerdings nicht Klopapier, sondern Mehl und Sonnenblumenöl gehortet werden, wohl ebenso. Wenn jetzt bei tegut allerdings die orangenen Einkaufskörbe immer mehr Liebhaber finden, hat das eine neue Qualität. Auch wenn die tegut-Marktleitung bereits Nachschub bestellt hat, kann sich vielleicht der eine oder andere Sammler doch wieder von "seinem" Korb trennen und ihn zurückbringen, damit tegut nicht (im übertragenen Sinn) den Kunden einen Korb geben muss.



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Atomkraft und Kohle als Rettungsanker?

27.5.22: Der Drang, Russland auch wirtschaftlich niederzuringen, hat zu seltsamen Patentrezepten geführt. Einerseits will man russisches Erdgas boykottieren und möglichst auch kein Erdöl mehr aus Russland beziehen. Andererseits weiß man, dass ohne Erdgas im nächsten Winter nicht nur manche Wohnung kalt sein wird, sondern auch die deutsche Wirtschaft empfindlich getroffen sein wird. Rezession und viele Arbeitslose wären mit Sicherheit die Folge. Stattdessen Erdgas von anderen zweifelhaften Autokraten oder schmutziges Frackinggas aus den USA zu beziehen, dürfte zumindest kurzfristig nicht weiterhelfen.
Wenn nun Ministerpräsident Söder als Rettungsanker die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraft- und der Kohlekraftwerke vorschlägt, treibt er den Teufel mit dem Beelzebub aus. Das wäre nicht nur wegen der Klimakrise problematisch, es wäre auch nicht zielführend, weil das Uran für die Atomkraftwerke und auch ein Großteil der Kohle meist aus Russland kommen. Überhaupt lügt man sich mit der Blockade von Öl- und Gaslieferungen aus Russland in die eigene Tasche. Dass man dadurch die eigene Wirtschaft und die Verbraucher am meisten trifft, sollte klar sein. Mittlerweile müsste auch allen klar sein, dass die Sanktionen gegen Russland Putin sicher wehtun werden, aber den Krieg offensichtlich nicht verkürzen.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wir-haengen-auch-an-Russlands-Atomtropf-article23343954.html

Am Ende zahlen alle drauf:
- die Russen, weil sie weniger verkaufen,
- die Ukrainer, weil der Krieg trotzdem weitergeht,
- die Nato-Staaten, weil sie angesichts der Energieengpässe mit wirtschaftlichen Problemen und enormen Energiekosten zu kämpfen haben
- und letztendlich das Klima und damit wir alle, weil man mit fossilen Energieträgern herumdoktert, anstatt endlich die Energiewende auf den Weg zu bringen.

Von einem grünen Wirtschaftsminister hätte man etwas anderes erwarten können. Von Söder sicher nicht, der je nach Stimmungslage Bäume umarmt, Kruzifixe aufhängt und Atomkraftwerke länger laufen lassen will.



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1970: Sprit billig - Umweltbewusstsein gering


Etthöfer als Aral-Pächter mit seinem Rallye-Saab 



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Macht die Stellplatzsatzung Sinn?

15.5.22: In der Bürgerversammlung wurden schon mehrmals die problematische Parksituation im Ort und der Umstand angesprochen, dass Garagen häufig zweckentfremdet würden. In der Gemeinderatssitzung am 10.5.22 beschloss der Gemeinderat nun eine Stellplatzsatzung (Gemeinderatssitzung am 10.5.22 TOP 4). Aus den Reihen der SPD-Fraktion wurde der Sinn dieser Maßnahme bezweifelt, da dadurch nicht garantiert werden könne, dass die Fahrzeuge auch wirklich in den Garagen abgestellt würden. Das mag zwar stimmen. Trotzdem bietet die Satzung die Möglichkeit, gegen eine Zweckentfremdung vorzugehen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass vor einigen Jahren bei der Erweiterung eines Gebäudes zwar der erforderliche Stellplatz im Bauplan nachgewiesen worden war, dort stand dann jedoch kein Auto, sondern ein Gartenhaus.



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Schaum auf dem Main

4.5.22: Schaum mag in die Badewanne gehören, in den Main bestimmt nicht. Ganz so schlimm wie in Kolumbien ist es auf dem Main nicht, trotzdem ist es angesichts wohl funktionierender Kläranlagen ein Alarmsignal, wenn auf dem Main Schaumkronen zu finden sind:
https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/mosquera-kolumbien-unmengen-schaum-verschmutzen-in-fluss-a-1a8e447a-b4be-4aa2-abbe-9fa141adf628



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unterhalb der Staustufe Erlabrunn




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Neue Abhängigkeit durch Energiewende?

11.4.22: Momentan stehen Knappheit und Abhängigkeit von fossilen Energien im Mittelpunkt der Diskussionen. Das Problem ist allerdings viel komplexer:
https://www.spektrum.de/news/fuer-die-energiewende-werden-die-rohstoffe-knapp/2005387#Echobox=1648990779?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE



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Wann ist man Mensch 2. Klasse?

21.3.22: Davon, dass Polen an der Grenze zur Ukraine einen Unterschied zwischen Menschen je nach Hautfarbe macht, haben wir vor kurzem berichtet: Gibt es Menschen 2. Klasse?
Auch in Dänemark gibt es bei der Menschlichkeit offensichtlich ein Mehrklassensystem, bei dem man offensichtlich nur willkommen ist, wenn die Religion und das Feindbild stimmen:
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_91829850/ukraine-krieg-und-ploetzlich-steht-daenemarks-tuer-offen-fuer-fluechtlinge.html



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wie aktuell ist die MM-Seite?

19.3.22: In letzter Zeit wurden wir mehrmals von Margetshöchheimer Bürgern darauf angesprochen, dass die MM-Seite früher aktueller gewesen sei. Diese Aussage ist zumindest teilweise berechtigt. Wir hatten lange Jahre auch vor Gemeinderats- oder Ausschusssitzungen auf unserer Website Informationen veröffentlicht, die die Gemeinderäte zur Vorbereitung der öffentlichen Sitzung erhalten hatten. Nachdem es aus den Reihen der SPD-Fraktion deswegen Beschwerden gegeben hatte, durften wir nur noch sinngemäß, aber nicht mehr wörtlich aus den Unterlagen zitieren.
Offensichtlich hat es nun erneut Kritik an unserer Berichterstattung geben, so dass wieder einmal die kommunale Rechtsaufsicht beim Landratsamt eingeschaltet wurde. Das Ergebnis ist, dass wir nun vor den Sitzungen praktisch gar nichts mehr aus den Sitzungsunterlagen berichten dürfen. Das bedeutet natürlich, dass wir auch keine Pläne, Fotos oder andere Unterlagen veröffentlichen können, die den Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit geboten hätten, sich anschaulich darüber zu informieren, worum es sich in der jeweiligen Sitzung dreht. Wir sind uns übrigens sicher, dass die Einschaltung der Rechtsaufsicht keine Initiative von Bürgermeister Brohm war, der dafür bekannt ist, dass er offen und umfassend informiert. Es deutet manches darauf hin, dass wieder einmal die SPD-Fraktionsvorsitzende in dieser Angelegenheit aktiv geworden ist.

Wir wollen deswegen im Gemeinderat keine große Diskussion anzetteln, da laut der Auskunft der Rechtsaufsicht, unsere Veröffentlichungspraxis nicht zulässig war:
"Sitzungsunterlagen, die den Mitgliedern des Gemeinderats im Vorfeld einer Sitzung vorab zur Vorbereitung der Beratungsgegenstände übermittelt werden, sind ausschließlich zur internen Information der Mitglieder des Gemeinderats bestimmt. Sie dienen, auch wenn sie für eine öffentliche Sitzung des Gemeinderats gefertigt werden, nur der Unterrichtung der Ratsmitglieder sowie der Vorbereitung der Abstimmung über einen Beratungspunkt, nicht aber der Information der Öffentlichkeit (vgl. Bayer. Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration vom 15.12.2020 auf die schriftliche Anfrage eines Abgeordneten, in KommP BY Heft 5/2020, S. 181/182)."

Weiter wird in der Stellungnahme der Rechtsaufsicht festgestellt:
"Auch Herr Dr. Gaß vom Bayer. Gemeindetag weist in seinem Kommentar zur Mustergeschäftsordnung darauf hin, dass Sitzungsunterlagen und Beschlussvorlagen interne Ausarbeitungen der Verwaltung für den Gemeinderat sind. Diese dürfen von einzelnen Ratsmitgliedern weder an die Presse herausgegeben noch sonst – etwa auf einer Homepage einer Partei oder Fraktion o.ä. – veröffentlicht werden (vgl. IMS vom 18.12.2001, FSt. 2002, Rn. 125; VG Bayreuth, Urt. v. 07.07.2015 – B 5 K 14.550). Dies folgt bereits aus der Zweckbestimmung der Sitzungsunterlagen, die allein dazu dienen, die entsprechenden Sitzungen der Gremien sachgerecht vorzubereiten. Sollte ein Verstoß nachweisbar sein, kommt die Verhängung eines Ordnungsgeldes nach Art. 20 Abs. 4 Satz 1 GO in Betracht (vgl. Dr. Gaß, Kommentar zur Mustergeschäftsordnung, Rn. 25 zu § 25)."

Sicherheitshalber weisen wir darauf hin, dass sich das alles auf Sachverhalte in der öffentlichen Sitzung bezieht. Das wirkt sich natürlich auch auf unsere Berichterstattung über den Sitzungsverlauf aus, da eine Berichterstattung ohne die Begleitmaterialien, die den Gemeinderatsmitgliedern vorliegen, nur eingeschränkt informativ sein kann.
Man kann nun natürlich argumentieren, dass die Bürgerinnen und Bürger sich ja in der Sitzung selbst informieren könnten. Das ist allerdings praxisfern, da Besucher meist nur dann in die Sitzung kommen, wenn ein Tagesordnungspunkt sie interessiert. Dazu wäre es allerdings erforderlich, dass sie sich vorher genau über die anstehende Thematik informieren können. Genau das hat die MM jahrelang gemacht. Das ist nun leider nicht mehr möglich. Dafür bitten wir um Verständnis.



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Wie konsequent wird die Altortsatzung umgesetzt?

13.3.22: Die Altortsanierung in Margetshöchheim ist zweifelsohne ein Erfolgsmodell, wie jeder an den vielen liebevoll und stilecht sanierten historischen Häusern sehen kann. Es sind hauptsächlich vier Faktoren, die zu diesem Erfolgsmodell beigetragen haben:
- eine Gestaltungssatzung mit Biss, die klare Vorgaben für eine gelungene Altortgestaltung festgeschrieben hat
- ein von der Gemeinde und vom Freistaat getragenes Kommunales Förderprogramm, das zumindest Teile des finanziellen Mehraufwands bei den Sanierungsmaßnahmen abfedert
- Hauseigentümer im Altort, die sich von der Gemeinde beraten lassen und bereit sind, auf der Basis der Gestaltungssatzung ihr Anwesen stilvoll zu sanieren
- Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung, die die Gestaltungssatzung konsequent anwenden und notfalls auch durchsetzen
Letzteres ist nicht selbstverständlich, da es im Gemeinderat schon Tendenzen gibt, mal ein Auge zuzudrücken oder die Gestaltungssatzung aufzuweichen. Hier ist es besonders Bürgermeister Brohm zu verdanken, dass bei der Gestaltungssatzung meistens klare Kante gezeigt wird. Schließlich weiß er, dass es einen über kurz oder lang einholt, wenn man Abweichungen zulässt und somit Präzedenzfälle schafft. Sorge bereitet es uns, wenn die neue Verwaltungsleitung bereit sein sollte, Abweichungen von der Satzung zu akzeptieren, ohne den Sanierungsbeauftragten einzuschalten.
Schließlich ist die Gestaltungssatzung im Altortsanierungsgebiet für alle verpflichtend, selbst wenn jemand keine Fördermittel oder steuerliche Absetzungsmöglichkeiten in Anspruch nimmt.



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auf den Punkt gebracht

8.3.22: Der Kommentar aus dem Spiegel ist absolut lesenswert:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundeswehr-wenn-der-staat-ploetzlich-doch-milliarden-raushauen-kann-kolumne-a-883721fe-f2ab-44b1-b181-b4578476c7bc?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE



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Gibt es Menschen 2. Klasse?

6.3.22: Menschlichkeit wird zur Zeit in Europa groß geschrieben. Und das ist gut so. Manchmal hat man allerdings den Eindruck, dass es bei der Menschlichkeit Menschen 1. und 2. Klasse gibt. So hat zum Beispel Polen, das derzeit hunderttausende Flüchtlinge aus der Ukraine aufnimmt (wenn die Hautfarbe stimmt), bis vor kurzem partout keinen Flüchtling aufnehmen wollen, wenn es um die Verteilung von Flüchtlingen in der EU ging.
https://taz.de/Europas-Fluechtlingspolitik/!5835227/



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Umbruch schädigt eindeutig das Grundwasser

5.3.22: In dieser Woche wurden von einem Landwirt im Sandflurgebiet in der engeren Wasserschutzzone II zwei Grünlandflächen umgebrochen. Eine davon ist nur wenige Meter von den beiden Trinkwasserbrunnen entfernt. Laut Wasserschutzgebietsverordnung des Landratsamts ist Rodung und Umbruch von Dauergrünland weitgehend im gesamten Schutzgebiet verboten. Durch einen Grünlandumbruch wird nämlich extrem viel Stickstoff freigesetzt, was angesichts der eh schon hohen Nitratwerte in unserem Trinkwasser verheerend ist.



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Frackinggas und Atommmeiler eine dreckige Zukunft?

22.2.22: Nach dem derzeitigen Stand der politischen Lage in der Ukraine und in Russland dürfte die Inbetriebnahme von Nordstream 2 in den Sternen stehen und russisches Gas wohl in großem Umfang durch Flüssiggas (LNG) aus Katar und vor allem aus den USA ersetzt werden. Da die USA durch die Fracking-Technologie ohne Rücksicht auf die Umwelt erhebliche Gasvorkommen ausbeuten, drängen sie seit einigen Jahren mit aller Macht mit ihrem Flüssiggas auf den europäischen Markt. Die neue politische Entwicklung ist wirtschaftlich gesehen für die USA sicher ein Vorteil.
https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/lng--das-sollten-sie-ueber-fluessiggas-wissen-31636266.html
Hier finden Sie umfangreiche Informationen über das ökologisch äußerst brisante Fracking-Gas, das die USA seit einiger Zeit verstärkt als Flüssiggas auch nach Europa liefern:
http://www.umweltinstitut.org/themen/energie-und-klima/fracking.html
An dem Deal mit den USA ist die EU maßgeblich beteiligt, die damit zusammen mit der Aufwertung der neuen Atommeiler alles andere als eine klimafreundliche Energiepolitik betreibt.
Und noch etwas ist für uns als Verbraucher von Bedeutung: Billiger wird die Energie dadurch mit Sicherheit nicht.



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nur nichts Neues?

11.2.22: Nachdem die Main-Post über einige MM-Anträge im Gemeinderat berichtet hatte, hat sich zwischenzeitlich auch SPD-Ortsvorsteher Werner Stadler per Leserbrief zu Wort gemeldet und das Bild von der ach so fortschrittsfeindlichen MM an die Wand gemalt. Sicher, die MM fährt nicht automatisch auf alles ab, was neu und teuer ist und Zuschüsse bringt. Schließlich müssen alle kostspieligen Vorhaben vom Bürger erwirtschaftet werden, auch die Zuschüsse, die ja nicht vom Himmel fallen. Ganz abgesehen davon, dass all die schönen Projekte ja meist auch mit andauernden Folgekosten verbunden sind.
Genauso wichtig ist es der MM, praktikable Lösungen durchzusetzen, die den Bürgerinnen und Bürgern schnell Verbesserungen bringen. Das gilt beispielsweise besonders für den Bauabschnitt I der Mainpromenade. Nur nebenbei sei erwähnt, dass die MM durchaus auch ein Gespür für sinnvolle Neuerungen hat. Es war zum Beispiel die MM, die Tempo 30 für den ganzen Ort auf den Weg gebracht hat, als es so etwas in ganz Bayern noch nicht gab und sich die Behörden massiv dagegen sperrten.



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nachfragen und nachdenken ist doch keine Schikane

8.2.22: Nachdem die MM zur Januarsitzung des Gemeinderats drei Anträge eingereicht hatte, fragte die Main-Post bei der MM nach und berichtete vor kurzem darüber. Das rief bei den CSU-Vertretern im Gemeinderat gelinde gesagt Missfallen hervor. Wir verkneifen es uns, seitenweise auf die Stellungnahme der CSU in der Main-Post und auf ihrer Website einzugehen. Schließlich haben wir vor und nach der Sitzung umfassend über unsere drei Anträge informiert, in denen es im Wesentlichen darum ging, vor einer endgültigen Entscheidung über die Gestaltung des Bauabschnitts II der Mainpromenade und der Verlegung der Bushaltestelle in der Würzburger Straße gewisse Voraussetzungen zu überprüfen. Im Klartext ging es darum, ob die Bushaltestelle vor das ehemalige Wasserhäuschen verlegt werden kann MM-Antrag zur Verlegung der Bushaltestelle und wo die Fernwasserleitung am zukünftigen Platz am Main überbaut werden kann, da die Telekom- und Stromkästen beim Stegabriss versetzt werden müssen MM-Antrag: Verlegung der Telekomkästen und MM-Antrag zum Bauabschnitt II . Weitere Informationen finden Sie in unserem Bericht über die Gemeinderatssitzung Gemeinderatssitzung am 18.1.22 unter TOP 4.
Der von der MM geforderte Ortstermin wurde von der Gemeinde erfreulich kurzfristig auf den Weg gebracht und sorgte weitgehend für die für weitere Planungen erforderliche Klarheit.

Offensichtlich hat die CSU vor allem die Überschrift in der Main-Post gestört, dass die MM mit ihren Anträgen Fehlplanungen vorbeugen wolle. Dabei hat die Sorge der MM durchaus einen realen Hintergrund. Beim Bauabschnitt I der Mainpromenade zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz wollte das beauftragte Planungsbüro den Wegseitengraben entfernen, wovor die MM von Anfang an gewarnt hatte. Mittlerweile muss die Planung abgeändert werden, weil die Wasserwirtschaft die Beseitigung des Grabens nicht zulässt. In diesem Gebiet soll auch der Bachlauf, der von der Würzburger Straße kommt, bis hin zum Main offengelegt werden, was sicher positiv ist. Inzwischen hat das Planungsbüro erfahren, dass dafür ein wasserrechtliches Verfahren nötig ist. Um dadurch den Bauabschnitt nicht weiter zu verzögern, wird der Bauabschnitt nun zweigeteilt, damit man wenigstens den nördlichen Teil auf den Weg bringen kann. Das sind Probleme des Planers und nicht der Gemeinde. Aber es kostet Zeit und das bedeutet heutzutage auch Geld. Also landet das Problem wieder bei der Gemeinde. Das zeigt überdeutlich, dass es nicht schaden kann, wenn man sich rechtzeitig mit den Problemen vor Ort vertraut macht. Nur am Rande sei erwähnt, dass bei dem Ortstermin für den BA II auch bekannt wurde, dass die Planung beim BA I zusätzlich „angepasst“ werden musste, weil die Stadtwerke den Planer darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Fernwasserleitung dort nicht überbaut werden darf.



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So etwas sollte eigentlich nicht passieren

6.2.22: Seit September 2021 ist es in Bayern nicht mehr erlaubt, das Herbizid Glyphosat in Wasserschutzgebieten zu verwenden. Trotzdem wurde es offensichtlich im Spätherbst 2021 auf Flächen in der Wasserschutzzone IIIB ausgebracht. Man kann nur hoffen, dass dies in Zukunft nicht mehr erfolgt, damit unser Trinkwasser weiterhin frei von Pestiziden bleibt. Wasserschutzgebiet - vielfach wertvoll
Das sieht gewaltig nach Glyphosat aus



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Das sieht gewaltig nach Glyphosat aus




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Schützt Intelligenz vor Dummheit?

28.1.22: Sahra Wagenknecht, ehemalige Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bundestag, gehört ohne Zweifel zu den intelligentesten PolitikerInnen in der Bundespolitik. Ihre Haltung zur Coronaimpfung legt allerdings den Schluss nahe, dass Intelligenz nicht vor Dummheiten schützt. Eigentlich sollte bekannt sein, dass die mangelnde Impfbereitschaft nicht nur die Ungeimpften und ihr Umfeld eklatant gefährdet, sondern auch die Basis dafür schafft, dass immer neue Coronavarianten auftauchen, deren Gefährlichkeit und Problematik schwer kalkulierbar sind. Kalkulierbar ist allerdings der Umstand, dass uns eine mit läppischen Vorwänden garnierte Impfverweigerung die Chance verbaut, endlich wieder ein normales Leben mit sozialen Kontakten in einer echten Freiheit zu führen. Dass nun Sahra Wagenknecht kurz vor einem Talkshow-Termin, bei dem sie sicher wieder ihre kritische Haltung zur Impfpflicht zum Besten geben wollte, erfahren musste, dass sie selbst mit Corona infiziert ist, lässt nur bedingt Mitleidsgefühle aufkommen.
Ähnliches gilt auch für Wagenknechts Parteikollegen Gregor Gysi, der eloquent wie immer im Bundestag die Impfpflicht kritisierte. Wortgewandtheit allein ist keine Garantie dafür, dass wir nach zwei Jahren Pandemie die Pandemie besiegen können.
Es ist im Übrigen auch frustrierend, dass man sich vorgestern im Bundestag den Luxus erlaubt hat, sich lang und breit über die Impfpflicht auszutauschen, statt Nägel mit Köpfen zu machen, wo doch allen die Problematik längst bekannt sein müsste.
Dass die Ampelkoalition trotz vollmundiger Ankündigungen nicht in der Lage ist, selbst die Initiative für eine Impfpflicht zu ergreifen, ist beschämend und verantwortungslos. Man sollte den Mumm haben und zugeben, dass man wieder einmal vor der FDP einknickt, die vorgaukelt, man könne mit Impfkampagnen und diversen Angeboten den Kampf gegen die Pandemie gewinnen, wie es der FDP-Abgeordnete Ullmann der Main-Post erklärte. Von einem Mediziner könnte man etwas anderes erwarten.



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ein Tag der Scham und der Wut

27.1.22: Wenn am 27. Januar der Opfer des NS-Regimes gedacht wird, dann ist das Anlass für Scham darüber, dass nicht nur ein kleiner Kreis von Nazi-Schergen millionenfach gefoltert und gemordet hat. Viele Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen haben sich aktiv beteiligt, und zig Millionen haben den Nazis ihre Stimmen gegeben und widerstandslos geduldet, dass dieses Terrorregime die halbe Welt in den Abgrund stürzte. Deshalb haben wir vor wenigen Tagen auf eine TV-Sendung hingewiesen: Eine Sendung, die man nicht versäumen sollte
Darüber, dass auch nach dem Ende des 3. Reichs namhafte NS-Verbrecher in der Bundesrepublik ungeschoren Karriere machen konnten und weitreichenden Einfluss auf unseren Staat nehmen konnten, kann man nur grenzenlose Wut empfinden. So war ein Herr Globke, der praktisch die Betriebsanleitung für die Rassengesetze der Nazis verfasst hat, unter CDU-Kanzler Adenauer Deutschlands höchster Beamter.
Anlass für grenzenlose Empörung ist auch, dass nach der Wende in Ostdeutschland zum Beispiel in Rostock ein rechtsradikaler Mob nahezu ungehindert Jagd auf Ausländer machen konnte. https://www.mdr.de/geschichte/rechter-terror-nsu-rostock-lichtenhagen-100.html
Schlimm ist auch, dass sich der Trend hin zum Rechtsradikalismus sogar noch verstärkt hat.



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zur Rolle der FDP

18.1.22: Wir haben uns vor kurzem kritisch zur Rolle der FDP in der Ampelkoalition geäußert. Ein Bericht im Handelsblatt zeigt, dass auch Gerhart Baum, ein urliberales Urgestein der FDP, mit der derzeitigen Rolle der FDP alles andere als glücklich ist.
https://app.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-die-liberalen-muessen-ihr-misstrauen-gegenueber-staatlichen-eingriffen-ueberwinden/27942784.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE&ticket=ST-1239093-ZQCZBXfSW4PpzoIdmSH7-ap2



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primitiver und dümmer geht´s nicht

17.1.22: In den Reihen der radikalen Impfgegner und Coronaleugner fühlen sich offensichtlich nicht nur Rechtsradikale wohl, sondern auch eine Spezies, die man nur als Abschaum bezeichnen kann:
https://www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_91481396/-leck-mich-handel-schlaegt-wegen-eskalierender-2g-kontrollen-alarm.html



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Ist die FDP der Aiwanger der Ampel?

13.1.22: Dass Markus Söder mit seinem strammen Kurs zur Bekämpfung der Coronapandemie von Hubert Aiwanger immer wieder ausgebremst wurde, ist bekannt und hat sich in den letzten Tagen wieder gezeigt. Der neuen Ampelkoalition ergeht es mit dem Koalitionspartner FDP nicht viel anders. Bei der Einführung der Impfpflicht, die er vollmundig angekündigt hat, fährt Olaf Scholz nun einen Schlingerkurs, da seine Koalition wegen der Unzuverlässigkeit der FDP in dieser Frage wohl keine Mehrheit hat. Es liegt die Vermutung nahe, dass ähnlich wie bei Aiwanger bei der FDP eine gehörige Portion Rücksicht auf die Coronaleugner mit im Spiel ist. Bedauerlich ist dies vor allem, weil Olaf Scholz offensichtlich nicht in der Lage ist, klare Kante zu zeigen. Vom Naturell her erinnert sein Kurs mehr an Angela Merkel. Statt bei der Impfpflicht als Regierung die Initiative zu ergreifen, versteckt sich der Kanzler hinter dem Bundestag. Die Kritik der Union daran ist durchaus berechtigt, auch wenn dabei sicher ein gewisses Maß an parteipolitischem Kalkül im Spiel ist.
Bislang deutete alles darauf hin, dass vor allem die Grünen mit ihren Kernthemen von der FDP ausgebremst werden. Aber auch die SPD muss damit rechnen, dass die FDP mit ihrer Klientelpolitik bei den SPD-Wählern zu einem Glaubwürdigkeitsverlust für die Ampel führen kann.
https://taz.de/FDP-Finanzprojekte-und-ihre-Profiteure/!5818789/

Gerade in einer Zeit der Pandemie und sich anbahnender finanzieller Verwerfungen wäre es verhängnisvoll, wenn die Ampel auf Gelb stehen bleiben würde und unser Land ähnlich wie im Straßenverkehr ausgebremst würde.



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Kretschmann spricht Klartext

10.1.22: Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident eines Bundeslands mit besonders vielen Coronaleugnern und Impfgegnern sprach in einem Interview mit der taz Klartext, was bei Politikern nicht immer selbstverständlich ist.
https://taz.de/Kretschmann-ueber-Klima-und-Pandemie/!5817676/



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Warnung vor Streusalz

9.1.22: Wir haben schon häufig darauf hingewiesen, dass die Verwendung von Streusalz nicht nur verboten, sondern auch für Umwelt und Natur schädlich ist. Die wichtigsten Hinweise finden Sie auch hier:
https://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_54270386/streusalz-fuer-privatgebrauch-hohe-bussgelder-und-starke-schaeden-drohen.html



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Zurück in die Steinzeit? Nein in die Atomzeit!

3.1.22: Die EU-Kommission will nun die Atomkraft als umweltfreundlich einstufen und damit Atomanlagen für Investoren interessant machen, eine Maßnahme, die besonders von Frankreich und osteuropäischen Ländern befürwortet wird. Auch in Deutschland wird neuerdings für die Atomkraft Stimmung gemacht, weil es angeblich nicht genug Ökostrom gebe und der auch zu teuer sei. Dabei müsste jeder, der mit ein bisschen Verstand gesegnet ist, wissen, dass in der Vergangenheit die Atomenergie kräftig vom Steuerzahler subventioniert wurde und es spätestens, wenn die Atommülllagerung ansteht, richtig teuer wird. Aber nicht für die Energiekonzerne, die jahrzehntelang kräftig verdient haben, sondern für die Steuerzahler.
So richtig umweltfreundlich wird die Atomenergie aber spätestens dann, wenn sie außer Kontrolle gerät. Davon kann man zum Beispiel in Südbayern ein Lied singen, wo man seit Tschernobyl bis heute besser keine Waldpilze oder Wildfleisch isst.



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Die unheilige Rolle der FDP

27.12.21: Das war schon zu befürchten: Die FDP treibt die Ampelkoalition vor sich her, oder besser gesagt: Die FDP bremst die Koalition unter dem Deckmäntelchen der Liberalität aus. Und Olaf Scholz macht gute Miene zum verantwortungslosen Spiel der FDP mit der Gesundheit der Menschen. Und selbst bei Minister Lauterbach wartet man vergeblich auf klare Kante, seitdem er nicht nur in Talkshows das Sagen hat. https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Falsches-Freiheits-Verstaendnis-fuehrt-Ampel-in-die-Irre-article23016070.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE



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Zweierlei Maß

23.12.21: Vor wenigen Tagen erhielt der russische Journalist Dimitri Muratow den Friedensnobelpreis. Er erhalte ihn für seine Bemühungen um die Wahrung der freien Meinungsäußerung in Russland, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden sei, sagte die Vorsitzende des Nobelpreiskomitees, Berit Reiss-Andersen, bei der Bekanntgabe der Preisträger in Oslo.

Wenige Tage zuvor hatte ein britisches Gericht entschieden, dass der Journalist und Wikileaks-Gründer Julian Assange an die USA ausgeliefert werden darf. Dort drohen ihm wegen angeblicher Spionage 175 Jahre Haft, schlimmstenfalls sogar die Todesstrafe. Der Grund für die Verfolgung des Investigativ-Journalisten durch die USA ist eindeutig. Er hat eindeutiges Material über massive Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak und in Afghanistan auf seiner Plattform veröffentlicht.
Der Schweizer Rechtsprofessor und UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer wirft den Behörden in Schweden, Großbritannien und den USA eine „zutiefst willkürliche Prozessführung“ vor, sieht die Pressefreiheit im Kern bedroht und spricht von konstruierter Vergewaltigung und manipulierten Beweisen.

Am 20.12.21 berichtete die Main-Post in dem Artikel "Zivile Opfer kümmern das US-Militär wenig": "Laut offiziellen Zahlen sind bei US-amerikanischen Angriffen mit Kampfdrohnen rund 1600
Zivilisten getötet worden. Nach neuen Berichten der "New York Times" könnte die Zahl der zivilen Opfer jedoch wesentlich höher liegen." Nach dem Bericht geht man sogar von mehr als 20.000 Opfern aus.

Mal sehen, ob unsere neue Außenministerin nun zwei US-Diplomaten ausweist. Vielleicht wartet sie aber erst einmal ab, bis Julian Assange in den USA zu 175 Jahren Knast verurteilt wird, um ihn dann für den nächsten Friedensnobelpreis vorzuschlagen.



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muss das sein?

19.12.21: Wenn man durch den Ort, die Flur oder auch die Wasserschutzzone ging, fielen einem früher die Tempotaschentücher und oft auch die Hundekotbeutel auf, die manche Zeitgenossen achtlos weggeworfen hatten. In Corona-Zeiten hat sich das geändert, allerdings nicht zum Besseren. Nunmehr sind es vor allem Corona-Masken, die allerorts herumliegen und fliegen. Dabei sind sie nicht minder problematisch, wie der folgende Beitrag zeigt:
https://www.t-online.de/nachhaltigkeit/id_91307684/corona-masken-so-gefaehrlich-sind-sie-fuer-tiere-und-umwelt.html



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klein, aber alles andere als fein ...

10.12.21:
Wussten Sie eigentlich, …
… dass die kleinen Zigarettenstummel einen winzigen Giftcocktail enthalten? Nicht? So geht es vielen und daher landen immer noch viele Zigarettenstummel nicht dort, wo sie hingehören.
Ein interessanter Bericht zeigt die Fakten:
https://www.br.de/radio/bayern1/kippen-wegwerfen-umwelt-100.html

Deswegen achten Sie darauf, Zigaretten in den entsprechenden Behältern zu entsorgen und nicht achtlos auf Gehwegen, Straßen, Sportplätzen, an Spielplätzen oder in der Natur zu entsorgen. Letztendlich sollte man sich fragen. Wäre ich zu Hause, würde ich die Zigarette einfach auf den Boden werfen oder über den Müll entsorgen? Helfen Sie mit - damit solche Bilder bald der Vergangenheit angehören! Und da Weihnachten vor der Tür steht, schenken Sie doch mal einen Taschenaschenbecher!



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Sturheit hat in Bayern Tradition

3.12.21: Offensichtlich hat Sturheit in Bayern wohl Tradition, sicher nicht nur beim Impfen:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/impfpflicht-pocken-impfung-geschichte-widerstand-1.5472406?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE



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Wo viel Licht ist, ist viel Schatten

30.11.21: Jetzt kommt wieder die Zeit, in der sich manche Zeitgenossen bei der Weihnachtsbeleuchtung gegenseitig übertrumpfen. Sicher, in der LED-Zeit ist die Stromrechnung nicht mehr ganz so hoch. Allerdings sollte man trotz Weihnachten und trotz der Corona-Tristesse nicht verdrängen, dass sich unser ökologischer Fußabdruck nicht nur bei der Stromrechnung bemerkbar macht, sondern auch in der kalten Jahreszeit bei der Erderwärmung.



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Langsam reicht es

16.10.21: Nach dem amtlichen Endergebnis ist der Bundestag nun noch einmal größer als ursprünglich berechnet geworden. Der Bund der Steuerzahler hat darauf mit einer Presseerklärung reagiert:
"Nach der heutigen Bekanntgabe des endgültigen Wahlergebnisses wird der Bundestag noch einmal größer – konkret um einen Sitz. Der 20. Deutsche Bundestag wächst damit auf 736 Mandate an, das sind 138 über der gesetzlichen Normgröße von 598. Deswegen ist eine Wahlrechtsreform dringend nötig: Das Parlament muss deutlich verkleinert werden und eine feste Mandatsobergrenze erhalten!"
Man kann nur hoffen, dass die neue Regierung im Gegensatz zur großen Koalition eine Wahlrechtsreform auf den Weg bringt, die diesen Namen auch verdient.



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Brandstifter am Werk

22.9.21: Baumhöhlen sind nicht nur für viele Vogelarten lebenswichtig, auch viele andere Tierarten finden dort ihren Unterschlupf. Deshalb dürfen in der Wasserschutzzone im Streuobstbestand auch Baumruinen stehen bleiben. Es ist unverständlich, dass dort nun bereits im zweiten Baum in der großen Höhle Feuer gelegt wurde.



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Nichts ist unendlich, auch die Fördermittel nicht

30.8.21: Eine Presseerklärung des Statistischen Bundesamts vom 28.6.21 sollte zu denken geben, wenn man meint, dass aufwendige Projekte vom Staat auf Dauer so lukrativ gefördert werden könnten wie bisher. Auch im kommunalen Bereich könnte manchmal weniger mehr sein, besonders wenn man an die Folgekosten denkt. Nicht das Machbare, sondern das Sinnvolle sollte im Vordergrund stehen, wenn man bedenkt, dass es sich letzten Endes immer um das Geld der Bürger handelt:

Öffentliche Schulden übersteigen Ende des 1. Quartals 2021 erstmals 2,2 Billionen Euro
Schulden des Öffentlichen Gesamthaushalts um 1,5 % gegenüber dem Vorquartal auf 2 205 Milliarden Euro gestiegen


WIESBADEN – Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) war beim nicht-öffentlichen Bereich zum Ende des 1. Quartals 2021 mit 2 205,4 Milliarden Euro verschuldet. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 26 532 Euro. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.

Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände steigen um 1,5 Milliarden Euro
Die Gemeinden und Gemeindeverbände wiesen zum Ende des 1. Quartals 2021 einen Schuldenstand von 134,0 Milliarden Euro aus. Der Anstieg gegenüber dem Vorquartal betrug 1,1 % beziehungsweise 1,5 Milliarden Euro. Bis auf die Gemeinden und Gemeindeverbände im Saarland (-5,1 %), in Sachsen (-3,1 %), Thüringen (-0,3 %) und Nordrhein-Westfalen (-0,1 %) stiegen die Schulden auf kommunaler Ebene in allen anderen Ländern.



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Da irrt der Bauernverband gewaltig

21.8.21: Vor kurzem empörte sich der Bauernverband darüber, dass bei VW in einer seiner Kantinen keine fleischlichen Produkte mehr auf den Tisch kommen. Im Fernsehen warnte daraufhin ein Bauernverbandsvertreter, dass ohne die Fleischproduktion der Landwirtschaft die Weltbevölkerung nicht mehr ernährt werden könne. Da irrt der BBV-Funktionär allerdings gewaltig. Bereits heute hungern weltweit weit über 800 Millionen Menschen. Das müsste nicht sein, wenn Getreide, Soja, Mais oder anderes "Viehfutter" direkt auf den Speiseplan käme. Auf dem Umweg über den tierischen Magen kommt nämlich nur noch ein Bruchteil der verfütterten Kalorien in Form von Fleisch auf dem Teller an. So sind z. B. 16 kg Getreide erforderlich um ein kg Fleisch zu erzeugen.
Nebenbei sollte man auch nicht vergessen, dass die Viehhaltung in der Landwirtschaft nennenswert zum Klimawandel beiträgt. So ist die Landwirtschaft in Deutschland für 11 % der Treibhausgase verantwortlich.
Wir wollen niemand das Schnitzel oder den Grillabend verderben. Der exzessive Fleischkonsum und die massive Werbung für den Fleischkonsum sind jedoch aus Sicht des Klimaschutzes und der Welternährung sehr kritisch zu bewerten.



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Mainansicht hat sich nicht zum Vorteil verändert

3.8.21: Die Margetshöchheimer Mainansicht wird seit Menschengedenken durch das pappelgesäumte Ufer geprägt, so dass jeder weiß: Das kann nur Margetshöchheim sein. Seit vielen Jahrzehnten kam noch ein weiteres Merkmal hinzu: die Segelboote, die wie an einer Perlenschnur längs des Ortes aufgereiht sind oder besser waren. In den letzten Jahren hat sich da allerdings einiges geändert, nicht unbedingt zum Vorteil. Wenn man vor einigen Tagen am Ufer spazieren ging, sah man gerade vier Segelboote, eines eher eine Nussschale und ein weiteres eher ein Hausboot. Der Rest waren samt und sonders Motorboote, die nicht zuletzt wegen der Geräuschkulisse nicht jedermanns Begeisterung hervorrufen.



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Wie willkommen sind Bürger?

11.5.21: Bei der Sondersitzung des Gemeinderats über das von Gegnern der Bebauung an der Zeilwegeinfahrt eingebrachte Bürgerbegehren waren mit etwa 20 Bürgerinnen und Bürgern deutlich mehr Besucher als sonst anwesend. Die Fraktionsvorsitzenden von CSU und SPD konnten sich bei der Begrüßung nicht den Hinweis verkneifen, dass es schön wäre, wenn auch sonst so viele Besucher anwesend wären. Dabei kämen wohl mehr Bürgerinnen und Bürger zu den Sitzungen, wenn sie vorher wüssten, was genau in der jeweiligen Sitzung behandelt wird. Dafür reicht die Veröffentlichung der Tagesordnung in der Regel nicht aus. Deshalb hat die MM seit vielen Jahren auf ihrer Website vor den Gemeinderats- und Bauausschusssitzungen regelmäßig die für die öffentliche Sitzung herausgegebenen Unterlagen vorab veröffentlicht. Seit einiger Zeit dürfen wir das nicht mehr, da vor allem die SPD deswegen interveniert hat. Treibende Kraft dürfte vor allem Frau Kircher sein, die Vorsitzende der SPD-Fraktion, die etwa bei einem Ortstermin zum Bauabschnitt I der Mainpromenade äußerst ungehalten reagierte, als sich Bürger deutlich gegen die von SPD und CSU favorisierten Planungen aussprachen. Man hat manchmal den Eindruck, dass Bürgerinnen und Bürger als Zuhörer durchaus willkommen sind, wenn sie deutlich eine andere Meinung kundtun, aber nicht.
Dazu passt auch, dass - wie etwa beim Verkauf von Gemeindegrund für einen Gewerbebau an der Zeilwegeinfahrt - wichtige Informationen selbst Gemeinderäten (zumindest denen von der MM) nicht bekannt waren und mehr als nötig in der nichtöffentlichen Sitzung abgehandelt und werden sollte.



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Muss ein Profi her?

27.4.21: Kurz vor der letzten Gemeinderatssitzung am 21.4.21 stellte Frau Kircher für die SPD/UB-Fraktion den Antrag zur "Professionalisierung des Wasserbeauftragten":
" Die SPD/UB stellt hiermit den Antrag die Stelle des Wasserschutzbeauftragten, wie bereits im Gemeinderat beschlossen, so zeitnah als möglich, bis spätestens September 2021 zu professionalisieren. Am Vorgehen entweder einen Mitarbeiter aus der Verwaltung fortzubilden, oder aber den Auftrag an das IKT zu vergeben, könnte festgehalten werden. Wir würden jedoch als Alternative zu diesen beiden Möglichkeiten sehr begrüßen, wenn diese Stelle extern vergeben werden könnte. Hierfür wäre sehr zeitnah eine Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Wir bitten diesen Punkt in der nächsten Sitzung am 21.04.2012 zu behandeln."

Im Klartext bedeutet dies: Peter Etthöfer soll schnellstmöglich als Trinkwasserbeauftragter der Gemeinde Margetshöchheim abgelöst und durch einen Profi ersetzt werden. Letzteres hatte die SPD bereits in der Gemeinderatssitzung am 8. September 2020 mit den selben Argumenten gefordert, in der Peter Etthöfer auf Vorschlag von Bürgermeister Brohm schließlich trotzdem einstimmig als ehrenamtlicher Trinkwasserbeauftragter gewählt wurde.
Etthöfer hatte damals seine Bereitschaft mit drei Voraussetzungen verbunden:
- Die Bestellung als Trinkwasserbeauftragter soll durch den Gemeinderat erfolgen.
- Es soll klar festgelegt werden, wofür er zuständig ist und wofür nicht.
- Er erwartet von der Verwaltung eine umfassende Information über alle Vorgänge. für die er zuständig ist.
Etthöfer machte auch deutlich, dass er sich nicht nach diesem Amt drängt. Angesichts der durch den Klimawandel wieder steigenden und grenzwertigen Nitratwerte gleiche die Funktion des Trinkwasserbeauftragten eher einem Himmelfahrtskommando.

Wir hatten damals bereits ausführlich erläutert, warum Etthöfer als Trinkwasserbeauftragter besonders geeignet ist: Gemeinderat wählte einen Trinkwasserbeauftragten
Wir wollen hier noch einmal auf die wichtigsten Punkte eingehen.

Zum Antrag der SPD ist festzustellen:
- Ein hauptamtlicher Trinkwasserbeauftragter kostet die Gemeinde laut Bürgermeister Brohm etwa 100.000 bis 120.000 €. Da diese Kosten in die Berechnung des Wasserpreises einfließen müssten, würde der Wasserpreis um 1 € steigen. Nur nebenbei sei bemerkt, dass der Antrag wohl mit heißer Nadel gestrickt wurde, da diese Kosten im Gemeindehaushalt hätten berücksichtigt werden müssen , der in eben dieser Sitzung verabschiedet wurde.
- In einer Gemeinde vergleichbarer Größe gibt es landauf, landab nirgends einen hauptamtlichen Trinkwasserbeauftragten.
- In der Verwaltung gibt es keinen Mitarbeiter, der von seiner Ausbildung und seiner Arbeitszeit her für so einen Posten in Frage käme.
- Die Interessengemeinschaft kommunale Trinkwasserversorgung in Bayern (IKT), in deren Vorstand übrigens auch Bürgermeister Brohm sitzt, arbeitet bei einem Jahresbeitrag von 30 € rein ehrenamtlich und kann eine solche Funktion nicht ausführen. http://ikt-bayern.de/ Etthöfer, Gründungsmitglied und langjähriger ehrenamtlicher Landesgeschäftsführer der IKT hat als einziger lange Jahre vor allem Gemeinden und Bürgerinitiativen im nordbayerischen Raum besonders bei Nitratproblemen beraten.
- So wie sich die SPD anscheinend einen Trinkwasserbeauftragten vorstellt, wäre das wohl die sprichwörtliche "eierlegende Wollmilchsau", möglichst mit Beamtenstatus.
- Dabei kann sich die Gemeinde längst auf Profis stützen: Die technische Betriebsführung (Pumpen, Ortsnetz, Hochbehälter usw.) liegt bei der Energie; die Analysen kommen vom renommierten Institut Dr. Nuss in Bad Kissingen; in landwirtschaftlichen Fragen berät Geoteam aus Bayreuth die Gemeinde, und bei speziellen Projekten wie der Sanierung der Hochbehälter verlässt sich die Gemeinde auf Fachbüros. Wir brauchen also gar keinen "Prof", der die Bereiche Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Wasserrecht, Hydrogeologie, Wasserchemie und Technik abdeckt. So einen gibt es gar nicht, ganz abgesehen davon, dass man ihn gar nicht bezahlen könnte.
- Dem Trinkwasserbeauftragten obliegt es vielmehr, Informationen auszuwerten und zu bündeln, die Verwaltung zu beraten, Konzepte und Vorschläge zu erarbeiten, Behörden und Fachleute zu kontaktieren, wobei immer die Nitratbelastung im Vordergrund steht, weil unser Wasser ansonsten beste Qualität hat. Wichtig ist auch eine gute Kenntnis der Flur, etwas Ahnung von Landwirtschaft und gute Kontakte im Ort und zu den externen Beratern. Und noch etwas ist wichtig: Augenmaß bei der Frage, was sich eine kleine Gemeinde leisten kann, da Büros und Berater bei Gemeinden gerne ganz schön hinlangen.
- Etthöfer hat sich seit 1982 intensiv mit der Margetshöchheimer Wasserversorgung beschäftigt, verfügt über sehr gute Kontakte zu Fachbehörden und Fachleuten, kann auf reichliche Erfahrungen zurückblicken und ist mit der örtlichen Situation bestens vertraut ist. Das sog. Margetshöchheimer Modell, das bundesweit beachtet wurde, trägt weitgehend seine Handschrift. Etthöfer ist sicher kein studierter Fachmann in den Disziplinen, die bei der Wasserversorgung relevant sind. Sein Vorteil ist aber, dass er sich in den wichtigsten Bereichen so viel Wissen angeeignet hat, dass er für die Gemeinde unterstützend und beratend tätig sein kann. Er könnte sich allerdings einen geruhsameren Lebensabend vorstellen, als gerade beim Thema Wasserqualität gegen Windmühlen anzurennen. Er will allerdings nicht das Handtuch werfen, wenn die Situation angesichts des Klimawandels und wachsender Probleme mit der Landwirtschaftspolitik grenzwertig wird. Falls der Gemeinderat allerdings der Ansicht sein sollte, dass man eine bessere Lösung kennt, hat er nicht die Absicht, dabei im Wege zu stehen.

Abschließend ist festzustellen: Der Trinkwasserschutz sollte nicht das Feld für parteipolitische Spielchen sein. Hier sollten eigentlich alle an einem Strang ziehen. Die SPD ist leider schon öfters mit Forderungen aufgefallen, die - milde ausgedrückt - deren Unverständnis für Grundwasserschutz dokumentieren. So wollte man vor Jahren lange Zeit nicht akzeptieren, dass in der engeren Wasserschutzzone II kein Sportplatz erlaubt ist.

Interessanterweise kam der Antrag in der Sitzung am 21.4. nicht zur Abstimmung.



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Was hat Margetshöchheim mit Alfred Eck zu tun?

11.4.21: Wir haben bereits mehrmals über das Schicksal des jungen Baldersheimer Soldaten Alfred Eck berichtet, der an Ostern 1945 in den letzten Kriegstagen an einem Galgen aus Leitern aufgehängt wurde, weil er die anrückenden Amerikaner durch die Minensperren ins Dorf geführt und somit Baldersheim vor der Zerstörung und viele Einwohner vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Unser letzter Beitrag erschien am 8.4., weil man nach Jahrzehnten der Verleumdung und posthumen Beleidigungen endlich zur Erinnerung an den Heldentod Ecks am Auber Marktplatz eine Gedenktafel für den Helden und Retter von Baldersheim enthüllt hat. Nur zur Erinnerung: 1985 sollte die neu errichtete Auber Schule den Namen Alfred Ecks erhalten, was nicht zuletzt am Widerstand des damaligen Schulamtsdirektors Schäffer scheiterte.

Die Main-Post schrieb dazu am 9.4.21 in dem Artikel https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/gedenken-an-nazi-opfer-alfred-eck-ein-vorbild-fuer-die-jugend-art-10588552 :
"Allen voran der damalige Schulamtsdirektor, der es mit seinem Einfluss schließlich 1985 zu verhindern wusste, dass die Auber Schule den Namen Alfred Eck bekommen hat. Ein Gedankengut, das noch sehr lange im Hintergrund rauscht. Selbst 30 Jahre später war es schwierig, in Aub eine Alfred-Eck-Schule durchzusetzen."

Mancher mag sich fragen, warum das auf einer Website ein Thema ist, die sich vorrangig um lokale Themen kümmert. Aktuell ist es ein Thema, weil es darum geht, eine Straße, die nach einem mit dem NS-Regime eng verstrickten Literaten benannt ist, umzubenennen. Es wäre nur folgerichtig, statt dessen einer ausgewiesenen NS-Gegnerin diesen Weg zu widmen.

Da die Main-Post die verhinderte Benennung der Auber Schule nach Eck kritisch verfolgt hat, war die Margetshöchheimer Mitte schon viel früher auf das Schicksal Alfred Ecks aufmerksam geworden. Die Margetshöchheimer SPD lud 1995, als sich das Kriegsende und die Hinrichtung Ecks zum fünfzigsten Mal jährten, zum Auftakt des Kommunalwahlkampfs Schulamtsdirektor Schäffer zu einer Lesung unter dem Motto "Dörfliches Leben und Bräuche vor 50 Jahren" ein. Nur nebenbei sei bemerkt, dass das Büchlein Schäffers laut Titel über die 30er Jahre berichtet, da hatten sich die Genossen wohl gewaltig verrechnet.

Peter Etthöfer, dessen im Krieg gefallener Vater in der NS-Zeit Major der Schutzpolizei, SS-Sturmbannführer und Kommandeur einer Sturmgeschützabteilung der Waffen-SS-Polizeidivision war, hatte sich gerade deswegen intensiv mit der NS-Zeit, dem Naziterror und dem verbrecherischen Weltkrieg auseinandergesetzt, so dass ihm das Schicksal Ecks sehr zu Herzen ging und ihn die ehrabschneidenden Kampagnen gegen Eck zutiefst empörten. Er wies deshalb im MM-Blättle auf die Rolle Schäffers bei der gescheiterten Benennung der Auber Schule und die in der Main-Post zitierte Aussage Schäffers hin, man könne die Schule nicht nach einem Deserteur benennen.
Die Folge war eine unsägliche Schmutzkampagne der SPD gegen Etthöfer und die MM in den letzten Wochen vor der Wahl. Man druckte im SPD-Blättchen einen cholerischen Brief Schäffers ab und warf Etthöfer "publizistische Methoden, die aus der braunen Hexenküche stammen", vor und erklärte, dass sich die respektvolle Nennung seines bürgerlichen Namens von selbst verbiete, weshalb man ihn nur mit Herr E. tituliere.
Verantwortlich für das SPD-Blättchen zeichnete damals der SPD-Vorsitzende, der von Beruf Schulbuchvertreter war. Bestürzend war nicht nur der Hass, der Etthöfer wegen der Erinnerung an das Schicksal des Retters von Baldersheim entgegenschlug. Noch schlimmer war, dass sich in dem Pamphlet kein einziges Wort des Bedauerns über das Schicksal Ecks fand.

Abschließend empfehlen wir Ihnen noch die Lektüre des Kommentars von Thomas Fritz, dessen journalistische Arbeit und Kompetenz bewunderungswürdig sind:
https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/standpunkt-es-wird-hoechste-zeit-fuer-eine-alfred-eck-schule-art-10588593#commentsAreaAnchor

Etthöfer hat übrigens in den letzten Jahren zweimal Alfred Eck für den Würzburger Friedenspreis vorgeschlagen. Leider ohne Erfolg, da man posthum keinen Preis verleihen wollte.



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Erinnerung ist wichtig

8.4.21: Als es in den letzten Wochen um die Umbenennung des Nikolaus-Fey-Wegs wegen der NS-Vergangenheit des Namensgebers ging, zeigte sich, wie schwierig es ist, Konsequenzen aus der Vergangenheit zu ziehen. Diese Erfahrung musste man in Aub schon vor Jahrzehnten machen, als der damalige Notar und CSU-Stadtrat Kilian Angermeier die Benennung der Auber Schule nach dem Baldersheimer Alfred Eck beantragte und im Stadtrat durchsetzte. Alfred Eck hatte als junger Soldat in den letzten Kriegstagen seinen Heimatort vor der Zerstörung gerettet, als er die Amerikaner um die Minensperren herumführte und die deutschen Soldaten zum Rückzug aufforderte. Die nahmen ihn mit nach Aub, wo er am 7.4.1945 von einem Standgericht zum Tode verurteilt und am selben Tag am Marktplatz aufgehängt wurde.
Gegen die Benennung der Schule nach Alfred Eck machten nicht nur Ewiggestrige am Ort mit üblen Argumenten mobil, Widerstand kam auch von Schulamtsdirektor Schäffer, so dass die Schule bis heute noch nicht Ecks Namen trägt.
Seit gestern erinnert nun zumindest eine Tafel an den Retter von Baldersheim. Die Main-Post erinnerte in ihrer gestrigen Ausgabe an Alfred Eck: https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/nach-76-jahren-alfred-eck-bekommt-endlich-seine-erste-ehre-art-10587631
Die MM hat schon mehrmals über Alfred Eck berichtet, nachdem sie 1996 von der örtlichen SPD wegen einer kritischen Bemerkung über die Rolle Schäffers auf das Übelste angefeindet worden war. Einen unserer Beiträge finden Sie hier: Lasst die Toten ruhen! ???



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Nichts dazugelernt?

29.3.21: Vor kurzem veräußerte die Gemeinde ein Grundstück im Zeilwegbereich oberhalb der Bebauung, das im Wesentlichen aus einem breiten Wegrand und einem Graben bestand. In den letzten Tagen wurden nun etliche LKW-Ladungen Aushub von einer Baustelle dort abgelagert und der Graben sowie die Randbereiche damit verfüllt. Interessant ist, dass der neue Eigentümer offensichtlich vor der Verfüllung bei der Gemeinde und auf Anraten der Gemeinde auch telefonisch beim Landratsamt nachgefragt hat. Dort hat man ihm wohl zu verstehen gegeben, dass man nichts einzuwenden habe, wenn die Gemeinde zustimmt.
Dass man Gräben und andere sensible Geländestrukturen verfüllt, war früher gang und gäbe und ist heute angesichts der enormen Entsorgungskosten für Bauaushub immer noch verlockend. Inzwischen sollte man jedoch mit der Landschaft sensibler umgehen, zumal es im Falle eines extremen Unwetters nicht unproblematisch ist, wenn ein Graben am Auslauf des Steilhangs über dem Ort verfüllt wird.



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aufgefüllt




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abruptes Grabenende




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Warum Bürgerbeteiligung nicht schaden kann ...

23.3.21: Margetshöchheim hat viel vor, und das bereits seit vielen Jahren. Dass ein Großteil der Projekte bislang nicht aus den Startlöchern gekommen ist, liegt meistens nicht am Gemeinderat oder dem Bürgermeister. Anfangs lag es an den klammen Kassen und später war es vor allem der Bau des neuen Stegs, der sich von Jahr zu Jahr verzögerte und damit quasi alle Projekte an der Mainpromenade ausbremste. Dass man trotzdem schon vor Jahren mit den Planungen begann, war sicher nicht verkehrt. Ob es allerdings sinnvoll war, ein Büro erst einmal drauflos planen zu lassen und die Bürger in weiten Teilen noch gar nicht einzuschalten, kann man bezweifeln.
Vielleicht wäre es manchmal besser, erst einmal mit den Bürgern und vor allem mit den Anliegern zu sprechen und dann auf deren Erfahrungspotential aufbauend zu planen.
Das hat sich zum Beispiel auch beim ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) gezeigt, das etliche zigtausend Euro gekostet hat. Dort wurde zum Beispiel gefordert, die Busendhaltestelle aufzulösen und die Busse über die Falkenstraße und von da oberhalb der EIWO über die Böschung auf den Tegut-Parkplatz zu leiten. (ISEK: Darüber hinaus könnte die notwendige Aufwertung des Ortseingangs an der Erlabrunnner Straße realisiert werden. Mit der Neugestaltung des Ortseingangs wäre auch der Buswendeplatz an der Falkenstraße zu überprüfen. Die Verlegung der Busschleife über den Sandflurweg zur Erlabrunner Straße nach Norden würde neue Spielräume für die Aufwertung des Platzes vor der Sparkasse schaffen. Mit einer neuen Haltestelle unmittelbar am Markt würde die Erschließung des Versorgungsschwerpunkts auch mit dem ÖPNV attraktiver werden.)
Die Fotos zeigen, was jeder Margetshöchheimer von vorneherein gewusst hat, das schafft höchstens eine Zahnradbahn. Busauffahrt zum Tegutparkpaltz ? (1) und Busrampe zum Tegutparkplatz? .

Nicht viel anders verhielt es sich mit dem angedachten "Schul- und Gemeindegarten" auf dem Gelände des Abwasserpumpstation, wo sich auf dem größten Teil des Geländes das Betonbecken des Regenüberlaufbeckens 5 befindet, im ISEK irrtümlich als "Bauhofgelände" deklariert: Gestaltung eines Schulgartens - Wissensaustausch von Generation zu Generation fördern, Tradition macht Schule: - Umgestaltung der Bauhoffläche ( Pumpwerk ) zu einem Schul- und Gemeindegarten. Schul- und Dorfgarten?
Nicht nur der MM war von Anfang an klar, dass auf dem Beton dort nicht einmal Radieschen wachsen, zumal das Gelände dem Abwasserzweckverband und nicht der Gemeinde gehört. Auf unseren Einwand antwortete uns ein damaliger Gemeinderat, der heute andernorts Bürgermeister ist: "Da wissen wir jetzt wenigstens, dass dort etwas geschehen muss." Ob man dafür allerdings ein teures Gutachten braucht, kann jeder selbst beantworten.

Damit man uns nicht falsch versteht: Für größere Projekte braucht man sicher eine gute Planung. Es kann jedoch nicht schaden, wenn man sich im Anfangsstadium das vorhandene Sachwissen vor Ort sichert, indem man die Bürger mit einbezieht. Bei der Gemeinde kann man sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass man nach der Devise vorgeht: Jetzt plant erst mal schön, dann sehen wir weiter. Das ist wohl auch die Grundhaltung bei vielen Gemeinderatsmitgliedern.

Weil wir verhindern wollen, dass Planungen von Anfang an in eine zweifelhafte Richtung führen, erlaubt sich die MM seit Jahrzehnten, schon im Vorfeld eigene Gedanken über anstehende Projekte zu machen. Das war auch ein Grund, warum wir uns vor kurzem mit dem folgenden Thema beschäftigt haben: Nur ein Kasten? Allerdings wie die Faust aufs Auge



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Busauffahrt zum Tegutparkpaltz ? (1)




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Busrampe zum Tegutparkplatz?




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Schul- und Dorfgarten?




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Spuren im Schnee - des Rätsels Lösung

16.2.21: Durch einen Hinweis ist zumindest klar, dass die Spuren im Schnee auf den Reutfeldern (Da waren Vandalen am Werk ) nicht von Außerirdischen, sondern von einem "Schlepplift" stammen.



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"Schlepplift 1"




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"Schlepplift 2"




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Da waren Vandalen am Werk

15.2.21: Bereits seit Jahren beschweren sich die Jäger darüber, dass immer mehr Leute mit Autos oder Hunden oder beidem die landwirtschaftlichen Flächen auf der Hochfläche über Margetshöchheim bevölkern und das Wild beunruhigen. Da die Zufahrt nur für landwirtschaftlichen Verkehr erlaubt ist, hat Bürgermeister Brohm bereits drastische Maßnahmen bei Verstößen angedroht. Jetzt, in der Zeit der Corona-Beschränkungen, ist die Hochfläche noch mehr ein beliebtes Ziel geworden. Gegen Spaziergänger mit und ohne Schlitten ist ja sicher nichts einzuwenden. Wenn allerdings dort oben auf den gemeindeeigenen Reutfeldern, die in der Wasserschutzzone III B liegen, autofahrende Vandalen durch landwirtschaftliche Flächen pflügen, übersehen wohl einige Zeitgenossen, dass die freie Zufahrt für landwirtschaftlichen Verkehr nicht für jedes Rindvieh gilt.
Es ist übrigens nur schwer verständlich, dass der komplette Rundweg, der eigentlich nur für landwirtschaftlichen Verkehr offen ist, durch die Gemeinde vom Schnee geräumt wurde, wo man doch eigentlich dort keinen Verkehr haben will.



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Was ist die Biotopkartierung wert?

1.2.21: Gestern berichteten wir von der kontroversen Diskussion über das zukünftige Baugebiet Scheckert-Lausrain im Bauausschuss Wie ökologisch darf ein neues Baugebiet werden?
Dabei ging es auch um den Umgang mit den kartierten Biotopen in diesem Gebiet, die bereits vor einigen Wochen deutlich dezimiert wurden: Sind das Vorboten des Baugebiets Scheckert?
Auf der Grafik Planskizze Scheckertbaugebiet erkennt man die rot schraffierten kartierten Biotope.
Mittlerweile erkennt man, dass praktisch sämtliche Biotopstrukturen plattgemacht worden sind: Tabula rasa und davor das Luftbild mit der ursprünglichen Situation: Scheckert-Lausrain von oben



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Planskizze Scheckertbaugebiet


Biotope rot schraffiert 



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Scheckert-Lausrain von oben


mit ursprünglichem Bewuchs 



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Tabula rasa




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