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kritisch betrachtet ...

Kirschen in Nachbars Garten

17.6.19: Nicht nur Peter Alexander schwärmte von den Kirschen in Nachbars Garten. Auch in Margetshöchheim gibt es derzeit, seit die ersten Kirschen rot wurden, immer mehr, die von den Kirschen auf Nachbars Wiese schwärmen und sich den Bauch voll schlagen, worüber die Kirschbaumbesitzer nicht gerade begeistert sind. Kommen sie auf ihr Grundstück, sind die Äste unten oft schon abgeleert, manchmal auch abgeschlitzt. Haben sie dann die lange Leiter an den meist noch längeren Kirschbäumen angeleitert, stellen sie, oben angekommen, häufig fest, dass offensichtlich auch die Stare Peter Alexanders Schlager kennen und ihnen bei der Ernte zuvorgekommen sind. Letztendlich können die Kirschbaumbesitzer froh sein, wenn sie heil wieder von der Leiter runtergekommen sind und sich nicht das Genick gebrochen haben, was früher, als Margetshöchheim ein klassisches Kirschenland war, gar nicht so selten vorkam.



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Öl ist nicht gleich Öl

11.6.19: Die Ergebnisse eines Olivenöltests von Ökotest waren ernüchternd. Fast die Hälfte der Öle wurden mit mangelhaft bewertet.. Teilweise wurden auch Spuren von Mineralöl festgestellt, was wohl an der Produktionstechnik lag. Teilweise wurden sogar Weichmacher gefunden.
Einige Ergebnisse des Tests finden Sie hier: https://www.t-online.de/ratgeber/id_85760102/olivenoel-im-test-diese-oele-sind-empfehlenswert.html
Die Zeitschrift Ökotest finden Sie auch in der Pfarrbücherei. Sie wird von der MM gesponsert.



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falsch aufgezäumt ...

10.6.19: Wenn man ein größeres Projekt plant, ermittelt man normalerweise erst einmal die Grundlagen, ob die Lage passt, ob die Infrastruktur vorhanden ist usw. Auch beim Hausbau ist es nicht viel anders. Und dann beschäftigt man sich mit den verschiedenen Wünschen und Anforderungen, bevor man schließlich nach der Klärung der Finanzierung den eigentlichen Plan ausarbeitet und ihn schließlich zur Genehmigung einreicht.
Bei der Planung für die Mainpromenade war wohl vor allem der Wunsch der Vater des Gedankens. dabei hat man wohl einige grundsätzliche Bedingungen übersehen oder falsch eingeschätzt. Vor allem hat man die Bürger und Anlieger bislang nicht oder nicht ausreichend mit einbezogen. Die Bürgerversammlung war in keiner Weise eine Bürgerbeteiligung, so etwas sieht ganz anders aus und müsste in einem wesentlich früheren Stadium erfolgen. Die Anlieger wurden bislang noch in keiner Weise beteiligt. Eigentlich sollte dies nach der Planung bereits Ende Januar erfolgen. Bei den Margaretenfestvereinen verhält es sich nicht anders. Sie sollen nun im Herbst beteiligt werden, obwohl die Planung schon weit fortgeschritten ist. Besonders beim Bauabschnitt 1 rächt sich dies, weil dort nun sehr schnell eine endgültige Entscheidung fallen soll, obwohl es gravierende Einwände gegen die Planung gibt.

Dass arc.grün jetzt, wo es nicht nur bei der MM, sondern auch in der Bevölkerung Probleme mit der Akzeptanz eines Spielplatzes an dieser Stelle gibt, bei einem Termin Kinder und Eltern ihre Wünsche äußern lassen will, hat schon ein gewisses Geschmäckle. Schließlich geht es nicht darum, ob dieses oder jenes Spielgerät angeschafft werden soll. Es geht vielmehr darum, ob an dieser Stelle wegen der Gefahr durch und für die mächtigen, die Uferlandschaft prägenden Schwarzpappeln ein Spielplatz überhaupt vertretbar ist. Ganz abgesehen davon, dass ein Spielplatz am Zeilweg viel dringender nötig wäre. Für arc.grün geht es aber wohl vor allem darum, für die Akzeptanz für ihren Spielplatz im Bauabschnitt 1 zu sorgen.
Wir befürchten außerdem, dass die Wunschzettelaktion ein klein wenig wie beim Grillplatz abläuft, wo man die Jugendlichen auch ermuntert hat, ihren Wunschzettel auszufüllen. Laut Bürgermeister Brohm darf man bei der Endabrechnung für den Grillplatz nun mit einer Summe von 400.000 € rechnen.




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Es geht um die Zukunft und ans Eingemachte!

4.6.19: In der Wochenendausgabe widmete die Main-Post eine ganze Seite einem Interview mit dem bekannten Klimaforscher Heiko Paeth von der Universität Würzburg über die Auswirkungen des Klimawandels auf Unterfranken https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Klimaforscher-Paeth-Unser-groesstes-Problem-ist-das-Wasser;art735,10249517 .
Paeth, der schon lange vor den Folgen des Klimawandels besonders für unsere Region gewarnt hat, erläutert hier unmissverständlich, wie drastisch und katastrophal sich der Klimawandel besonders in inserer Region auswirken wird, die neben der Magdeburger Börde und dem Leipziger Becken zu den Trockenheits-Hotspots



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kritische Anmerkungen zu Europa

19.5.19: Kurz vor der Wahl zum Europäischen Parlament ist Europa in aller Munde. Jahrelang hat man die EU für alles und noch viel mehr verantwortlich gemacht hat, was man selber nicht verantworten wollte, obwohl man selbst daran mitgewirkt hatte: für Umweltauflagen, für die Krümmung der Banane und vieles andere mehr. Jetzt sieht selbst die CSU langsam ein, was alles auf dem Spiel steht, wenn Rechtspopulisten ihr Süppchen kochen und ihren Spaß daran haben, Europa zu destabilisieren. Die Brexitfans in England bieten uns einen Vorgeschmack auf das, was uns dann erwartet.
Unabhängig davon, dass die Deutschen - vor allem natürlich die deutsche Wirtschaft - deutlich vom gemeinsamen Markt profitieren, wäre ein starkes und geeintes Europa nicht nur für unseren Kontinent, sondern auch global enorm wichtig. Leider sind wir davon noch weit entfernt, weil das Prinzip der einstimmigen Entscheidungen die europäische Politik behindert und ausbremst. Verschärft wird dies noch durch die Osterweiterung, mit der man sich rechtspopulistische Regime eingehandelt hat, für die Solidarität und Rechtsstaatlichkeit Fremdwörter zu sein scheinen. Wer am kommenden Wochenende die Rechtsnationalisten wählt, der hat wohl verdrängt, dass Europa in den letzten Jahrzehnten eine historisch einmalige Friedensperiode erlebt und gelebt hat. E reicht schon, dass wir ohnmächtig mit ansehen müssen, wie Donald Trump mit seiner rechtsnationalen und hemdsärmeligen Politik nicht nur den Welthandel, sondern auch den Frieden in Teilen der Welt an den Rand des Abgrunds manövriert.



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OPA ist doch nicht der beste ...

15.5.19: Im Sommer soll die Umgehungsstraße auf Höhe von Zell wegen der Fahrbahnerneuerung komplett gesperrt werden, so dass die Margetshöchheimer den Umweg über Zellingen nehmen müssen. Um den Verkehrslärm zu verringern, soll offenporiger Asphalt (OPA), sog. „Flüsterasphalt“ eingebaut werden. Ein Margetshöchheimer Bürger, der sich mit der Materie auskennt, hat uns auf die Probleme beim Einsatz von OPA hingewiesen:

"Bzgl. des Einsatzes von OPA lohnt es sich, im Internet zu recherchieren. OPA ist kostenintensiver und hält nicht so lange wie normaler Asphaltbelag. Die Poren verstopfen durch Staub und Reifenabrieb, besonders bei Nässe wird die Fahrbahn glatt und die Haftung wird geringer. Weil Wasser in die Poren eindringt, zerstört im Winter oft Frostsprengung den Belag. Normaler Asphalt hält etwa 15 Jahre, OPA nur acht. Schon nach drei bis vier Jahren lässt die lärmreduzierende Wirkung drastisch nach.
Neben dem Straßenbelag spielt vor allem die Geschwindigkeit der Fahrzeuge beim Lärm eine Rolle. Sinnvoller als der Einsatz von OPA ist es deshalb, die Geschwindigkeit zu beschränken und entsprechend konsequent zu kontrollieren (enorme Lärmbelästigungen werden zudem von Motorrädern verursacht).
Die betreffenden Gemeinden sollten gemeinsam auf das Straßenbauamt zugehen, um diese unsinnige Planung mit OPA zu verhindern. Splittmastixasphalt ist ein bewährter Fahrbahnbelag, der dauerhaft und kostengünstig ist. Die aufgezeigten Nachteile sind dadurch zu vermeiden."



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Sind wir noch zu retten?

7.5.19: Momentan beglücken uns im Europaparlamentswahlkampf Politiker mit ihren Weisheiten, die bei manchen Themen besser den Mund gehalten hätten. So gab ein AfD-Politiker im Fernsehen zum Klimawandel derart hanebüchenen Unsinn von sich, dass er in seiner Dummheit nur noch von denen übertroffen werden kann, die ihn dafür wählen. Wer jetzt noch den Klimawandel herunterspielt und nicht bereit ist, ernsthaft umzusteuern, der versündigt sich an der Menschheit. Leider sind weltweit gerade die auf dem Vormarsch, die mit ihrer eigenen Dummheit aus der Dummheit ihrer Wähler Kapital schlagen, allen voran Donald Trump.
Dabei hat der UN-Bericht über das Artensterben in diesen Tagen wieder eindeutig gezeigt, dass es für unseren Erdball und für alle, die dort leben, fünf vor zwölf ist. Die Ursachen sind längst bekannt und wurden noch einmal unmissverständlich genannt: Überbevölkerung, Wachstumswahn, hemmungsloser Flächen- und Ressourcenverbrauch (z.B. Regenwaldabholzung), eine durch verfehlte Agrarsubventionen zerstörerische Landwirtschaft usw.
Informationen zum Thema finden Sie hier: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/interview-weltbiodiversitaetsrat-bericht-100.html



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Margetshöchheim, (k)ein Vorbild?

25.4.19: Ein Bürger schlug dem Erlabrunner Gemeinderat vor, doch nach dem Vorbild von Margetshöchheim Anschlagtafeln zu errichten. Er hätte seinen Wunsch besser nicht mit Fotos hinterlegt. Im April-Gemeindeblatt konnte man nämlich lesen: "Der Gemeinderat war mit überwiegender Mehrheit der Meinung, dass solche Anschlagtafeln nicht zur Verbesserung des Ortsbildes beitragen, da eine regelmäßige Pflege der Anschlagtafeln erforderlich sei. Auch die bildlich dargestellten Beispiele aus der Nachbargemeinde Margetshöchheim zeigen ein Sammelsurium von unterschiedlichen Angeboten, die mit Klammern, Reißnägeln oder Leim befestigt werden."
Obwohl die Margetshöchheimer Anschlagtafeln vor Jahrzehnten auf eine Initiative der MM zurückgehen, haben wir Verständnis für die Entscheidung des Erlabrunner Gemeinderats. Ein Schmuckstück sind sie wahrlich nicht. Diese Erkenntnis ist auch deswegen von Bedeutung, da im Rahmen der bevorstehenden Umgestaltung der Mainpartie sicher auch das Thema "Anschlagtafeln" eine Rolle spielen wird. Die MM hat zum Beispiel vorgeschlagen, den Bereich um die Entlüftungspoller der Fernwasserleitung, der immer zugänglich sein muss, für einen Info-Point zu nutzen. Um die Sicht auf das ortsbildprägende Heymanns-Haus nicht zu beeinträchtigen, kämen die derzeit üblichen Anschlagtafeln sicher nicht in Frage. Da bräuchte man schon eine grazile und möglichst transparente Konstruktion des Info-Points. Um einen Plakat- und Zettel-Wildwuchs zu vermeiden, böten sich allenfalls Schaukästen an.



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die Brandbeschleuniger liegen bereits bereit.

22.4.19: Am 20.4. wiesen wir in einem Beitrag auf die aktuelle Gefahr von Flächenbränden und darauf hin, dass auf Gemeindeflächen und besonders auf Biotopflächen wie im und um den Steinbruch Maifeiern mit (und auch ohne) Lagerfeuer nicht gestattet sind. brandgefährlich
Dass dieser Hinweis durchaus seinen Grund hat, zeigen die beiden Fotos am Sprengbunker oberhalb des Steinbruchs.



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Vorrat für den 1. Mai




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brandgefährlich

20.4.19: Nach einem extrem trockenen Jahr 2018, einem niederschlagsarmen Winter und einem bislang sehr trockenen Frühjahr besteht derzeit die erhebliche Gefahr, dass Wald und Flur durch offene Feuer großflächig in Brand geraten können. Deshalb sollte man tunlichst auf Osterfeuer oder die beliebten Maifeuer verzichten. Grundsätzlich sind Maifeiern auch nicht auf gemeindeeigenen Flächen in der Flur gestattet. Das gilt zum Beispiel auch für den Steinbruch.
Hinsichtlich der privaten Maifeiern in der Flur ist auch ein Beitrag aus der Erlabrunner Gemeinderatssitzung vom 7.2.19 von Interesse. Dort appellierte eine Gemeinderätin an die Gemeinde, "die Hauptakteure bei den Feierlichkeiten zum 1. Mai bzgl. Lautstärke und Rücksichtnahme auf die Bürger zu sensibilisieren." Das sollten sich auch die Feiernden in Margetshöchheim zu Herzen nehmen, von denen manche seit Jahren große Teile des Orts bis in die frühen Morgenstunden beschallen. Der 1. Mai ist kein Freibrief für massive Ruhestörung.



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Rettet uns vor den Insekten?

17.4.19: Dass der Schutz von Bienen und Insekten vielen ein Herzensanliegen ist, wollen wir gar nicht bezweifeln. Dass bei etlichen die Liebe zu Insekten - im Hause wie im Garten - sehr begrenzt ist, dürfte ein offenes Geheimnis sein. Man braucht sich nur einmal zu Beginn der Gartensaison die Baumarktprospekte ansehen. So pries einer in der letzten Woche auf einer ganzen Seite Insektenspray, Wespenspray, einen Insektenkiller "Power" und manches mehr an.
Dabei stehen neben Hornissen sogar Wespen unter Naturschutz: https://praxistipps.focus.de/stehen-wespen-unter-naturschutz-alle-infos_104882



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Ewiggestrige sind eine Schande immer und überall

10.4.19: Die MM hat sich auf dieser Website und in ihrem MM-Blättle bereits mehrmals eindeutig und ohne falsche Scheu mit dem Heldentod des jungen Baldersheimer Soldaten Alfred Eck befasst und ihre Hochachtung für diesen Patrioten zum Ausdruck gebracht, der in den letzten Kriegstagen 1945 seinen Heimatort vor der Zerstörung bewahrte und dafür von einem fanatischen Nazioffizier auf dem Auber Marktplatz aufgehängt wurde. Allein, dass wir offen darauf hinwiesen, dass einige ehrenwerte Zeitgenossen die Benennung der Auber Schule nach Alfred Eck hintertrieben haben, hat uns auch hier im Ort nicht nur Zuspruch gebracht. Ganz im Gegenteil, wir wurden deswegen übel beschimpft und verleumdet. Wir haben bereits mehrmals darüber berichtet: Vergangenheitsbewältigung, auch bei uns?
Am vergangenen Wochenende wurde nun im Auber Spitalmuseum eine Ausstellung über Alfred Eck eröffnet: https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Ausstellung-eroeffnet-Aub-gedenkt-der-Retter-von-Baldersheim;art736,10214602

Der durch seine hervorragenden Beiträge bekannte Main-Post-Journalist Thomas Fritz hat mit seinem "Standpunkt" unter der Überschrift "Alfred Eck verdient Anerkennung" den richtigen Ton gefunden:
Ehre, wem Ehre gebührt. Endlich werden die Retter von Baldersheim in einer Ausstellung gewürdigt. Es ist ein Anfang. Ein Zeichen dafür, dass im kleinen Städtchen Aub langsam damit begonnen wird, ein wichtiges Stück Stadtgeschichte aufzuarbeiten. Freilich ist das 74 Jahre, nachdem Alfred Eck für seine Heldentat ermordet wurde, reichlich spät. Drei Tage baumelte er am Galgen am Marktplatz, Kommunionkinder zogen an ihm vorbei, Eck sollte ihnen und anderen ein abschreckendes Beispiel sein.

Das wirkt noch heute bei einigen nach. Noch immer sehen sie den jungen Soldaten Alfred Eck nicht als den Helden an. Weiter suchen sie nach Argumenten, um ihn zu schmähen. Mit der Ausstellung will Aub aufklären, aufräumen mit Stammtischparolen und Vorurteilen.

Doch, warum diese vorsichtige Zurückhaltung? Am Sonntag wäre der Zeitpunkt gewesen, Alfred Eck endlich mit einer verdienten Gedenktafel am Marktplatz zu ehren. Am Sonntag wäre auch der richtige Zeitpunkt gewesen, eine Alfred-Eck-Schule in Aub auszurufen. Solange dies nicht passiert, bekommt Alfred Eck nicht die Ehre, die ihm eigentlich gebührt.

Den Worten von Thomas Fritz kann ich mich nur anschließen. Es ist zutiefst beschämend, wenn sich noch heute Ewiggestrige, ob bewusst oder unbewusst, zu Komplizen eines verbrecherischen Regimes machen und einem Helden, der sich tatsächlich für seinen Heimatort geopfert hat, die letzte Ehre verweigern, mit der sie in Sonntagsreden gerne hausieren gehen. Man kann sehr wohl erwarten, dass man heute, nachdem das ganze Ausmaß dieses mörderischen Krieges jedem bekannt sein muss, nicht einem Alfred Eck die Ehre abschneidet, indem man die Benennung der Auber Schule nach diesem heldenhaften Bauernsohn hintertreibt. Einem Menschen, der wohl in den letzten Kriegstagen mehr Heldentum als mancher Ritterkreuzträger bewiesen hat. Um so unverständlicher ist es mir, dass sich auch hier am Ort mancher auf die Seite eines Schulamtsdirektors geschlagen hat, der sicher auf manche Beförderung Einfluss nehmen konnte, der aber noch 50 Jahre nach Kriegsende nicht bereit war, der Auber Schule den Ehrennamen "Alfred Eck" zu gönnen.

Peter Etthöfer





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wie schnell wird in der Dorfstraße gefahren?

3.4.19: Viele Bewohner in der Dorfstraße beschweren sich, dass dort, in einem sog. "verkehrsberuhigten Bereich", zu schnell gefahren wird. Vielen ist wohl gar nicht bekannt, dass in solchen Bereichen nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist, also maximal 7 km/h. Dort muss auch im ganzen Straßenbereich auf spielende Kinder Rücksicht genommen werden. Außerdem sind in solchen Straßen Fußgänger und Fahrzeuge gleichberechtigt. Parken ist lediglich auf eingezeichneten Flächen gestattet.
Die Gemeinde hat in der Dorfstraße in den letzten Monaten eines ihrer Geschwindigkeitsmessgeräte abwechselnd in beiden Fahrtrichtungen stationiert und nun die Ergebnisse ausgewertet. Demnach haben 99,8 % bzw. 100 % der Fahrerinnen und Fahrer die zulässige maximale Geschwindigkeit überschritten. Das Ergebnis sollte uns auf jeden Fall wachrütteln und zu verstärkter Vorsicht und Rücksichtnahme ermuntern, da der verkehrsberuhigte Bereich vor allem für die Schwächsten im Verkehrsgeschehen gedacht ist. Die Überschreitungen in den einzelnen "Geschwindigkeitsklassen" können Sie den beiden Dateien entnehmen:
dorfstrasse.pdf [123 KB] und dorfstrasseabwaerts.pdf [132 KB]


 


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dafür bräuchten wir einen Lottogewinn

28.3.19: Vor kurzem berichteten wir über die finanziellen Herausforderungen, vor denen Margetshöchheim steht: das liebe Geld ... . Dazu passt, dass die "Integrierte ländliche Entwicklung" (ILE) zu Beginn ihrer Aktivitäten zwei "Leuchtturmprojekte" realisieren wollte, eine Vinothek in Thüngersheim und ein Streuobstzentrum in Margetshöchheim. Für letzteres entwickelte die Landesanstalt in Veitshöchheim ein Konzept, das es in sich hatte: Man rechnete mit Kosten von zehn Millionen. Das war für Bürgermeister Brohm eine Hausnummer, die doch etwas zu groß war, obwohl er eigentlich an Millionenprojekte gewöhnt sein muss, zumindest auf dem Papier. Denn die die dicken Eier kommen erst noch: Schulsanierung, Steg, Mainpromenade und, und, und ...



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Wie ernst ist es uns ...?

23.3.19: Wie ernst ist es uns mit der Vermeidung von Plastikmüll?
Seit uns so richtig bewusst geworden ist, dass im Meer eine Unmenge Plastikmüll schwimmt, dass Wale an diesem Müll elend verenden, dass wir mit der Nahrung immer mehr Mikroplastikteilchen aufnehmen, ist die Vermeidung von Plastikmüll ein Thema geworden, auch in der Politik. Wenn die sich allerdings auf das Verbot von Strohhalmen beschränkt, dann ist dies allenfalls eine Alibiaktivität. Neuerdings hat man übrigens herausgefunden, dass unsere Böden noch stärker mit Plastikmüll verseucht sind als die Meere. Das soll vor allem an den Biogas- und Kompostierungsanlagen und der dortigen Verarbeitung von unverkäuflichen und noch verpackten Lebensmitteln liegen, durch die Plastik auf dem Weg über Boden und Nahrung in den menschlichen Organismus gelangt.
Vor wenigen Tagen war der erste in Franken gestochene Spargel der Presse eine herausgehobene Meldung wert, der natürlich unter Plastikfolien herangewachsen ist. Was bei Spargel oder in der Gemüseanbauregion um Unterpleichfeld schon seit einiger Zeit üblich ist, wird in Spanien bereits seit langem auf quadratkilometergroßen Folienplantagen praktiziert. Der Kampf gegen die eingeschweißte Gurke und die Flut von Kunststoffverpackungen ist sicher richtig und nötig. Es ist allerdings allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn kilometerlange Plastikbahnen und Foliengewächshäuser im Gemüse- und Obstanbau Standard sind.
Regional und saisonal einkaufen ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber leider auch keine Garantie für die Plastikmüllvermeidung, besonders wenn die Discounter jetzt auch verstärkt auf dem Biomarkt mitmischen.



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nachhaltig?

6.3.19: Wie nachhaltig ist unser Wirtschaftssystem?
Wenn es um "Peanuts" geht, etwa um den Einsatz von LED-Leuchten, dann sind wir bei der Nachhaltigkeit zumindest vordergründig Weltmeister. Das ist sicher nicht verkehrt, da Kleinvieh bekanntlich auch Mist macht.
Wenn es jedoch ums große Ganze geht, um die Stellschrauben unseres Wirtschaftssystems, dann überlassen wir das dem Markt, dem freien Spiel der Kräfte. Und dabei bleibt die Nachhaltigkeit schnell auf der Strecke. So gibt es heute nicht mehr wie früher einen einzigen Paketdienst, der den Privatmann oder eine Firma beliefert, sondern eine beträchtliche Zahl von Zulieferern, was besonders bei Firmen auffällt, wenn im Laufe des Tages die verschiedensten Paketdienste vorfahren und das liefern, was ein einziger auch könnte. Was sicher vor allem dem boomenden Onlinehandel geschuldet ist. Allein wenn man den dadurch zusätzlich verbrauchten Sprit und die damit verbundene Schadstoffbelastung betrachtet, ist das bestimmt nicht nachhaltig. Ganz zu schweigen von der Vernichtung von Retouren und der damit verbundenen Vernichtung von Ressourcen und den Hungerlöhnen, die in Teilen der Branche üblich sind.




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die anderen sind ja auch böse ...

17.2.19: Es ist zum Haare ausraufen, falls man noch welche hat: Egal, ob es um den Klimawandel oder das Volksbegehren geht, die dümmliche Reaktion, die momentan in den sozialen Medien und auf den Leserbriefseiten der Presse grassiert, lässt einen am Verstand der Menschheit zweifeln. Statt sich mit den offensichtlichen Problemen beim Klimawandel oder beim weltweiten Artensterben auseinanderzusetzen, reagiert man wie ein kleines Kind, wenn es sich erwischt fühlt: Die anderen sind ja auch böse.
Da hält man den für die Rettung des Klimas demonstrierenden Schülern vor, sie würden ja mit spritschluckenden SUVs in die Schule kutschiert. Und den Unterzeichnern des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" hält man vor allem aus den Reihen der Bauernverbandslobby vor, man sollte lieber in den Vorgärten Bienenstauden pflanzen, statt dort lebensfeindliche Steinwüsten zu platzieren. Beide Vorwürfe sind ja nicht per se aus der Luft gegriffen. Wenn sie aber der Vorwand dafür sind, seine eigene Untätigkeit zu kaschieren, ist das Scheinheiligkeit hoch 2.
Das mag zwar eine menschlich verständliche Reaktion sein, hilft aber bei der Problemlösung keinen Schritt weiter. Sicher ist: Wer Artenvielfalt einfordert, sollte vor der eigenen Haustüre anfangen. Und wer den Klimawandel stoppen will, sollte vor allem mit Energie sparsam umgehen. Das kann aber kein Grund sein, geduldig zu warten, bis die Politik Klimaschutz betreibt, der den Namen auch verdient, zum Beispiel auf die extrem schädliche Braunkohle zu verzichten. Oder die Weichen für eine Landwirtschaftspolitik zu stellen, die bei der Produktion von Lebensmitteln auf die natürlichen Lebensgrundlagen Rücksicht nehmen kann. Dass dies funktionieren kann, haben bereits viele Landwirte gezeigt. Es darf allerdings nicht so sein, dass von einer Berufsgruppe Leistungen für Umwelt und Natur zum Nulltarif gefordert werden. Das kann und wird nicht funktionieren. Staatliche Fördermittel gibt es genug. Aber die sind bislang hauptsächlich bei Großbetrieben angekommen, statt dass man die Leistungen für die Gesellschaft anständig honoriert hat. Hier müssen vor allem CDU und CSU über ihren Schatten springen.
Bei aller Kritik an der Politik, die sich gerne auf Appelle und freiwillige Leistungen der Landwirte beschränkt hat, dürfen wir natürlich auch nicht vergessen, dass wir Verbraucher dann mitziehen müssen. Mehr Biolandwirtschaft und mehr Tierschutz in der Tierhaltung können nur funktionieren, wenn wir uns nicht in die eigene Tasche lügen. Wir müssen endlich einsehen, dass man für gute Qualität auch einen guten Preis bezahlen muss. Dann kann eine vernünftige Politik funktionieren, bei der Landwirte und Verbraucher an einem Strang ziehen. Mit der Parole "Geiz ist geil" werden wir bestimmt keinen Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und keinen Klimaschutz erhalten.
Allen, die selbst aktiv werden wollen, empfehlen wir den Beitrag der LWG-Expertin Scheu-Helgert inder Wochenendausgabe der Main-Post:
https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Garten-Tipps-Wie-jeder-was-fuer-Bienen-tun-kann;art736,10177700



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Informationsdefizit? Ja, aber wo?

14.2.19: Die Gemeinderatssitzung vom 12.2. hatte lediglich einen einzigen öffentlichen Tagesordnungspunkt und dauerte trotzdem sehr lange. In der Sitzung ging es um die Verlagerung der Vorschulgruppe des Kindergartens in die Verbandsschule, wo geeignete Räume in Zusammenarbeit mit der Schule gefunden wurden. Nötig wurde dies, weil verstärkt Betreuungsplätze in der Kinderkrippe nachgefragt werden und in den Containern keine weitere Gruppe Platz hat, so dass die zusätzliche Krippengruppe im Kindergarten untergebracht werden muss. Wegen der Raumnot genehmigte das Landratsamt außerdem den Betrieb der Notgruppe im Turnraum für weitere 3 Jahre. Etliche betroffene Eltern waren bei der Sitzung als Zuhörer anwesend. Sie konnten anschließend ihre Bedenken vortragen. Einige kritisierten, dass ihre Kinder in einen Raum inder Verbandsschule wechseln sollen und hatten kein Verständnis dafür, dass weitere Kinder in der Kindertagesstätte aufgenommen werden sollen. Dabei wurde vom Landratsamt lediglich der Umzug der Vorschulgruppe genehmigt, da dies auch pädagogisch sinnvoll sei.
Da die katholische Kirchenstiftung als verantwortlicher Maßnahmenträger derzeit und wohl auch auf absehbare Zeit handlungsunfähig ist, hat sich Bürgermeister Brohm auf die Suche gemacht und ist schließlich in der Schule fündig geworden. Aus den Reihen der SPD wurde an diesem Vorgehen deutliche Kritik geübt. Man warf dem Bürgermeister vor, die Gemeinderäte nicht genügend informiert zu haben und die Alternativstandorte nicht ausreichend geprüft zu haben.
In der Sitzung wurde deutlich, dass es tatsächlich ein erhebliches Informationsdefizit gab. Das lag allerdings nicht an der Informationspolitik von Bürgermeister Brohm, sondern wohl eindeutig am Informationsfluss innerhalb der SPD-Fraktion und möglicherweise auch innerhalb der Schule. Die Fraktionsvorsitzenden und der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport wurden vom Bürgermeister mehrmals umfangreich informiert. Auch die Gründe, warum provisorische Alternativen wie die Tennishalle oder das gemeindeeigene Haus in der Ludwigstraße nicht in Frage kommen, wurden kommuniziert. Es lag größtenteils an den horrenden Umbaukosten. Es ist sicher richtig, wenn man sich bei einem Thema wie der Kindertagesstätte viel Zeit für Diskussionen nimmt. Man sollte sich und andere dabei aber nicht mit haltlosen Vorwürfen aufhalten, sondern sich auf die sachliche Seite der Themen beschränken.
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurde erstmals öffentlich bekannt, dass sich Bürgermeister Brohm angesichts des Wegfalls einer Geschäftsführung durch den kirchlichen Träger bereit erklärt hat, in Zusammenarbeit mit der Caritas um die Kindertagesstätten zu kümmern. Man kann nur hoffen, dass sich der Bürgermeister angesichts des ungelösten Desasters mit der Krippe und der Notwendigkeit, zeitnah einen Anbau oder Neubau der Kindertagesstätte auf den Weg zu bringen, nicht übernimmt. Sein Einspringen ist sicher ehrenwert, aber auch eine zusätzliche erhebliche Belastung für ihn und wahrscheinlich auch für Teile der Gemeindeverwaltung.



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Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?

6.2.19: Wir haben Ihnen in den letzten Wochen einige Details der momentan diskutierten Planung für die Umgestaltung der Mainpartie vorgestellt:
eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil I)
eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil II)
eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil III)
Da man derzeit damit rechnen muss, dass die 7 fetten Jahre vorbei sind und Steuermittel und Zuschüsse nicht mehr ungebremst fließen werden, haben wir uns zum finanziellen Aspekt der Sanierung der Mainpartie einige Gedanken gemacht:
Da die finanziellen Ressourcen der Gemeinde nicht in den Himmel wachsen, meint die MM, dass man beim 1. Bauabschnitt zwischen dem Sportplatz und dem Steinernen Weg auf unnötige und teure Maßnahmen verzichten sollte. Nicht, dass am Ende beim wichtigsten Teil der Altortsanierung, dem sog. „Marktplatz“ zwischen dem Rathaus und der Pointstraße, das Geld ausgeht. Man darf nicht vergessen, dass die Gemeinde noch eine ganze Reihe weiterer kostenintensiver Baustellen auf dem Schirm hat, die oft auch langfristig Jahr für Jahr erhebliche Folge- und Unterhaltskosten mit sich bringen. Man denke nur an die Sanierung der Schule, die auf 20 Mio. € veranschlagt ist, an den Stegneubau, an den erforderlichen Neu- oder Anbau einer Kindertagesstätte, an die mit 800.000 € geschätzte Sanierung des oberen Hochbehälters, an den Parkplatz in der Ludwigstraße, an den geplanten Ankauf des gesamten Klostergeländes hinter der Kirche mit allen Gebäuden und einem enormen Sanierungsaufwand, um nur einige Beispiele zu nennen. Ganz abgesehen davon, dass uns möglicherweise noch unvorhergesehene kostenintensive Überraschungen vor die Füße fallen, wie z.B. jetzt die Hochbehältersanierung.
Sicher, für manches gibt es auch staatliche Förderung, wobei immer nur ein Teil förderfähig ist. Zudem fließen meist nur Fördergelder, wenn die Maßnahme richtig aufwendig und teuer ist, so dass vieles unter dem Strich ohne Förderung schneller und günstiger verwirklicht werden kann. Das gilt mit Sicherheit für den Bauabschnitt zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz.



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etliche Probleme mehr

5.2.19: Bürgermeister Brohm ist nicht zu beneiden, derzeit hat er etliche Probleme mehr. Die Verwerfungen in der Diözese, die zwei hochrangigen Mitarbeitern den Job gekostet haben, hinterlassen vielerorts tiefe Spuren. Niemand traut sich offensichtlich so recht hinter dem Ofen hervor, kaum jemand will in der Diözese Verantwortung übernehmen. Eine Folge ist, dass dies auch die örtlichen Kirchenverwaltungen angesteckt hat, die oft handlungsunfähig sind oder teilweise gar nicht mehr existieren. Davon ist auch Margetshöchheim betroffen. Der Ankauf des Klostergeländes durch die Gemeinde, den Bürgermeister Brohm eingefädelt hat, liegt auf Eis, ebenso wie der Ankauf eines kirchlichen Grundstücks oberhalb der Staatsstraße. Noch problematischer sind die Auswirkungen auf die Kindertagesstätten am Ort. Bei der Kinderkrippe, deren Sanierung seit Jahren auf dem Abstellgleis steht, neuerdings auf dem juristischen, wären gerade momentan eine klare Linie und Entscheidungskraft dringend nötig. Dass jetzt dringend über den Anbau oder Neubau beim von der Kirche verwalteten Kindergarten entschieden werden muss, ist schlichtweg ein Fiasko. Schließlich gibt es die aktuell hohen Zuschüsse für derartige Projekte wohl nur noch in diesem Jahr.



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alles heiße Luft? die richtige Antwort!

30.1.19: Ergänzend zu unserem letzten Link wieviel Schadstoff sollen wir vertragen? hier ein Kommentar aus dem Spiegel:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/feinstaub-positionspapier-lungenarzt-widerspricht-seinen-kollegen-a-1249884.html



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wieviel Schadstoff sollen wir vertragen?

28.1.19: Egal ob Luftschadstoffe, Tempolimit oder Trickserei der Autokonzerne, CSU-Minister Scheuer sieht das alles recht locker und wenig Anlass, aktiv zu werden. Da kam ihm offensichtlich die Erklärung von 100 Lungenfachärzten gerade recht, die allerdings längst nicht für die Mediziner repräsentativ sind, wie der folgende Beitrag zeigt:
https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_85156056/internationale-lungenaerzte-verteidigen-stickoxid-grenzwerte.html



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Ökologisch tote Vorgärten

27.1.19: Die Liebe zu Wald, Wiese und Natur ist den Deutschen nicht fremd. Und wenn es im Urlaub ist, dürfen Natur und Ambiente auch ruhig etwa wilder und urig sein. Vor der eigenen Haustüre endet allerdings für viele der Spaß am Wildwuchs. Vielerorts haben Schotter und Kieselsteine jedoch Natur und Grünwuchs verdrängt, die Vorgärten gleichen oft einem ökologischen Kontrastprogramm. Ganz neu ist das nicht, wie ein Beitrag in der FAZ vom 20.6.2014 zeigt:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-zierschotterplage-mein-schoener-vorgarten-13001049.html
Dass das Thema immer noch aktuell ist, zeigt der Beitrag "Steine statt Schneeglöckchen" vom 20.1.19 ebenfalls in der FAZ , in dem berichtet wird, dass manche Kommunen in ihren Bebauungsplänen bereits ein "Schottergartenverbot" aufgenommen haben:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/verbot-von-schottergaerten-steine-statt-schneegloeckchen-15992058.html
Im FAZ-Beitrag wird auch von Gegenmaßnahmen mit satirischem Einschlag berichtet:
"Der Nabu veranstaltete einen Fotowettbewerb zum Thema, und eine Facebookgruppe namens „Gärten des Grauens“, initiiert von einem Biologen, sammelt die schlimmsten Beispiele und macht sich darüber lustig. Wer sie durchblättert, möchte sofort ein Apfelbäumchen pflanzen und eine Blumenwiese säen." (https://de-de.facebook.com/GaertenDesGrauens/ und https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/naturschutz-im-garten/23829.html )



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katastrophale Aussichten

22.1.19: Ergänzend zu unserem Beitrag Hochachtung vor diesen Jugendlichen!!! empfehlen wir Ihnen den folgenden Link:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/weltwirtschaftsforum-warnt-vor-risiken-und-spaltung-a-1248296.html



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Hochachtung vor diesen Jugendlichen!!!

20.1.19: Dass am Freitag in Würzburg 1000 junge Menschen und in aller Welt wohl hunderttausende Schüler ihre Schulen verlassen haben und für einen Klimaschutz, der diesen Namen auch verdient, auf die Straße gegangen sind, verdient Hochachtung. Um an einer "normalen" Demonstration teilzunehmen, muss man allenfalls den inneren Schweinehund der Bequemlichkeit überwinden. Dazu jedoch die Schule zu verlassen und höchstwahrscheinlich noch eine Strafe zu kassieren, zeigt, dass diese Jugendlichen den Ernst der Lage erkannt haben und bereit sind, für Ihre Zukunft und die Zukunft unserer Welt etwas zu riskieren. Obwohl die Erwachsenen und vor allem die in der Regierungsverantwortung stehenden Politiker genau wissen müssten, was die verharmlosend als Klimawandel bezeichnete sich anbahnende Klimakatastrophe für uns alle bedeutet, wird weiterhin in großem Umfang Braunkohle für die Stromgewinnung verheizt und von der Autolobby und Verkehrsminister Scheuer alles getan, um eine Wende in der Mobilitätspolitik zu verhindern, den wir dringend nötig hätten.
Hut ab vor den Schülern, deren Aktivitäten an die 68er Zeit erinnern. Beschämend ist, dass es in einigen Bundesländern gerade die Junge Union und die Schülerunion waren, die Konsequenzen für die demonstrierenden Schüler gefordert haben. In die Hirne der strammen CDU-Junioren ist wohl noch gar nicht vorgedrungen, dass sich die Erderwärmung, die sich schon deutlich anbahnt, auf der ganzen Bandbreite unseres Lebens bemerkbar macht. Es sind eben nicht nur ein paar Tier- oder Pflanzenarten, die dann vom Erdball verschwinden werden. Die Folge der Klimakatastrophe, die vor allem auch global die Landwirtschaft betrifft, wird eine gigantische Wanderungsbewegung auslösen, gegen die Merkels "Wir schaffen das" ein Ponyhof war.



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Bauplatzmangel?

12.1.19: Landauf, landab wird über den Mangel an Bauland gejammert. Die Realität sieht jedoch vielerorts anders aus. In Leinach wird derzeit ein neues Baugebiet mit 47 Bauplätzen ausgewiesen, obwohl es dort 2018 noch 110 freie Bauplätze gab Gemeinderatssitzung am 15.1.19, Beginn 18 Uhr (Top 5). In Zell will die Gemeinde sogar auf 7,35 ha ein noch viel größeres Baugebiet ausweisen.
Begründet wird all dies meist mit dem Mangel an Wohnraum. Dabei bedeutet ein Überangebot an Bauland noch lange nicht, dass dadurch die Wohnungsnot behoben werden kann. Abgesehen davon, dass vor allem in den Ballungszentren der Wohnungsmarkt extrem angespannt ist, nicht jedoch auf dem flachen Land. Dort bedeuten jedoch neue Baugebiete in aller Regel ein Mehr an Landschaftsverbrauch und Zersiedelung.



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Vergangenheitsbewältigung, auch bei uns?

10.1.19: Wenn man in Deutschland von Vergangenheitsbewältigung spricht, denkt man immer an die Zeit des Naziregimes, in der Deutschland über die Welt und auch über sich unsägliches Leid gebracht hat. Wenn man heutzutage - wie in den letzten Tagen in der Main-Post - nach fast 75 Jahren immer noch von Vergangenheitsbewältigung liest, dann kann das nur bedeuten, dass in den ersten Jahrzehnten nach der Nazi-Diktatur die Vergangenheit nicht oder nur sehr spärlich aufgearbeitet und bewältigt wurde. Das ist nicht nur eine Vermutung, sondern leider auch Realität. Die alten Nazis waren nach 1945 schnell wieder oben auf und besetzten wichtige Posten in Politik, Wirtschaft, Universitäten und besonders auch in der Justiz. So verfasste Adenauers Staatssekretär Globke den Kommentar zu den Nürnberger Rassegesetzen, also praktisch die juristische "Betriebsanleitung" für die Verfolgung von Juden, Sinti, Roma und anderen.
Wie am 8.1.19 in der Main-Post zu lesen war, überprüft seit zwei Jahren eine vom Würzburger Stadtrat eingesetzte Kommission, ob Würzburger, nach denen eine Straße benannt ist, durch ihre Nazi-Vergangenheit oder ihre Nähe zum Regime dieser Ehre überhaupt würdig sind. Dabei geht es wohl auch um eine Person, nach der eine Straße im Zeilweggebiet benannt ist.
Auslöser war eine Straße in Lengfeld, die in Kenntnis seiner NS-Vergangenheit 1985 nach dem ehemaligen Würzburger Oberbürgermeister Helmuth Zimmerer benannt worden war. 2015 benannten die Ratsmitglieder schließlich die Straße um, nach dem katholischen Antifaschisten Georg Angermaier, der in der NS-Zeit unter mysteriösen Umständen zu Tode kam. Damit erinnert die Straße an einen mutigen Gegner des NS-Regimes, der diese Würdigung ehrlich verdient hat.
Einen Tag später (am 9.1.19) berichtete die Main-Post im überregionalen und im Landkreisteil von einem ähnlichen Vorgang, der in der Dimension allerdings wesentlich gravierender war und der überdeutlich zeigte und wohl auch zeigt, dass das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte mancherorts noch immer nicht einmal ansatzweise bewältigt ist.
https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Alfred-Eck-bekommt-eine-Ausstellung;art779,10149052
Es geht um die gescheiterte Benennung der Auber Schule nach dem Baldersheimer Alfred Eck, der in den letzten Kriegstagen auf dem Auber Marktplatz aufgehängt wurde, weil er mit einer weißen Fahne auf die anrückenden Amerikaner zuging und so die Zerstörung seines Heimatdorfes verhinderte. Beides, die Georg-Angermaier-Straße und die gescheiterte Benennung der Schule nach Alfred Eck, haben etwas miteinander zu tun (und ein ganz klein wenig auch mit Margetshöchheim).
Georg Angermaiers Sohn, der Notar Kilian Angermaier, hat nämlich als Auber Stadtrat die Benennung der Schule nach Alfred Eck beantragt und durchgesetzt. Warum die Schule doch nicht nach dem Retter von Baldersheim benannt wurde, berichtet die Main-Post in der gestrigen Ausgabe: "... Doch alte Kriegsveteranen und das Schulamt mischten sich hinterher ein. Der Name Eck wurde schlechtgemacht. Die Auber Schule dürfte doch nicht den Namen eines Verräters tragen, wehrte sich der damalige Schulamtsdirektor vehement ...". (Der Schulamtsdirektor war der 2018 verstorbene Fritz Schäffer.)
Als die Margetshöchheimer SPD Ende 1995 kurz vor der Kommunalwahl eine Veranstaltung mit Fritz Schäffer durchführte, erinnerte die MM im MM-Blättle (50 Jahre nach Kriegsende) an die Rolle Schäffers bei der verhinderten Namensgebung der Auber Schule. Die Folge war eine bis dahin noch nie erlebte Schmutzkampagne der örtlichen SPD vor allem gegen Peter Etthöfer.
Im Wahlkampfpamphlet der SPD war u.a. die Rede von „publizistischen Methoden, die aus der braunen Hexenküche stammen“, von ständigen Diffamierungen und dass sich bei "Herrn E. die respektvolle Nennung seines vollen bürgerlichen Namens angesichts seiner ständigen persönlichen Beleidigungen von selbst verbietet“.
Von einer Partei wie der SPD, hätte man so etwas eigentlich nicht erwartet, gerade angesichts des Schicksals von Alfred Eck, auf dessen Sterbebild man lesen konnte: "Durch seinen Opfertod am 7. April 1945 rettete er sein Heimatdorf vor der Vernichtung." Von Alfred Eck und seinem Schicksal war in dem SPD-Blättchen damals übrigens kein Wort zu lesen. So viel zum Thema "Vergangenheitsbewältigung".
Wir haben übrigens erst nachträglich erfahren, dass Herr Schäffer SPD-Mitglied war.



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