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Neugestaltung Mainpartie

Zum Vergleich

17.8.19: Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 24.7.2019 mehrheitlich die Grundlagen für den Ausbau des Bauabschnitts 1 der Mainpromenade beschlossen. In der nördlichen Hälfte soll ein Spielplatz entstehen. Der Fußweg soll mäandrierend zum Main und wieder zurück in Richtung Radweg führen. Am Mainufer sind drei Holzdecks geplant. Neben dem Radweg soll eine Art Notweg für Fußgänger entstehen, der allerdings wohl nur optisch, aber nicht räumlich vom Radweg getrennt ist. Am nördlichen Beginn des Bauabschnitts soll auf Höhe des Steinernen Wegs ein gepflasterter Platz mit einer monumentalen Betonbank entstehen Betonbänke: Nein danke! .
Außerdem sollen im Bereich des Bauabschnitts 1 einige Skulpturen aufgestellt werden. alternative21619.pdf [679 KB] und Wer blickt da noch durch? Teil I

Der Gemeinderat hatte sich bereits in den Vorjahren mit den Planungen beschäftigt und dabei eine naturnahe Lösung favorisiert, so zum Beispiel beim Workshop am 21.1.17: Protokoll des Gemeindeworkshops 2017 . Demnach wäre der Fußweg parallel zum Radweg, aber deutlich getrennt und gut beleuchtet geführt worden. Genau dies hat die MM bis zuletzt favorisiert. Das Planungsbüro hat jedoch eine Variante mit Spielplatz vorgelegt, die der Gemeinderat nun mehrheitlich beschlossen hat, obwohl sie erheblich teurer wird. Von naturnah kann da kaum mehr die Rede sein.



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Protokoll des Gemeindeworkshops 2017


Protokollauszug vom 21.1.2017 



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Wer blickt da noch durch? Teil 3

6.8.19: Wer blickt da noch durch? Teil II
Wer blickt da noch durch? Teil I
Auf welche Forderungen wurde eingegangen?
Die Planungen für den Bauabschnitt I der Mainpromenade stießen teilweise auf erheblichen Widerstand bei etlichen Bürgerinnen und Bürgern, bei der MM, beim Bund Naturschutz und dem Agenda 21-Arbeitskreis.
Es fragt sich nun, ob und in welchem Umfang der Gemeinderat auf diese Einwendungen eingegangen ist:
Erhalt des naturnahen Charakters der Fläche im Landschaftsschutzgebiet: Der vorgesehene Spielplatz, die Zerteilung durch einen mäandrierenden Weg und die Holzpodeste am Ufer entwerten das Landschaftsschutzgebiet.
Fußweg parallel zum Radweg mit deutlicher Trennung der beiden Wege (z. B. durch die vorhandene Rinne): Der Weg wird lediglich im südlichen Teil einigermaßen parallel geführt. Eine deutliche Trennung als Schutz der Fußgänger vor dem zunehmenden Radverkehr findet nicht statt.
Abgrenzung des Spielplatzes gegenüber dem Main und dem Radweg zum Schutz der Kinder: Man kann wohl davon ausgehen, dass der nach den neuen Planungen langgestreckte Spielplatz kaum abgegrenzt werden kann und wird.
Schutz der Schwarzpappeln am Mainufer: Man kann wohl davon ausgehen, dass ohne den Einsatz der MM die Schwarzpappeln am Mainufer auf der ganzen Länge durch den ursprünglich geplanten Bau des Uferwegs und des Spielplatzes direkt unter den Baumkronen extrem in ihrem Bestand gefährdet gewesen wären. Nun sollen Teile des Wegs und der Spielplatz weiter Richtung Radweg verschoben werden. Das mag ein kleiner Erfolg sein, den man aber nicht überbewerten sollte, da die Wurzeln der Pappeln bis nahe an den Radweg reichen und somit dadurch weiterhin ein erhebliches Gefahrenpotential für die Bäume besteht.
Zusätzlich besteht weiterhin ein erhebliches Gefahrenpotential durch abbrechende Äste, da wohl nur bei 5 Bäumen die Kronen verspannt werden sollen.




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Betonbänke: Nein danke!

4.8.19: Das Büro arc.grün hat mitten im zentralen Platz der Mainstraße vier "Margetshöchheimer Bänke" vorgesehen. Vier (im Plan grau markierte) Betonmonster, die dort nicht nur den zukünftigen Platz zerteilen würden, sondern auch die Schokoladenseite verschandeln: Margetshöchheimer Bänke .
Bei der Entscheidung über den Bauabschnitt 1 der "Mainpromenade" ist bereits eines dieser Betonmonster als "Gestaltungselement und Auftakt zum Spielplatz" vorgesehen, was bei der Gemeinderatssitzung am 24.7. wohl vielen Gemeinderäten gar nicht aufgefallen ist. Betonbänke: das hat unser Ort nicht verdient! (hell markiert)
Damit hat das Planungsbüro wohl bereits einen Fuß zwischen die Türe für die weitere Planung. Man kann nur hoffen, dass die Gemeinderäte rechtzeitig aufwachen und die bereits abgesegnete Planung noch einmal überdenken. Die MM hat bereits im Vorfeld unter Punkt 6 deutlich davor gewarnt: Bauabschnitt 1: vor der Entscheidung



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Margetshöchheimer Bänke


vier graue Schatten mitten im Platz 



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Betonbänke: das hat unser Ort nicht verdient!


Kreuzung Steinerner Weg/Alter Festplatz 



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Wer blickt da noch durch? Teil II

29.7.19:
Bürgerbeteiligung sieht anders aus
Die MM hat bereits im Anfangsstadium der Planung von arc.grün für die Gestaltung der Mainpromenade mehrmals die Beteiligung der Bürger am Planungsprozess gefordert. Bürgermeister Brohm hat jedoch lediglich auf eine Information der Bürger bei einer Bürgerversammlung vertröstet, weil man sich vorher erst einmal im Gemeinderat auf eine Ausbauvariante einigen müsse.
Normalerweise sieht eine Bürgerbeteiligung so aus, dass man die Bürger im Anfangsstadium zu einem Workshop einlädt, bei dem sie ihre Wünsche und Vorstellungen äußern können. So wurde auch bei der Aufstellung des Integrierten städtebaulichen Konzepts (ISEK) verfahren. Es liegt dann am Planungsbüro und dem Gemeinderat, die Vorstellungen der Bürger zu filtern und evtl. in das Konzept aufzunehmen. Als Peter Etthöfer für die MM später noch einmal die Bürgerbeteiligung anmahnte, sagte Herr Warm vom Büro arc.grün, dafür sei es jetzt zu spät.
Schließlich wurde die Planung am 21.5.19 in einer gut besuchten Bürgerversammlung vorgestellt Nachlese Bürgerversammlung Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung . Nahezu alle Redner äußerten sich zu etlichen Planungsdetails kritisch, vor allem zur Lage des Spielplatzes und dessen mangelnder Absicherung in nächster Nähe zum Main, zur Schädigung des monumentalen Baumbestands durch den am Main geplanten Fußweg und wegen der Gefährdung der Fußgänger, wenn ein schmaler Fußweg direkt neben dem Radweg ohne jegliche Trennung verläuft. Angesichts der vielen kritischen Redebeiträge griff Bürgermeister Brohm den Vorschlag von Etthöfer auf, die Wegeführung und den Spielplatzstandort vor Ort abzustecken und bei einem Ortstermin den interessierten Bürgern zu erläutern. Zum Ortstermin am 19.6.19 erschienen viele Bürgerinnen und Bürger, die sich ebenfalls mehrheitlich sehr kritisch äußerten Ortstermin . Die vom Bürgermeister angebotene Informationsfahrt zu von arc.grün gestalteten Spielplätzen am 17.6. stieß dagegen auf wenig Interesse.
Es gab also schon Informationen durch die Gemeinde, allerdings zu einem Zeitpunkt, an dem bereits vieles festgeklopft war und die Bereitschaft zu Änderungen nicht allzu groß war, was bei vielen Bürgern nicht gut ankam. Wesentliche und umfangreiche Informationen fand man allerdings lediglich auf der Internetseite der MM. Gespräche mit vielen Bürgern (auch während des Margaretenfests zeigten, dass sich die Begeisterung für die Planungen von arc.grün in engen Grenzen hält. Viele sprachen sich für den MM-Vorschlag aus, einen gut begehbaren Fußweg getrennt durch den bestehenden Graben und parallel zum Radweg - ähnlich wie bisher - herzurichten. Eine mittig angebrachte Beleuchtung würde dann eine optimale Ausleuchtung von Fuß- und Radweg ermöglichen. Ursprünglich waren das sowie der Wunsch nach der Erhaltung der naturnahen Flächen auch einmal der Vorschlag einer überwiegenden Mehrheit des Gemeinderats, wie man dem Protokoll eines Gemeinderats-Workshops vor einigen Jahren entnehmen kann.
Das Büro arc.grün wollte übrigens auch die Anlieger über die Planungen informieren und einbeziehen, was im Zeitplan für Ende Januar vorgesehen war, aber bis heute noch nicht geschehen ist.

Fortsetzung folgt




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Wer blickt da noch durch? Teil I

28.7.19: Am 24.7.19 beschloss der Gemeinderat die Grundlagen für die Gestaltung des Bauabschnitts 1 der Mainpromenade, eines der wichtigsten Projekte, das das Ortsbild für viele Jahrzehnte entscheidend prägen wird. Wenn man nach dem Abstimmungsmarathon bei der teilweise chaotisch verlaufenen Sitzung die Gemeinderäte gefragt hätte, was nun alles beschlossen wurde, hätte wohl mancher passen müssen. Herr Horn dürfte als Protokollführer kaum zu beneiden sein.

Abstimmung ohne ausreichende Information?
Während der Sitzung beklagten Gemeinderätinnen aus den Reihen der SPD, dass sie nicht ausreichend informiert worden seien. Wenn das stimmt, hätte man eigentlich an diesem Abend gar nicht abstimmen können. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass durch den Bürgermeister zu allen Besprechungsterminen zumindest die Fraktionsvorsitzenden eingeladen waren. Ein Problem war allerdings, dass arc.gruün in den letzten Wochen vor der entscheidenden Sitzung seine Pläne mehrmals modifiziert hat. So wurde beim Ortstermin am 19.6. eine veränderte Version abgesteckt als die vorher im Gemeinderat vorgestellte Planung. Unter dem Einfluss der massiven Kritik der Bürger beim Ortstermin erfolgte dann kurzfristig eine Planungsänderung alternative21619.pdf [679 KB] , die am 24.6. den Fraktionsvorsitzenden vorgestellt wurde. Im Verlauf der Besprechung erklärte dann Herr Wirth von arc.grün, dass seiner Meinung nach der "Notfußweg" direkt neben dem Radweg entfallen sollte. (Die MM informierte auf ihrer Website zeitnah darüber: Geänderter Entwurf für den BA 1 der Mainlände )
Am 11.7. lud schließlich der Bund Naturschutz die Bürgermeister, Vertreter der Fraktionen und Herrn Donath vom Agenda 21-Arbeitskreis zu einer Aussprache über die aktuellen Planungen ein, bei der Frau Laudenbacher ihr Konzept für einen Skulpturenweg am Main vorstellte BN lud zum Informationsgespräch ein und Stellungnahme des Agenda 21-Arbeitskreises . Bei der anschließenden Aussprache war man sich einig, dass der von arc.grün vorgesehene Spielplatz möglichst ausgedünnt bzw. dass die konventionellen Spielgeräte durch Skulpturen ersetzt werden sollten, die von den Kindern auch bespielt werden könnten. Dabei sollten auch die für Margetshöchheim charakteristischen Themen Wasser, Streuobst usw. abgedeckt werden.

Wenn nun innerhalb der Fraktionen, aus welchen Gründen auch immer der Informationsfluss nicht funktioniert haben sollte, dann hätte man bei der entscheidenden Sitzung am 24.7. die Planungen noch einmal gründlich diskutieren müssen. Die Zeit hat man sich allerdings kaum genommen, weil arc.grün wegen der Antragstellung für eine staatliche Förderung Druck machte. Eine vertiefte Diskussion des Gesamtgemeinderats wäre sicher nicht verkehrt gewesen, da die diversen Planänderungen zwischen den Gemeinderatssitzungen am 4.6. und 24.7. eigentlich nur im kleineren Kreis angesprochen wurden. Das und die teilweise nicht gerade transparenten Pläne von arc.grün mögen Grund dafür gewesen sein, dass es bei der entscheidenden Sitzung etwas chaotisch zuging. Um so unverständlicher ist es, dass Frau Kircher (SPD-Fraktion) angesichts einer Planung, die Margetshöchheims Ortsbild für die nächsten Jahrzehnte prägen soll, bei einem Redebeitrag von Peter Etthöfer heftig und energisch eine Redezeitbeschränkung forderte.

Was ist nun die Beschlusslage für den Bauabschnitt I?
Das lässt sich momentan noch gar nicht so einfach sagen. Immer wenn man (auch nach wesentlichen) Details fragte, bekam man von arc.grün als Antwort, dass das alles erst einmal mit den verschiedenen Behörden (z.B. Untere Naturschutzbehörde, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, TÜV usw.) abgeklärt werden muss. Da fragt man sich schon, warum die Planer dies nicht vorher abgeklärt haben, bevor sie die Pläne der Gemeinde vorlegten und eine umfangreiche Diskussion im Gemeinderat auslösten.
Arc.grün legte besonderen Wert auf die Abstimmung über die Wegeführung des mäandrierenden Fußwegs (Splittbelag, ohne Beleuchtung), die Sie folgendem Plan entnehmen können: alternative21619.pdf [679 KB] .
Der Weg verläuft im nördlichen Bereich zwischen dem Main und dem Radweg, wo sich vor allem der Spielplatzbereich befindet. Im mittleren Bereich verspringt der Weg an den Main, wo am Ufer eines der drei Holzdecks mit einer Länge von bis zu 20 m vorgesehen ist. Dort stehen fünf der als Naturdenkmal ausgewiesenen monumentalen Pappeln, was sicher zu einer erhöhten Verkehrssicherungspflicht führt. Bürgermeister Brohm hat übrigens erklärt, dass bereits jetzt wegen einiger Bänke in diesem Gebiet eine Verkehrssicherungspflicht besteht, an der sich durch die Wegeführung und den Spielplatz nichts ändere 20190708protokollbegehungvaeth.pdf [84 KB] . Das bezweifeln wir, da bislang gar nicht die Gemeinde, sondern die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zuständig ist. Außerdem ist es ein gewaltiger Unterschied, ob in dem Gelände wie bisher etwa 3, 4 Bänke stehen oder ob dort ein mehrere hundert Meter langer Weg mit einem Spielplatz entsteht. Im südlichen Teil schwenkt dann der Weg in Richtung Radweg und verläuft dort etwa parallel zum Radweg bis zum Seglergelände.

Das von Frau Laudenbacher vorgeschlagene Konzept zumindest einer deutlichen Ausdünnung der Spielgeräte und der Ersatz durch bespielbare Skulpturen dürfte gestorben sein, da er auf deutlichen Widerstand bei Herrn Wirth stößt. Dieses Konzept hatten die Fraktionsvertreter und die Bürgermeister bei der Aussprache am 11.7. unisono recht positiv aufgenommen. Letztendlich wird es wohl in der Planung einige Platzhalter für Skulpturen geben, die dann allenfalls Beiwerk in einem Spielgeräte-Kunstobjekte-Mischmasch wären. Eine Äußerung von Herrn Wirth lässt auch darauf schließen, dass er wenig Interesse daran hat, hier im Benehmen mit Frau Laudenbacher vorzugehen.

Direkt an den Radweg anschließend soll etwa dort, wo jetzt der Graben existiert, ein Fußgängernotweg verlaufen. Er wird nicht vom Radweg getrennt, sondern lediglich optisch markiert, was wegen des zunehmenden Verkehrs mit Rädern und E-Bikes von den Bürgern kritisch gesehen wurde. Dieser Rad-Fußweg wird allerdings erst mit dem Bauabschnitt 3 wohl kaum vor 2023 realisiert.
Weitere Informationen erhalten Sie in den nächsten Tagen.



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Bauabschnitt 1: vor der Entscheidung

24.7.19: In der Gemeinderatssitzung am 24.7.19 soll die Entscheidung über die Gestaltung des Bauabschnitts 1 der sog. Mainpromenade zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz fallen. Gespräche mit den Bürgern in den letzten Wochen (nicht nur auf dem Margaretenfest) bestärken uns in der von uns seit einigen Jahren vertretenen Position:
1.) Der Weg wird für Fußgänger und Radfahrer die wichtigste innerörtliche Verbindung zum neuen Steg und nach Margetshöchheim Süd sein.
2.) Auf dieser Trasse ist angesichts des zunehmenden Verkehrs mit Rädern, E-Bikes und neuerdings auch E-Rollern sowie Fußgängern mit einer deutlich stärkeren Verkehrsbelastung und mit einer verstärkten Gefährdungssituation zu rechnen.
3.) Deshalb ist eine strikte Trennung zwischen Radfahrern und Fußgängern erforderlich. Ideal wäre wie bisher eine Trennung der beiden Wege durch den Graben mit mittiger Beleuchtung, wodurch auch eine Gefahr durch und für den Baumbestand weitgehend minimiert würde. Ein mäandrierender Weg mit wassergebundener Decke (Splittauflage) wird mit Sicherheit gerade von älteren Menschen mit Rollator selbst bei guter Begehbarkeit kaum angenommen werden, was mit garantiert zu Konflikten und Gefährdungen auf dem Radweg führen wird.
4.) Die Wirkung der Mainpromenade auf Besucher, die über den neuen Steg aus Veitshöchheim kommen, ist im Verhältnis zu den Interessen der Margetshöchheimer Bürgerinnen und Bürger nachrangig.
5.) Der als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Bereich mit den als Naturdenkmal kartierten mächtigen Schwarzpappeln zwischen dem Fußweg und dem Main soll naturnah erhalten bleiben. Eine Möblierung mit Spielgeräten und eine Zerschneidung durch zusätzliche Wege lehnen wir ab. Holzdecks am oder über dem Ufer sind in der Anzahl und Massivität nicht sinnvoll. Allenfalls am Platz an der Einmündung des Steinernen Wegs wäre, wie in der Planung vorgesehen, ein Holzdeck denkbar.
6.) Die Schaffung eines mit hochwertigem Pflaster gestalteten Platzes an der Kreuzung des Steinernen Wegs mit dem Radweg ist in den vorgesehenen Dimensionen sowohl wegen der Kosten als auch aus gestalterischen Gründen schwer nachzuvollziehen. Durch den Platz zwischen dem entsiegelten alten Festplatz und dem Grünbereich in Richtung Sportplatz würde das Konzept eines "grünen Bands" vom Spielplatz im Norden bis zum neuen Steg gesprengt. Die unnötige Zäsur wirkt als Fremdkörper. Die dort auf dem Plan schemenhaft erkennbare "Sitzbank als Gestaltungselement und Auftakt zum Spielplatz" soll wohl eines der monumentalen grauenhaften Betonelemente sein, wie sie auch in mehrfacher Ausführung am zentralen Platz der Mainstraße unter der Bezeichnung "Margetshöchheimer Bank" vorgesehen sind. Dagegen sprechen wir uns mit Nachdruck aus.
7.) Eine Aufwertung des Bauabschnitts I durch Skulpturen statt der Spielgeräte ist zu begrüßen. Allerdings müsste vor einer Festlegung noch Klarheit über die Kosten eines Wettbewerbs, die Möglichkeiten einer Förderung und die Platzierung je nach Wegeführung geschaffen werden.
8.) Generell ist festzuhalten, dass das derzeitige Konzept von arc.grün noch viele Unklarheiten aufweist, etwa bei der Wegeführung (Notweg usw.?).
9.) Unsere kritische Haltung zur derzeitigen Planung deckt sich weitgehend mit der Stellungnahme des Agenda 21-Arbeitskreises: Stellungnahme des Agenda 21-Arbeitskreises



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ein weiterer Spielplatz?

17.7.19: Vor einiger Zeit veröffentlichten wir eine Grafik mit den Spielplätzen in und um Margetshöchheim: Spielplätze . Dort war auch der Grillplatz aufgeführt, der sich mittlerweile auch zum Spielplatz mausert. Dort war u.a. eine Königinnenschaukel vorgesehen, die der Bauausschuss wegen des geplanten Spielplatzes am Main zwischen dem Sportplatz und dem Steinernen Weg aus der Planung gestrichen hatte. Bereits beim Jugendforum zeichnete sich allerdings ab, dass die Gemeinde die Königinnenschaukel doch noch realisieren will Kinder- und Jugendforum . Derzeit sind breits die ersten Konturen auf dem Grillplatz zu erkennen. Da der Bürgermeister den Grillplatz wohl noch um einen weiteren Abschnitt vergrößern will, ist dort mit einem echten Spielplatz zu rechnen. Da fragt man sich schon, warum der Bürgermeister samt CSU und SPD auf Biegen und Brechen im Bauabschnitt I der Mainpromenade noch einen weiteren (nicht gerade billigen) Spielplatz schaffen wollen.



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Stellungnahme des Agenda 21-Arbeitskreises

16.7.19: Wir berichteten am 15.7.19 kurz über den Gesprächstermin zum Bauabschnitt 1 der Mainpromenade, zu dem der Bund Naturschutz eingeladen hatte BN lud zum Informationsgespräch ein . Dort war auch Michael Donath, der Sprecher des Agenda 21-Arbeitskreises anwesend. Seine Stellungnahme zu den modifizierten Plänen des Büros arc.grün trifft den Nagel auf den Kopf. Den Text der Stellungnahme finden Sie hier: 20190712mainpartiestellungnahmeergaenzungagend.pdf [131 KB]



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BN lud zum Informationsgespräch ein

15.7.19: Der Bund Naturschutz hatte am 11.7. die beiden Bürgermeister, Vertreter der Fraktionen, Herrn Donath vom Agenda-Arbeitskreis und Frau Laudenbacher vom Mainartkulturverein zu einer Aussprache über den Bauabschnitt 1 der Mainpromenade eingeladen. Dabei sollten die verschiedenen Positionen hinsichtlich der geänderten Planung von arc.grün ausgetauscht werden. Im zweiten Teil sollte Frau Laudenbacher über ihr Alternativkonzept für einen Skulpturenweg informieren.

Für den BN stellte Brigitte Muth-von Hinten fest, das Abrücken des Wegs und des Spielplatzes in weiten Teilen vom Ufer und damit von den Wurzeln der Bäume sei positiv. Negativ sei, dass der Weg am Ufer noch fünf große Bäume tangiere und dass dort ein bis zu 20 m breites Holzdeck mit Aufenthaltsbereich vorgesehen sei, so dass zur Sicherung ein Eingriff in den Kronenbereich zu erwarten sei. Außerdem sei der Abschnitt durch die vielen Spielgeräte zu stark möbliert. Durch die langgezogene Spielfläche gebe es einen Konflikt mit dem Interesse der Eltern nach Sicherheit, da eine Absicherung gegen den Main und den Radweg sehr schwierig sei. Kritisch sah die BN-Vorsitzende auch, dass damit zu rechnen sei, dass nachts und bei schlechtem Wetter wohl viele auf den asphaltierten Radweg ausweichen, was zu Konflikten führen könne. Des Weiteren sprach sie auch die überzogenen Kosten an.

Bürgermeister Brohm berichtete über die Begehung mit dem Baumsachverständigen Dr. Väth. Der gebe den Bäumen noch etwa 20 Jahre, eine Sicherung durch Verstrebungen in der Krone halte jeweils 10 Jahre, die Pflegemaßnahmen kosten 200€/Jahr und Baum (siehe 20190708protokollbegehungvaeth.pdf [84 KB] ). Herr Brohm betonte, er habe Vertrauen in die Experten.
Durch die Entzerrung der Spielgeräte wolle man den Anliegern, die Lärm befürchten, entgegenkommen. Skulpturen mit Spielmöglichkeiten Zahl der Spielgeräte sei nicht fix. Vor der Gemeinderatssitzung gebe es eventuell noch ein Abstimmungsgespräch mit den Fraktionsvorsitzenden. Im Gemeinderat sei dann eher ein pauschaler Beschluss vorgesehen.

Für die CSU schloss sich Simon Haupt weitgehend den Argumenten des Bürgermeisters an. Er vertrat die Ansicht, es gebe eher zu wenig Zugänge zum Fluss. Den langgezogenen Spielbereich sah er kritisch, da die Beaufsichtigung der Kinder dann schwierig sei.

Werner Stadler (SPD) äußerte sich verärgert über übertriebene Befürchtungen und vorgeschobene Gründe wie Lärm und Sicherheit. Er verwies darauf, dass es in Würzburg am engen Mainkai keine Probleme gebe.

Peter Etthöfer (MM): Er sprach sich für eine naturnahe Gestaltung aus, Natur und Bäume statt ein Spielplatz, der an dieser Stelle keinen Sinn mache. Er kritisierte, dass zu viele Podeste für den Zugang zum Wasser – drei Stück im Bauabschnitt I - vorgesehen seien. Er war sich auch sicher, dass der mäandrierende Weg mit wassergebundener Decke von älteren Personen mit Rollator kaum angenommen werde. Die Schleusensteine, die von arc.grün u.a. als Abgrenzung zwischen Main und Spielplatz ins Gespräch gebracht wurden, wirken nicht als Absperrung, sondern laden die Kinder eher zum Klettern ein. Er sei sich sicher, dass das Gelände nachträglich doch noch eingezäunt werden wird, aber nicht wegen der Sicherheit der Kinder, sondern wegen der Hunde.

Michael Donath (Agenda 21 AK): Es fehle die Trennung Fußweg-Radweg. Die Probleme durch den starken Radverkehr auf dem Premium-Radweg mit Pendlern, sportlichen Fahrern und Pedelecs werde unterschätzt. Der Graben solle als Trennung belassen werden. Erforderlich sei ein Fußweg für die zügige Verbindung zum Steg mit einzelnen Zugängen zum Main. Die Wiese wird bei schönem Wetter schon jetzt genutzt, ein Spielplatz ist hier nicht nötig. Weniger sei mehr. Es kann auch auf andere Weise Qualität erreicht werden.

Anschließend erläuterte Brigitte Laudenbacher vom MainArtkulturverein ihr Konzept für einen Skulpturenweg (siehe Präsentation):
Sie verwies darauf, dass immer mehr Gemeinden ihr eigenes Profil schärfen: Erlabrunn, Clematis / Zell, Wasser / Veitshöchheim, Schloss, Fasching / Lohr, Schneewittchen usw.
Auch Margetshöchheim habe seine Qualitäten, die bislang nirgends deutlich dargestellt wurden: Gartendorf am Main / Streuobst, Obsthalle / Straßennamen mit bedeutenden Margetshöchheimern / Wasserhaus, eigenes Trinkwasser / ... Aber nirgends werden diese deutlich dargestellt. Wichtig wäre eine Gesamtschau. In diesem Zusammenhang bedauerte sie, dass das alte Wasserhaus beseitigt worden ist.
Ein Skulpturenweg sei angesichts sehr erfolgreicher Kulturveranstaltungen (MainArt) eine Möglichkeit, ein eigenes Profil zu entwickeln. Das vertrage sich allerdings nicht mit dem Spielplatz in der bisherigen Planung von arc.grün. Dem stimmten auch fast alle anderen Teilnehmer der Runde zu. Der Spielplatz sei zu überladen. Frau Laudenbacher schlug vor, lieber Skulpturen zu installieren, die die Kreativität der Kinder anregen und auch als Spielgeräte dienen können.
In der Präsentation sind einige interessante Gestaltungsideen aus andern Gemeinden: 20190711bundnaturschutz.pdf [6.809 KB]








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Zustand der Pappeln im BA 1

14.7.19: Die MM hatte bei den Diskussionen über den Bauabschnitt 1 der Mainpromenade (zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz) eine Begehung mit einem Baumsachverständigen gefordert, um angesichts des dort geplanten Spielplatzes und eines Uferwegs das Gefahrenpotential für und durch den dortigen Pappelbestand abzuschätzen. Bei einem Gesprächstermin, zu dem der Bund Naturschutz am 11.7.19 die beiden Bürgermeister sowie Vertreter der Fraktionen und des Agenda-Arbeitskreises sowie Frau Laudenbacher vom MainARTkulturverein eingeladen hatte, gab Bürgermeister Brohm das Begehungsprotokoll bekannt: 20190708protokollbegehungvaeth.pdf [84 KB]
Nach dem vom Büro arc.grün verfassten Protokoll soll der Verkehrssicherungspflicht durch eine Kronensicherung Genüge getan werden können. Durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sei wohl auch nicht mit Schäden bei den Bäumen zu rechnen. Außerdem sei die Verkehrssicherungspflicht nicht höher als bislang.
Letzteres bezweifeln wir allerdings in aller Deutlichkeit. Schließlich befinden sich derzeit auf der Wiese lediglich einige wenige Bänke. Dagegen dürfte bei einem Weg zwischen und unter den Bäumen und einem Spielplatz sowie Uferpodesten im Bereich der Bäume, wie sie die Planung vorsieht, ein wesentlich größeres Gefahrenpotential gegeben sein.
Das geht eindeutig aus dem Schreiben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) und der Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt hervor: wie naturnah ist der BA 1? . Außerdem liegt die Verkehrssicherungspflicht derzeit bei der WSV. Bei der Verwirklichung der von arc.grün vorgelegten Planungen geht sie allerdings mit allen Risiken und Kosten an die Gemeinde über.
Und noch etwas: Die MM hatte in der Gemeinderatssitzung eindeutig ein Gutachten eines Baumsachverständigen gefordert oder zumindest ein von ihm verfasstes und unterschriebenes Schreiben. Wir wollen gar nicht unterstellen, dass das vom Planungsbüro vorgelegte Protokoll nicht korrekt ist. Aber der Ton macht bekanntlich die Musik, und manchmal machen gewisse Untertöne eine etwas andere Musik.
Ob die Auswirkungen des Wege- und Spielplatzbaus tatsächlich so schonend sein werden, bleibt abzuwarten. Auf Grund etlicher Erfahrungen auch bei gemeindlichen Baumaßnahmen haben wir so gewisse Bedenken. Man wird dies wohl erst mit großer Verzögerung feststellen können. So besteht die erhebliche Gefahr, dass es durch Verletzungen im Wurzelbereich bei den Bäumen zum Pilzbefall kommen kann. Der Baum sieht dann äußerlich noch intakt aus, zersetzt sich aber von innen her.

Über das Gespräch am 11.7., zu dem der BN eingeladen hatte, werden wir Sie noch ausführlich informieren.



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Der Teufel steckt im Detail

12.7.19: Bei der Diskussion über die Errichtung eines Spielplatzes zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz direkt am Main spielte der Sicherheitsaspekt eine große Rolle. Dabei ging und geht es nicht nur um die Gefahr durch von den mächtigen Schwarzpappeln häufig abbrechende Äste, sondern auch um die Gefahr durch den Main und rücksichtslose Radfahrer. Deshalb wurde von vielen Bürgerinnen und Bürgern eine Einzäunung des Spielgeländes gefordert. Schließlich ist auch der bestehende Spielplatz am Main im Norden Margetshöchheims sowohl zum Main hin als auch zum Radweg hin eingezäunt. Genau das wollen allerdings die Planer tunlichst vermeiden. So argumentierten sie, die Schleusensteine am Ufer seien als Abgrenzung zum Main hin ausreichend. Das ist allerdings reichlich weltfremd, da gerade die Schleusensteine auf Kinder eine magische Anziehungskraft ausüben. Schließlich kündigten die Planer an, man wolle den Spielplatz durch eine Berberitzenhecke vom Main abgrenzen. Eine Berberitzenhecke, die ausreichend dicht und hoch ist, stellt angesichts der stacheligen Triebe sicher ein Hindernis dar. So eine Hecke existiert nördlich des derzeitigen Spielplatzes am Main. Sie stammt aus der Zeit, als der Spielplatz noch bis zum Grasigen Weg reichte. Sie hat allerdings etliche Lücken, weil sich manche den Weg zum Main freischnitten. Damit muss man sicher auch bei einem neuen Spielplatz rechnen.
Es gibt allerdings noch ein anderes Argument: Eine Berberitzenhecke, noch dazu eine geschnittene, ist nun wahrlich kein Schmuckstück und schon gar kein Sinnbild für Natürlichkeit. Besonders wenn sie sich über knapp 60 Meter erstreckt, da der Spielplatz nach dem neuesten Konzept "entzerrt", also in die Länge gezogen werden soll.
Wir sind uns sicher, dass die Einzäunung über kurz oder lang kommen wird. Nicht aus Sicherheitsgründen, sondern wenn der erste Hund auf dem Gelände für Tretminen sorgt. Und das wird nicht lange dauern.



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Stellungnahme des BN

7.7.19: Nach dem Ortstermin vom 19.6. legte das Büro arc.grün einen leicht veränderten Entwurf vor: Geänderter Entwirf für den BA 1 der Maiunlände und Zur Sache: Planungsalternative .
Bei einer Besprechung der Fraktionsvorsitzenden mit Bürgermeister Brohm wurden der Bund Naturschutz und der Agenda Arbeitskreis aufgefordert, zu dieser Variante Stellung zu nehmen. Die Stellungnahme des BN finden Sie hier: mainpartiebundnaturschutz2719.pdf [108 KB]



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Zur Sache: Planungsalternative

27.6.19:
Wie wir bereits berichtet haben, hat arc.grün am letzten Freitag eine leicht veränderte Variante seiner Planung für den Bauabschnitt 1 der Mainpromenade an die Gemeinde gesandt ( ). Darin wurde der gepflasterte Platz ein wenig verkleinert, der die Kreuzung zwischen den Straßen "Zur Mainfähre" und dem Steinernen Weg abdeckt und bis zum Main reicht, wo am Ufer ein Holzdeck vorgesehen ist. Der Spielplatz rückt etwas von den Bäumen am Ufer Richtung Westen weg und wurde in die Länge gestreckt. Im Spielplatzbereich schlängelt sich der Weg zwischen den Spielgeräten durch und schwenkt dann runter zum Main, wo ein bis zu 20 m langes Holzdeck am Ufer vorgesehen ist. In diesem Bereich verläuft der Weg unmittelbar im Wurzel- und Kronenbereich der mächtigen Schwarzpappeln. Anschließend schwenkt er wieder Richtung Radweg, wo auf Höhe des Anwesens Mayer der verrohrte Bach bis zum Ufer freigelegt werden soll. Ab da verläuft der ca. 1,50 m breite Fußweg weitgehend parallel zum Radweg.

Bewertung:
Positiv ist sicher, dass der Weg und die Spielplatzbereiche zumindest teilweise aus dem Gefahrenbereich der Bäume verlegt wurden, was wohl eine Reaktion auf den hartnäckigen Widerstand der MM ist. Inwieweit es dadurch trotzdem zu einer Schädigung der Hauptwurzeln und der Bäume kommt, muss noch untersucht werden. Schließlich besteht bei solchen Beschädigungen immer die Gefahr eines Pilzbefalls mit gravierenden Auswirkungen auf die Standfestigkeit der Bäume. Dass die Wurzelstränge bis an den bisherigen Fußweg reichen, sieht man ja schon an den deutlichen Anhebungen des Wegbelags. Außerdem liegen Weg und Spielplatz in Teilen immer noch direkt im Kronenbereich der Bäume. Eine Stellungnahme des Baumsachverständigen Gerhard Väth zum Gefahrenpotential durch und für die Bäume soll laut arc.grün innerhalb der nächsten 14 Tage vorliegen.

Ein zusätzliches Problem ist, dass sich durch die Streckung des Spielplatzbereichs die Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet auf eine größere Fläche verteilen und somit das naturnahe Landschaftsbild stärker beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang ist die Aussage von arc.grün interessant, man wolle den Spielplatzbereich mit einer Berberitzenhecke vom Main abtrennen. Eine dornige Berberitzenhecke ist zwar mit Sicherheit ein gewisses Hindernis, das man ab einer gewissen Höhe nicht so leicht überwindet, besonders schön und natürlich ist sie allerdings nicht, besonders wenn sie sich über zig Meter erstreckt.

Diskussionsbedarf wird es wohl auch noch geben, dass Herr Wirth von arc.grün den bestehenden asphaltierten Weg als Radweg beibehalten will und den oben beschriebenen mäandrierenden wassergebundenen Fußweg als unbeleuchtete fußläufige Hauptverbindung zum neuen Steg ansieht. Das wird vor allem bei älteren Leuten, besonders mit Rollator, sicher wenig Begeisterung hervorrufen.

Was uns stört, ist, dass bei den ganzen Diskussionen bislang nie die Frage eine Rolle gespielt hat, ob der Spielplatz an dieser Stelle überhaupt notwendig und sinnvoll ist. Die Aussage von Herrn Wirth, man wolle erreichen, dass die Leute, wenn sie vom neuen Steg kommen, animiert werden, zum Spielplatz und damit Richtung Ort zu laufen, kann uns nicht überzeugen. Schließlich soll die Umgestaltung der Mainpartie in erster Linie den Ortsbürgern einen Vorteil bieten und nicht die Interessen von Besuchern in den Mittelpunkt stellen, die über den neuen Steg kommen.





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Geänderter Entwurf für den BA 1 der Mainlände

25.6.19: Nachdem sowohl bei der Bürgerversammlung als auch beim Ortstermin am 19.6. sich die Mehrzahl der anwesenden Bürger gegen wesentliche Teile des arc.grün-Entwurfs ausgesprochen hatte, hat das Planungsbüro einen überarbeiteten Entwurf vorgelegt. Der Spielplatzbereich wurde gestreckt und zusammen mit Teilen des geplanten Uferwegs weiter nach Westen weg von den Bäumen gerückt. Der gepflasterte Bereich an der Kreuzung zum Steinernen Weg wurde etwas verkleinert. Möglicherweise soll der "Not-Fußweg" neben dem Radweg ganz entfallen, so dass nur noch ein durch die Wiese im Uferbereich verlaufender Fußweg für die Hauptverbindung zum neuen Steg existieren würde.
Die neue Entwurfsvariante finden Sie hier: alternative21619.pdf [679 KB]



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wie naturnah ist der BA 1?

24.6.19: Die MM hat bei den verschiedenen Terminen über die Gestaltung des Bauabschnitts 1 der Mainpromenade (vom Steinernen Weg bis zum neuen Steg) innerhalb und außerhalb des Gemeinderats immer wieder darauf hingewiesen, dass die Umgestaltung der im Landschaftsschutzgebiet liegenden Fläche mit einem Spielplatz und einem Uferweg wegen des dadurch deutlich erhöhten Gefahrenpotentials zu einer erheblich gesteigerten Verkehrssicherungspflicht führt. Diese liegt derzeit noch bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, würde aber durch die von der Gemeinde geplante Umnutzung der Flächen auf die Gemeinde übergehen.

Falls an der Argumentation der MM immer noch Zweifel bestehen sollten, weisen wir auf die folgende Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) beim Landratsamt hin. Anlass war eine Anfrage der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), weil ein Margetshöchheimer Bürger in einem Schreiben an die WSV massive Verkehrssicherungsmaßnahmen am vorhandenen Baumbestand am Mainufer gefordert hatte. Die WSV hatte daraufhin bei der UNB eine Stellungnahme angefordert.

Hier die einschlägige Auskunft der UNB:
Aus naturschutzfachlicher Sicht ist der Bereich zwischen Radweg und Main, in den Ausmaßen des Landschaftsschutzgebietes, als „freie Natur‘“ im Sinne des Art. 26 BayNatSchG zu werten. Zur freien Natur gehören alle Flächen außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, die nicht durch bauliche oder sonstige Anlagen verändert sind. Ferner können auch Freiflächen innerhalb von bebauten Gebieten Bestandsteile der freien Natur sein. Teile der freien Natur können innerhalb des Gebietes einer Stadt liegen, zum Beispiel eine Waldung, ein Gewässer oder wie in dem Fall ein breiter und eigentlich (nach der Landschaftsschutzgebiets-Verordnung, 679.15.16) naturnaher Uferrandstreifen.

Die WSV teilte in diesem Zusammenhang am 8.5.2019 der Gemeinde mit:
Ich bitte Sie insbesondere um Beachtung, daß es sich nach Auffassung der UNB im Bereich um „freie Landschaft“ handelt und somit keine bzw. eine geringe Verkehrssicherungserwartung besteht.
Nachdem derzeit auch die Abstimmung bezüglich Mainufergestaltung BA I – III läuft wird das WSA Schweinfurt dementsprechende Stellungnahme bezüglich der künftigen Nutzung der Landflächen abgeben bzw. auf Sie zukommen bezüglich der ausstehenden Nutzungsvereinbarung Landfläche WSV Bereich BA I.

Im Klartext bedeutet dies, dass die Verkehrssicherungspflicht auf die Gemeinde übergehen wird, wenn die beabsichtigten Planungen durchgeführt werden sollten.. Einen entsprechenden Vertragsentwurf hat die WSV bereits der Gemeinde zukommen lassen.



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ein Zweiklang aus Natur und Kultur

23.6.19: Wir hatten vor kurzem (am 15.6.) angeregt, vor einer endgültigen Entscheidung über den Bauabschnitt I der Mainpromenade auch alternative Lösungen in den Entscheidungsprozess einzubeziehen: Gibt es Alternativen für den Bauabschnitt 1? . Wir bezogen uns dabei auf ein Konzept des mainART-Kulturvereins, das von Frau Laudenbacher ausgearbeitet worden ist. Mancher wird sich nun fragen, warum diese Idee erst jetzt aufgegriffen wird. Frau Laudenbacher hat das Konzept jedoch bereits vor etwa zwei Jahren dem Bürgermeister und dem Gemeinderat unterbreitet und in einem Schreiben vom 4.2.19 an die beiden Bürgermeister noch einmal vorgetragen. Zu Ihrer Information drucken wir den Abschnitt, der sich mit dem BA 1 beschäftigt, hier noch einmal ab:

Bereich ehemaliger Festplatz zu neuem Standort Mainsteg am Sportplatz
Seit einiger Zeit gibt es den Tourismusverein „Zwei-Ufer-Land“. Der Name kann auch interpretiert werden, auf unterschiedlichen Qualitäten der verschiedenen Mainseiten hinweisen zu wollen.

Um einen Beitrag für die individuelle Entwicklung der Margetshöchheimer Mainseite ging es dem mainARTkulturverein bei der Anregung, in die beabsichtigte Neugestaltung der fußläufigen Verbindung zum neuen Stegstandort, Künstler bereits beim Planungsprozess mit einzubeziehen. Die Standortsuche des neuen Mainstegs beschäftigte lange Zeit Verantwortliche von Margetshöchheim und Veitshöchheim.

Künstler des Berufsverbandes unterfränkischer Künstler klärten sich bereit, an dieser städtebaulichen Entwicklung mitzuwirken, nahmen gerne diese Idee auf, das beide Gemeinden „verbindende Element“ Steg thematisch umsetzen zu wollen, und bereiteten bereits alles vor, den beabsichtigten KünstlerWettbewerb von Seiten der Gemeinde formell bei der Förderstelle, Regierung von Unterfranken, beantragen zu können. Im Förderprogramm sind auch Finanzen für Künstlerwettbewerbe vorgesehen.

Gerade weil dieser Bereich noch relativ naturbelassen ist, setzt er sich von der gegenüber liegenden, gestalteten Mainseite Veitshöchheims ab, bietet erhaltenswerte andere Qualitäten für den Besucher und bildet ein Pendant zur anderen Mainseite.

Mit sicher notwendig durchzuführenden neuen und ergänzenden „Eingriffen“, wie z.B. Beleuchtung des Fuß- und Radweges, Materialauswahl der Verkehrswege, Sitzgelegenheiten, Kunstobjekte usw. könnte dieser naturbelassene Zustand noch unterstrichen und bewusst mit verhältnismäßig
geringerem finanziellen Aufwand verstärkt werden.



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Ortstermin BA 1 der Mainpromenade

20.6.19: Da Peter Etthöfer bei der Bürgerversammlung zur Mainpromenade angeregt hatte, die Lage des geplanten Spielplatzes und die Wegeführung vor Ort zu markieren und den Bürgern zu erläutern, fand gestern im Bereich des Bauabschnitts I zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz ein Ortstermin statt. Der gleichzeitig angekündigte Workshop für Eltern und Kinder über die Ausstattung des Spielplatzes fand nicht statt, da praktisch keine Interessenten erschienen waren. Ein Großteil der Anwesenden stand der Wegeführung und auch dem Spielplatz eher kritisch gegenüber.
Auffällig war, dass von arc.grün nur Teile der dem Gemeinderat vorgelegten Planung vor Ort markiert waren, da man sich wohl kurzfristig zu Änderungen entschlossen hatte. Bedauerlich war, dass die Auskünfte der beiden Vertreter von arc.grün recht unverbindlich waren. War der geplante Mainuferweg im Plan noch mit einer Breite von 2,40 m angegeben, so konnte der nun auch etwas schmaler sein. Hatte Herr Wirth von arc.grün in der letzten Gemeinderatssitzung noch davon gesprochen, dass der asphaltierte Radweg wohl doch vom 1 m breiten "Not-Fußweg" getrennt werden kann, so war vor Ort davon nichts mehr zu hören. Deutlich wurde allerdings, dass arc.grün unter keinen Umständen auf den mäandrierenden Fußweg am Main verzichten will. Darin wurden die arc.grün-Vertreter von Bürgermeister Brohm vehement unterstützt, der hier keinerlei Kompromissbereitschaft zeigte. Frau Kircher von der SPD-Fraktion wurde bei diesem Thema sogar äußerst ungehalten und forderte von den Bürgern vehement die Beendigung der Diskussion. Herr Wirth von arc.grün ließ die Katze aus dem Sack, als er begründete, warum er keinen Fußweg auf der alten Trasse wollte: Sonst wäre der von ihm geplante zusätzliche Uferweg unsinnig. Dabei legten die meisten Anwesenden auf die Trennung von Fuß- und Radweg größten Wert.
Im Grunde genommen vermied Herr Wirth von arc.grün weitgehend belastbare Aussagen. Er wollte erst einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderats, Einzelheiten könne man im anschließenden Verfahren mit den Fachleuten klären. Dabei ist die Frage, ob die als Naturdenkmale geschützten Bäume im Landschaftsschutzgebiet am Mainufer erhalten werden können oder ein erhebliches Gefahrenpotential darstellen, von eminenter Bedeutung für die weiteren Planungen, zumal beim Wege- und Spielplatzbau mit gravierenden Schäden für die Bäume gerechnet werden muss. Entweder muss auf den Spielplatz und den Uferweg verzichtet werden, oder die Bäume müssen dann voraussichtlich gefällt werden. Bürgermeister Brohm hat zwar vor allen Anwesenden zugesichert, dass die Bäume erhalten blieben, was aber allenfalls ein frommer Wunsch ist, der mit äußerster Vorsicht zu genießen ist. Schließlich hat die MM sich bei einem Ortstermin mit einem örtlichen Baumsachverständigen über das Gefahrenpotential durch und für die Bäume informieren lassen. Die MM hat in der letzten Gemeinderatssitzung den Bürgermeister aufgefordert, sich ebenfalls durch den Sachverständigen informieren zu lassen und sich das Ergebnis schriftlich geben zu lassen. Das ist bis heute noch nicht geschehen. MM-Stellungnahme zum BA I . Statt über die Verzögerungen bei der Entscheidung über die Mainpromenade zu lamentieren, wäre es sinnvoller, wenn arc.grün und Bürgermeister Brohm belastbare Fakten vorlegen würden, auf deren Basis man eine Entscheidung treffen kann. Schließlich wäre es ein Schildbürgerstreich, wenn man für nicht gerade wenig Geld einen Spielplatz und einen Uferweg (beides übrigens an der Stelle wirklich nicht dringend notwendig) beschließen würde, der dann wegen der oben erwähnten Probleme eine Fehlplanung wäre.
Statt auf die Argumente der Bürger und der MM einzugehen, versuchte Bürgermeister Brohm zum wiederholten Male vom eigentlichen Problem abzulenken: Die MM fordere beim Radweg zum Sportplatz vehement die Trennung von Fuß- und Radweg, beim Radweg nach Erlabrunn habe sie dagegen gegen einen separaten Fußweg Front gemacht. Diese Argumentation unterschlägt Wesentliches: Die Fläche zwischen Flutgraben und Main neben dem Radweg nach Erlabrunn gehört der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), die wegen der Gefahr durch umstürzende oder durch den Biber angenagte Bäume die Verkehrssicherungspflicht liebend gerne an die Gemeinde abgegeben hätte. Sie forderte allerdings als Ausgleich, dass der "Fußweg" von der Gemeinde für etliche Tonnen Belastung ausgebaut werden sollte, damit die LKWs der WSV dort fahren können. Der Vollständigkeit halber sei nur noch erwähnt, dass die fragliche Fläche als Ausgleichsfläche für den Mainausbau ausgewiesen ist. Ber Bürgermeister sollte also nicht Äpfel mit Birnen verwechseln.
Auch Herr Wirth von arc.grün hat offensichtlich nicht die Tragweite seiner Planungen im ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet erkannt, wenn er immer wieder betont, es ginge ihm darum, dass für die Bürger etwas Schönes geschaffen werde und die Besucher, wenn sie vom neuen Steg kämen, vom Spielplatz quasi angezogen würden. Erstens sollte es vor allem darum gehen, ob der Spielplatz von den Margetshöchheimern gewünscht wird. Darauf hat beim Ortstermin auch eine Margetshöchheimerin hingewiesen, die meinte, es sei viel sinnvoller, in den Spielplatz am anderen Ortsende zu investieren, wo die meisten Margetshöchheimer wohnen. Und zweitens wird der naturnahe Bereich auch ohne teure Möblierung und Wegenetz bereits jetzt angenommen, zumindest bei schönem Wetter, und bei schlechtem Wetter geht eh keiner ans Mainufer, ob mit oder ohne Weg. Außerdem sollte man nicht übersehen, dass es am Mainufer zwischen neuem und altem Steg noch genügend der gepriesenen Möglichkeiten gibt und geben wird, den "Fluss zu erleben".






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Empfangsbanner für den Ortstermin




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zukünftiger Spielplatz von norden




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Spielplatz von Süden




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zukünftiger Uferweg rechts der Absperrung




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Ortstermin




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Uferpromenaden- u. Spielplatzexkursion

19.6.19: Am 17.6. lud Bürgermeister Brohm zu einer Exkursion ein, bei der das Büro arc.grün die von ihren Landschaftsplanern gestalteten Uferpromenaden und Spielplätze in Kitzingen, Marktsteft und Marktbreit vorstellte. Die Beteiligung der Gemeinderäte und der Bürger hielt sich allerdings in Grenzen. Hintergrund war, dass sich in Margetshöchheim deutlicher Widerstand gegen die Planungen des Büros für die Umgestaltung des Mainufers zur Mainpromenade rührte. Das gilt vor allem für den Bauabschnitt 1 zwischen dem Steinernen Weg und dem zukünftigen neuen Steg, in dem ein Spielplatz und ein zusätzlicher Uferweg untergebracht werden soll. Dieser naturnahe Uferbereich ist Teil des Landschaftsschutzgebiets Mainufer - Volkenberg, in dem die mächtigen, bis zu 30 m hohen Schwarzpappeln als Naturdenkmale ausgewiesen sind.
Die MM, der Bund Naturschutz und der Agenda 21-Arbeitskreis wollen den naturnahen Charakter dieses kleinen Uferstreifens erhalten. Sie befürchten, dass die Bäume trotz anderslautender Beteuerungen beseitigt werden. Einerseits, weil sie durch die Baumaßnahmen für den Uferweg und den Spielplatz zwangsläufig massiv geschädigt werden und andererseits, weil bei den Bäumen öfters einmal stärkere Äste herunterbrechen, was für einen Uferweg unter den Baumkronen und den daneben geplanten Spielplatz ein erhebliches Gefahrenpotential darstellt.

Zur Exkursion ist anzumerken:
- Keines der vorgestellten Objekte liegt in einem Landschaftsschutzgebiet
- Keines hat einen ausgeprägten naturnahen Charakter (mehr?) wie die Fläche in Margetshöchheim
- Bei keinem ist die zur Verfügung stehende Breite so schmal wie in Margetshöchheim.
- Bei keinem sind die konkurrierenden Nutzungen (Radfahrer, Fußgänger usw.) so massiv wie in Margetshöchheim.
- Bei allen geht es im Gegensatz zu Margetshöchheim fast ausschließlich um Flächen zur Freizeitnutzung.

Vielleicht erkennen Sie nach den folgenden Bildern,
- was auf unsere schmale Fläche am Main passt?
- was zu Margetshöchheim passt?
- was wahre Aufenthaltsqualität ist?
- was für die Margetshöchheimer von Bedeutung ist?
- was man bewahren sollte?



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Spielplatz am Bachlauf (Kitzingen)




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Spielplatz KT




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Exkursion




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Baum mit Zwangsjacke




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großzügige Uferpromenade KT


kein Vergleich zu Margetshöchheim 



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soll das schön sein?




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Beton als Allzweckwaffe für Aufenthaltsqualität




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Spielplatz Marktsteft




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Marktsteft




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Ortstermin




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Uferweg Marktbreit/Segnitz




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Spielplatz Marktbreit




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MM-Stellungnahme zum BA I

18.6.19: Nach der letzten Gemeinderatssitzung hat MM-Fraktionsvorsitzender Andreas Raps am 8.6. sicherheitshalber dem Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden noch einmal die MM-Position zum Bauabschnitt I der Mainpartie zukommen lassen:

"Sehr geehrter Herr Brohm,
im Nachgang zur letzten Gemeinderatssitzung wollen wir noch einmal kurz unsere Positionen festhalten und verdeutlichen. Dies erscheint uns angebracht, da zumindest von einer Gemeinderätin der Anschein erweckt wurde, die MM würde bei den Planungen am liebsten bei Null beginnen, was definitiv nicht der Fall ist. Vielmehr ist es nun einmal so, dass man erst abschließend abstimmen sollte, wenn alle notwendigen Informationen vorliegen.

Wir haben um eine Begehung der Schwarzpappelreihe Im BA I durch Sie und Herrn Väth gebeten, um folgendes abzuklären und durch Herrn Väth schriftlich festhalten zu lassen:

- Welche Gefahren können von den Bäumen für den daneben verlaufenden Uferweg und die Spielplatzfläche ausgehen?

- Welche Gefahr kann durch die Bauarbeiten für die Bäume ausgehen?

- Mit welchem pflegerischen und Kontroll-Aufwand ist zu rechnen, wenn dort in Baumnähe ein Weg und ein Spielplatz entstehen.

Für den Fall, dass eine weniger aufwändige Lösung nicht bezuschusst werden sollte, haben wir beantragt, dass von einem Ingenieurbüro die Kosten für einen ausreichend breiten Fußweg parallel zum, aber deutlich getrennt vom Radweg mit dazwischen befindlicher Beleuchtung geschätzt werden.

Außerdem haben wir vorgeschlagen, bei der Besichtigungsfahrt auch einen naturnah erhaltenen Alternativstandort zu besuchen. Es kann natürlich sein, dass das Vorhandensein eines naturnahen Uferbereichs im Margetshöchheimer Ortsgebiet ein Alleinstellungsmerkmal ist. Grundsätzlich ist es für uns unabdingbar, eine naturnahe Alternativlösung vorzulegen, die den Baumbestand am Ufer und die Grünfläche nicht angreift oder gefährdet.
Herr Wirth zeigte Bereitschaft auf die Sicherheitsaspekte, welche v.a. von den Bürgern angesprochen wurden, einzugehen. Diese waren eine Verbreiterung des „Notwegs“ mit einer deutlichen Trennung zwischen Rad-und Fußweg sowie eine wie auch immer gestaltete Umfassung des Spielplatzes. Hier wäre es sicherlich vorteilhaft, wenn Herr Wirth den Fraktionen verschiedene Varianten aufzeigen könnte."

Dem Gemeindeblatt kann man entnehmen, dass beim Ortstermin am 19.6., der vor allem auf eine Anregung der MM zurückgeht, der Schwerpunkt auf einem Workshop für Kinder, Jugendliche und Eltern liegen soll, bei dem die Ausstattung der neuen Spielplatzfläche erarbeitet werden soll. Die MM hatte bei der Bürgerversammlung am 21.5. angeregt, den geplanten Spielplatz und die Wegeführung bei einem Ortstermin mit Flatterband zu markieren, damit man realistisch feststellen kann, ob diese Planung dort angesichts der beengten Verhältnisse und der Gefahrensituation durch den mächtigen Baumbestand überhaupt realisiert werden kann. Wenn nun vor allem die Spielplatzausstattung besprochen werden soll, dann ist man offensichtlich gar nicht bereit, die grundsätzliche Frage nach der Realisierbarkeit des Spielplatzes zu stellen. Dieses Vorgehen ist schon etwas seltsam, worauf wir bereits am 10.6. hingewiesen haben: falsch aufgezäumt ... . Seltsam ist es vor allem, weil es bei den Planungen für die Mainpartie keine Bürgerbeteiligung durch einen Workshop gab, obwohl die MM mehrmals und schon zu Beginn der Planungen dies gefordert hat. Vor wenigen Monaten hatte die MM bei einer Gemeinderatssitzung noch einmal die Beteiligung der Bürger angemahnt. Daraufhin meinte der Vertreter des Planungsbüros, dafür sei es jetzt zu spät. Wenn jetzt, wo sich Gemeinderäte und interessierte Bürger bei einem Ortstermin (endlich) mit dem grundsätzlichen Konzept für diesen Bauabschnitt befassen könnten, die Ausstattung des Spielplatzes im Mittelpunkt stehen soll, hat das schon ein gewisses Geschmäckle. Wir sind gespannt, ob wir wenigstens auf die in der letzten Gemeinderatssitzung aufgeworfenen Fragen (s.o.) eine Antwort bekommen.



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Gibt es Alternativen für den Bauabschnitt 1?

15.6.19: Gibt es Alternativen?

Der MM wird gerne unterstellt, dass sie generell Maßnahmen und Planungen blockieren wolle, die die Aufenthaltsqualität für die Bürger und die Weiterentwicklung unseres Ortes verbessern würden. Davon kann keine Rede sein, schon gar nicht beim Bauabschnitt 1 der Mainpromenade. Es gibt nämlich durchaus Alternativen zum vorgesehenen Spielplatz, die den Bereich zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz aufwerten, ohne den naturnahen Charakter des Mainufers mit den landschaftsprägenden Schwarzpappeln zu stören oder gar zu zerstören, zumal ein Spielplatz an dieser Stelle wenig Sinn macht.

Wir beziehen uns hierbei auf einen Vorschlag des mainARTkulturvereins, den Frau Laudenbacher entwickelt hat, die mit ihren kreativen Ideen eine Garantin für erfolgreiche künstlerische Konzepte nicht nur bei der mainART ist und der es vor allem zu verdanken ist, dass unser Ort im weiten Umkreis einen hervorragenden Ruf bei Kunst und Kultur besitzt.

Frau Laudenbacher hat schon vor geraumer Zeit in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK) ein Konzept für einen Skulpturenweg am Main entwickelt, das sogar im Rahmen der Städtebauförderung mit finanzieller Unterstützung rechnen kann.

Dieses Projekt für einen Skulpturenweg könnte man problemlos mit dem zukünftigen Fußweg zum neuen Steg verbinden, der als fußläufige Hauptverbindung zwischen dem Altort, eigentlich sogar dem größten Teil des Ortes, und dem Steg erhebliche Bedeutung haben wird. Er könnte wie bisher vom asphaltierten Radweg, der wegen der zunehmenden Bedeutung der Radmobilität sicher immer stärker frequentiert wird, durch einen allerdings mit Natursteinen gemauerten Graben getrennt werden. Der bestehende Graben sollte nicht verfüllt werden, da er besonders bei Hochwasser, wenn die westlich liegenden Grundstücke wegen des Grundwasserrückstaus überschwemmt sind, das Wasser zum Main abführt und auch der Entwässerung des Radwegs dient. Der derzeitige desolate Fußweg müsste natürlich grundlegend erneuert und verbreitert werden und durch zwischen den beiden Wegen installierte Straßenlaternen ausgeleuchtet werden. Dieser Weg würde allen Ansprüchen gerecht werden und den von arc.grün geplanten „Notweg“ sowie den in der Planung vorgesehenen Uferweg ersetzen.

Speziell für den Skulpturenweg könnte der Fußweg leicht schlängelnd verlaufen, damit immer wieder kleine Buchten zwischen den Wegen entstehen, die als Standorte für die Skulpturen gedacht sind. Die Kunstobjekte wären somit von beiden Wegen aus einsehbar, wegen der Beleuchtung auch nachts, was zur Vermeidung von Vandalismus sinnvoll wäre.

Ein Uferweg mit Eingriffen in den Wurzelbereich der Bäume würde sich erübrigen, was die Probleme mit der Verkehrssicherungspflicht minimieren würde. Im weiterhin maschinell mähbaren Grünbereich wäre genügend Raum für Bänke, Liegen oder auch den einen oder anderen Tisch und sonstige Aufenthaltsmöglichkeiten. Wenn die Wiese gemäht ist, ist sie bei schönem Wetter gut begehbar. Bei Regen besteht grundsätzlich kein Bedürfnis, von einem wie bisher getrennt neben dem Radweg verlaufenden Fußweg zum Ufer zu laufen, zumal es im weiteren Verlauf der Bauabschnitte genügend Möglichkeiten gibt, sich bei jeder Witterung direkt am Wasser aufzuhalten. Der Bach vom ehemaligen alten Wasserhaus durch das Anwesen Mayer könnte offen zum Main geführt werden, was Kindern kreative Spielmöglichkeiten am Wasser eröffnen würde, ohne durch die Ausweisung als Spielplatz alle möglichen bürokratischen Vorgaben erfüllen zu müssen. Längs des Bachs könnte ein wassergebundener Weg zum Ufer führen.

Wir sind uns sicher, dass sich unser Ort durch das Konzept von Frau Laudenbacher deutlich und positiv von anderen Ufergestaltungen im weiten Umkreis abheben wird, zumal das geplante „Aktivitätsband“ wohl nicht nur in der Nachbargemeinde Zell realisiert werden wird. Im Gegensatz zum bisherigen Konzept von arc.grün wäre der ständige Pflegeaufwand durch den Bauhof zudem deutlich geringer. Es wäre deshalb sinnvoll, sich vor einer endgültigen Entscheidung mit diesem Alternativkonzept zu befassen. Obwohl die MM seit Jahren zwar eine ähnliche (noch kostengünstigere) Fußwegvariante vertreten hat, wären wir durchaus bereit, eine Kombination mit der von Frau Laudenbacher schon seit längerem vorgeschlagenen Lösung ernsthaft in Erwägung zu ziehen.



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da hätte man etwas mehr erwartet ...

12.6.19: In der gestrigen Ausgabe berichtete die Main-Post über die Gemeinderatssitzung am 4.6., bei der der Tagesordnungspunkt 1 mit der Diskussion über den Bauabschnitt I der Mainpromenade breiten Raum einnahm, weswegen auch sehr viele Bürger zur Sitzung gekommen waren. Kontrovers wurden ausschließlich die Wegeführung und der Spielplatz diskutiert. Dass die umfangreiche Diskussion über den Spielplatz nur mit einem Satz erwähnt wurde, hat uns schon etwas enttäuscht. In der MP war zu lesen: "CSU und SPD wollen den geplanten Spielbereich, die MM lehnt ihn ab." Kein Wort zu den Argumenten beim Spielplatz und beim Uferweg, das ist schon etwas dürftig.
Dabei ging es gar nicht darum, ob jemand für oder gegen einen Spielplatz ist. Die MM hat vielmehr mit einer Fülle von Argumenten dargelegt, dass sowohl der Spielplatz wie auch der Uferweg wegen der mächtigen als Naturdenkmale ausgewiesenen Schwarzpappeln im bestehenden Landschaftsschutzgebiet, bei denen immer wieder mit dem Abbrechen größerer Äste gerechnet werden muss, an dieser Stelle fehl am Platze sind. Die Frage lautet also nicht Spielplatz ja oder nein, sondern Erhaltung der landschaftsprägenden Pappeln oder Spielplatz. Oder noch deutlicher: Für den Spielplatz wird der alte Baumbestand weichen müssen.
In unserer Berichterstattung am 6.6. haben wir das noch deutlicher erläutert: MM-Beitrag zur Mainpromenade im Gemeinderat 4.6.19 .

Über die Frage, ob Margetshöchheim genügend Spielplätze hat, wollen wir uns hier nicht auslassen. Die folgende Grafik freizeita4.pdf [216 KB] zeigt die Spiel- und Freizeitplätze auf beiden Seiten des Mains, wobei der Spielplatz am Zeilweg seit etwa 9 Jahren nicht mehr genutzt werden kann, weil dort die Container für die Kinderkrippe stehen. Ergänzend ist noch festzuhalten, dass die Spielplätze in der Zeller Straße und am neuen Friedhof seit geraumer Zeit aufgelöst wurden, weil sie nicht mehr angenommen wurden.




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Spielplätze




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falsch aufgezäumt ...

10.6.19: Wenn man ein größeres Projekt plant, ermittelt man normalerweise erst einmal die Grundlagen, ob die Lage passt, ob die Infrastruktur vorhanden ist usw. Auch beim Hausbau ist es nicht viel anders. Und dann beschäftigt man sich mit den verschiedenen Wünschen und Anforderungen, bevor man schließlich nach der Klärung der Finanzierung den eigentlichen Plan ausarbeitet und ihn schließlich zur Genehmigung einreicht.
Bei der Planung für die Mainpromenade war wohl vor allem der Wunsch der Vater des Gedankens. dabei hat man wohl einige grundsätzliche Bedingungen übersehen oder falsch eingeschätzt. Vor allem hat man die Bürger und Anlieger bislang nicht oder nicht ausreichend mit einbezogen. Die Bürgerversammlung war in keiner Weise eine Bürgerbeteiligung, so etwas sieht ganz anders aus und müsste in einem wesentlich früheren Stadium erfolgen. Die Anlieger wurden bislang noch in keiner Weise beteiligt. Eigentlich sollte dies nach der Planung bereits Ende Januar erfolgen. Bei den Margaretenfestvereinen verhält es sich nicht anders. Sie sollen nun im Herbst beteiligt werden, obwohl die Planung schon weit fortgeschritten ist. Besonders beim Bauabschnitt 1 rächt sich dies, weil dort nun sehr schnell eine endgültige Entscheidung fallen soll, obwohl es gravierende Einwände gegen die Planung gibt.

Dass arc.grün jetzt, wo es nicht nur bei der MM, sondern auch in der Bevölkerung Probleme mit der Akzeptanz eines Spielplatzes an dieser Stelle gibt, bei einem Termin Kinder und Eltern ihre Wünsche äußern lassen will, hat schon ein gewisses Geschmäckle. Schließlich geht es nicht darum, ob dieses oder jenes Spielgerät angeschafft werden soll. Es geht vielmehr darum, ob an dieser Stelle wegen der Gefahr durch und für die mächtigen, die Uferlandschaft prägenden Schwarzpappeln ein Spielplatz überhaupt vertretbar ist. Ganz abgesehen davon, dass ein Spielplatz am Zeilweg viel dringender nötig wäre. Für arc.grün geht es aber wohl vor allem darum, für die Akzeptanz für ihren Spielplatz im Bauabschnitt 1 zu sorgen.
Wir befürchten außerdem, dass die Wunschzettelaktion ein klein wenig wie beim Grillplatz abläuft, wo man die Jugendlichen auch ermuntert hat, ihren Wunschzettel auszufüllen. Laut Bürgermeister Brohm darf man bei der Endabrechnung für den Grillplatz nun mit einer Summe von 400.000 € rechnen.




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MM-Beitrag zur Mainpromenade im Gemeinderat 4.6.19

Zum Tagesordnungspunkt 1 (Mainpromenade) der Gemeinderatssitzung am 4.6.19 erschienen nicht nur gut 40 Zuhörer, sondern auch die Herren Wirth und Wurm vom Büro arc.grün. Bürgermeister Brohm betonte eingangs, dass - im Gegensatz zur ursprünglichen Absicht - an diesem Abend noch keine endgültige Entscheidung über den Bauabschnitt 1 zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz fallen soll.

Nach der Präsentation von arc.grün (20190604gmrred.pdf [2.412 KB] ) trug Peter Etthöfer für die MM deren Position vor, CSU und SPD erklärten sich mit den Plänen des Büros einverstanden.

Die MM-Position
Im BA I gibt es 2 gravierende Sicherheitsprobleme:
Beim kombinierten Rad- und Fußweg (ohne Trennung) ist der Radweg 3 m und der Fußweg 1 m breit. Angesichts des ständig zunehmenden Verkehrsaufkommens von Rädern und E-Bikes ist das besonders für Senioren, Kinder und Personen mit Rollatoren oder Kinderwagen (vor allem im Begegnungsverkehr) unzumutbar. Bauabschnitt I - Teil Nord und Schnitt Bauabschnitt 1
Auf dem zusätzlichen am Ufer verlaufenden Weg unter den bis zu 30 m hohen Bäumen, die als Naturdenkmale ausgewiesen sind, und auf dem direkt daneben geplanten Spielplatz (ohne Einzäunung) muss mit einem ganz erheblichen Gefahrenpotential gerechnet werden, da von den mächtigen Schwarzpappeln ab und zu Äste herabbrechen. Das hat eine Begehung von MM-Vertretern mit dem ortsansässigen Baumsachverständigen ergeben.

Da beim Bau des Uferwegs und des Spielplatzes zwangsläufig in den Bereich der direkt im Oberboden verlaufenden Wurzeln eingegriffen werden muss, ist damit zu rechnen, dass der dortige Baumbestand verloren geht, was zum Verlust des letzten innerörtlichen, naturnahen Bereichs, übrigens einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet, führen wird. Die Kappung der Wurzeln gefährdet nicht nur die Standfestigkeit, sie öffnet auch Pilzen Tür und Tor, was zu einer Zersetzung der Baumsubstanz führt, so dass die mächtigen Bäume ohne Vorwarnung umstürzen können. Falls anfangs noch einige Bäume überleben werden, ist mit einem erheblichen Pflege- und Verkehrssicherungsaufwand zu rechnen. Nach der Auskunft des Landratsamtes handelt es sich derzeit noch um einen Bereich, der der freien Landschaft ähnelt, so dass momentan "keine bzw. eine geringe Verkehrssicherheitserwartung besteht". Bei der Verwirklichung der gemeindlichen Pläne wird sich das gewaltig ändern. Verschärft wird das noch dadurch, dass man später wegen des Spielplatzes nicht mehr mit einem Hubsteiger an die Bäume herankommt. Auf jeden Fall dürfte die Auskunft des arc.grün-Mitarbeiters in der Bürgerversammlung, die Bäume könnten erhalten bleiben, weil man nur 12 cm in Handschachtung ausheben lassen werde, völlig unrealistisch sein. In der Bürgerversammlung hatte bereits ein Margetshöchheimer Bürger, ehemals Chef eines Wasserwirtschaftsamtes, erhebliche Zweifel an der Wegeplanung des Büros geäußert.

Die MM hat deshalb gefordert, dass der Bürgermeister selbst sich von Dr. Gerhard Väth, dem örtlichen Baumsachverständigen, die Problematik vor Ort erläutern lässt und das Ergebnis mit einer Aktennotiz für den Gemeinderat festhalten lässt.
Die MM hat weiterhin gefordert, dass der Bürgermeister von einem Ingenieurbüro die Kosten für einen kostengünstigen, aber in jeder Hinsicht verkehrssicheren Ausbau der Verbindung zum neuen Steg ermitteln lässt: Separater, vollwertiger Fußweg, parallel zum Radweg mit mittiger Beleuchtung. Wir sind uns nämlich sicher, dass so eine Alternativlösung deutlich billiger wird als die von arc.grün vorgelegte Planung, selbst wenn es für die kostengünstige Lösung keine Zuschüsse geben sollte. Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung hatte nämlich der Bürgermeister berichtet, die Gemeinde werde nach Auskunft der Regierung für eine reine Verbesserung der bestehenden Verkehrssituation keine Zuschüsse erhalten, weil es sich um keine städtebauliche Verbesserung handele.
Die MM betonte, dass es ihr nicht darum gehe, einen Spielplatz zu verhindern. Es gehe vielmehr darum, dass der Spielplatz am falschen Platz, noch dazu an einem gefährlichen gebaut werde. Dringender Bedarf bestehe vielmehr im Baugebiet Zeilweg, wo es seit 9 Jahren keinen Spielplatz mehr gebe.

Abschließend stellte Etthöfer fest, dass im Gemeinderat die Zeichen der Zeit verkannt würden. In der Bevölkerung bestehe offensichtlich eine deutliche Bereitschaft, auf die Belange von Natur und Landschaft Rücksicht zu nehmen. Deswegen sei es nicht verwunderlich, dass man von verschiedenen Seiten an die MM wegen eines Bürgerbegehrens herangetreten sei.
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Im weiteren Verlauf versicherte Bürgermeister Brohm, die Bäume blieben erhalten, was man angesichts der Sachlage allenfalls als einen frommen Wunsch bezeichnen kann.
Vor einer endgültigen Entscheidung sollen am 17.6. bei einer Busfahrt nach Marktbreit usw. von arc.grün Referenzobjekte besichtigt werden. Soweit noch Plätze frei sind, können sich Bürger für die kostenlose Fahrt bei der Gemeinde anmelden (Tel. 468620). Abfahrt ist um 16.30 Uhr an der Bushaltestelle vor der Margarethenhalle. Am 19.6. findet dann ein öffentlicher Ortstermin am Bauabschnitt I statt, bei dem die Wegeführung und die Lage des Spielplatzes demonstriert werden. Treffpunkt ist um 17 Uhr auf Höhe des Steinernen Wegs.
Am Ende des Tagesordnungspunktes deutete Herr Wirth vom Planungsbüro Kompromissbereitschaft hinsichtlich der Breite des an den Radweg angedockten Fußwegs an, der interessanterweise an diesem Abend nur noch als "Notweg" bezeichnet wurde. Er meinte, man könne auch über eine Hecke zur Abgrenzung des Spielplatzes nachdenken.
Auf Nachfragen des MM-Vorsitzenden Andreas Raps äußerte er auch Bereitschaft, über eine Trennung von Rad- und Fußweg nachzudenken.



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Nachlese Bürgerversammlung BA II und III

5.6.19: Die Bauabschnitte II und III der Mainpromenade standen bei der Bürgerversammlung am 21.5. etwas im Hintergrund, da sie erst in einigen Jahren (frühestens nach dem Abriss des alten Stegs) in Angriff genommen werden können.
Beim BA II (zwischen Rathaus und Pointstraße) regte sich vor allem gegen die als "Margetshöchheimer Bank" bezeichneten Betonbänke in der Platzmitte Widerstand, die alle möglichen Nutzungen (Margaretenfest, mainART, Flohmarkt usw.) behindern würden. Sie passen nicht ins historische Ensemble, zerteilen den Platz in Längsrichtung und machen ihn auch optisch noch schmaler und länger. Wenn man einmal den Gehweg auf der Häuserseite, den Fahrbahnstreifen und den rund 6 m breiten Grünstreifen um die Pappeln am Main außen vorlässt, dann verbliebe noch ein etwa 10 m breiter Streifen, auf dem in der Planung vier fast platzfüllende Beton-Bankelemente und einige Bäume stehen würden. Wenn man noch berücksichtigt, dass im nördlichen Bereich 9 Parkplätze entstehen sollen, die Entlüftungspoller der Fernwasserversorgung nicht verrückbar sind und sich an der Kreuzung mit der Dorfstraße ein Bereich für die Außengastronomie von Maxl Bäck anbietet, bleibt auch längs in Nord-Süd-Richtung nicht mehr viel Platz. Ganz abgesehen davon, dass bislang im Plan weder ein Infopoint noch ein Abstellplatz für Fahrräder, geschweige denn die Ladestation für E-Bikes vorgesehen ist, für die ein Kabel bereits bis zur Mauer des Heymannsanwesens verlegt worden ist. Wenn man all das berücksichtigt, bleibt nicht mehr viel Platz übrig, so dass man keine Angst vor einem leeren Platz haben muss (siehe baiifreieflaeche.jpg ). Auf die Betonelemente kann man also getrost verzichten. Für attraktive Sitzgelegenheiten mit Blick auf den Main gibt es im 6 m breiten begrünten Uferstreifen genügend Raum. Und wenn man unbedingt noch zusätzlich etwas aufstellen möchte, bieten sich allenfalls Skulpturen oder sonstige Kunstobjekte an.

Beim BA III zwischen der Pointstraße und dem Steinernen Weg gab es relativ wenig Diskussionsbedarf. Dort sollen die Parkplätze von der Mainseite an die Westseite vor die Kastanienbäume verlegt werden. Dafür soll die Straße mainseits verlaufen. Probleme kann es bei den Parkplätzen geben, wenn die Kastanien fallen. Dass die Straße dafür näher an die Pappeln am Main rückt, soll nach Ansicht des Planungsbüros angeblich keine Schäden durch den Wurzelhub der Bäume hervorrufen, was wir uns nicht so recht vorstellen können.
An der Kreuzung mit dem Steinernen Weg soll ein gepflasterter Platz entstehen, der dort wohl wenig Sinn macht, aber die Kosten mit Sicherheit nach oben treibt.

Daneben wurde bei der Bürgerversammlung auch der Parkplatz am neuen Steg angesprochen, dessen Planung vom Büro Schirmer übernommen wurde. Die Stellplätze für die Wohnmobile sollen nach einer Äußerung aus dem Publikum angeblich wenig attraktiv sein.



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BA II freier Platz




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Warum einfach und günstig, wenn es auch ...

1.6.19: Warum einfach und günstig, wenn es auch umständlich und teuer geht?
Diese Frage stellt sich manchem, wenn es um die Umgestaltung der Mainpartie zur Mainpromenade besonders im ersten Bauabschnitt geht. Lautet die Antwort wirklich: Weil es Zuschüsse gibt? Da am kommenden Dienstag, den 4.6.19 die Entscheidung über den Bauabschnitt 1 der Mainpromenade auf der Tagesordnung steht, wollen wir dieser Frage nachgehen und gleichzeitig auch auf die Beiträge der Bürger bei der Bürgerversammlung am 21.5. eingehen.
Die Planung des Büros arc.grün, die bis auf die MM-Vertreter von großen Teilen des Gemeinderats wohl favorisiert wird, sieht folgendes vor: An der Kreuzung des Steinernen Wegs mit dem alten Festplatz soll ein gepflasterter Platz entstehen. Von hier führt auf der bisherigen Trasse ein 2,5 m breiter beleuchteter asphaltierter Radweg mit einer 50 cm breiten Pflasterzeile auf der Westseite in Richtung Sportplatz. (Bislang reicht ein 3 m breiter asphaltierter Radweg bis zu dem schmalen Entwässerungsgraben, der Fußweg verläuft auf der anderen Grabenseite). Bei der neuen Planung schließt sich direkt auf der Ostseite des Radwegs ein 1 m breiter gepflasterter Fußweg an. Zwischen den mächtigen Schwarzpappeln am Mainufer und dem Ufer selbst soll ein zusätzlicher 2,40 m breiter, unbeleuchteter Fußweg mäandrierend bis zur Slipstelle der Segler verlaufen. Schnitt Bauabschnitt 1
Vor allem im südlichen Abschnitt soll in Nord-Süd-Richtung zwischen dem kombinierten Rad-/Fußweg und den Bäumen am Main ein Spielplatz mit Wasserspielplatz, Sandbereich und "Aktivitätsband" entstehen. Die Kosten für den Bauabschnitt I sollen bei knapp 950.000 € liegen. Allerdings ohne den kombinierten Rad-/Fußweg, da dieser erst ganz am Schluss aller Baumaßnahmen zwischen dem Sportplatz und dem Rathaus gebaut werden kann, wohl nicht vor 2024. Das liegt daran, dass der gesamte Bauschwerverkehr für die Bauabschnitte II und III über den Radweg abgewickelt werden wird.
Die Baukosten werden sicher relativ hoch bezuschusst. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass solche aufwendigen Maßnahmen angesichts der dauernd erforderlichen Pflegearbeiten mit dem derzeitigen Personalstand des Bauhofs nicht zu schaffen sind. Es wird also auf Dauer teuer.

Bei der Bürgerversammlung wurden vor allem Sicherheitsbedenken wegen des kombinierten Rad-/Fußwegs und des Kinderspielplatzes vorgebracht. Auf diese Probleme hat die MM schon lange hingewiesen, fand allerdings damit beim Bürgermeister und den anderen Gemeinderäten kein Gehör. Wegen des zunehmenden Radverkehrs, vor allem mit E-Bikes und demnächst mit E-Rollern, wird mit deutlich mehr Verkehr und höheren Geschwindigkeiten und einem erheblichen Gefahrenpotential zu rechnen sein. Ganz abgesehen davon, dass ein 1 m breiter Fußweg direkt an einen Radweg grenzend eine Farce ist. Es soll ja ab und zu vorkommen, dass sich zwei Kinderwagen begegnen. Wir haben den Eindruck, dass man beim Rad-/Fußweg mit jedem Zentimeter gegeizt hat, nur um noch den Prestige-Spielplatz in die restliche Wiesenfläche reinquetschen zu können.

Dieser Spielplatz war Anlass für etliche kritische Anmerkungen der Teilnehmer bei der Bürgerversammlung. Ein Kritikpunkt war, dass er nicht eingezäunt werden soll, was wegen der Nähe zum Main und zum Radweg gefährlich ist. Das Hauptgefahrenpotential dürften jedoch die mächtigen Pappeln sowohl für den direkt darunter vorbeiführenden Mainuferweg und vor allem für den direkt daneben liegenden Spielplatz sein. Unter normalen Umständen hält sich laut Landratsamt die Verkehrssicherungspflicht der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, der das Gelände gehört, in engen Grenzen, obwohl dort öfters mal ein Ast herunterbricht. Wenn die Gemeinde nun das Gelände nicht nur übernimmt, sondern dort Nutzungen vorsieht, durch die das Gefährdungspotential enorm erhöht wird, kann man sich ausrechnen, dass die Pappeln am Ufer nicht mehr lange stehen werden, auch wenn das Planungsbüro das abstreitet. Man muss sich nur den Spielplatz am Main ansehen, wo inzwischen nur noch eine der mächtigen Pappeln steht. Man muss übrigens damit rechnen, dass allein durch die Baumaßnahmen etliche Bäume so geschädigt werden, dass ihre Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet ist. Man sollte sich nur einmal die mächtigen Wurzeln ansehen, die direkt an der Oberfläche der Grasnarbe liegen und bis an den (derzeit desolaten) Fußweg heranreichen. Wenn das Planungsbüro davon spricht, dass man beim Uferweg mit einem Unterbau von 12 cm auskommt und nur Handschachtung zulassen wird, kommt einem das - gelinde gesagt - weltfremd vor.
Zusammenfassend lässt sich feststellen: Die Maßnahme wird teuer, auch auf Dauer. Das Gefahrenpotential erhöht sich deutlich. Der naturnahe Charakter in diesem Teil des Landschaftsschutzgebiets Mainufer/Volkenberg geht verloren. Man stopft hier viel in eine schmale Fläche, was woanders besser aufgehoben wäre.

Gibt es eine Alternative?
Die einfache und günstigste Lösung wäre, wenn man die Trennung zwischen dem Radweg und dem Fußweg beibehalten und den Fußweg ordentlich ausbauen würde. Eine mittig positionierte Beleuchtung würde beide Wege ausleuchten und für Sicherheit sorgen. Schließlich handelt es sich um die Hauptverbindung vom Ort zum neuen Steg, bei Tag und bei Nacht, nicht um eine Flaniermeile. Den naturnahen Bereich in Richtung Ufer kann man problemlos mit weiteren Bänken und evtl. auch Tischen bereichern, ohne dass der naturnahe Charakter verloren geht. Bei trockenem Wetter kommt man wie bereits jetzt problemlos zu den Bänken und ans Ufer. Bei Regen hält sich dieses Bedürfnis in Grenzen. Sinnvoll ist die Freilegung des Bächleins, das vom ehemaligen Wasserhaus in der Würzburger Straße kommt, was wir schön länger angeregt haben. Hier könnten Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Eine Bereicherung könnten auch Skulpturen am Wegesrand sein, wie es Frau Laudenbacher schon länger vorgeschlagen hat.
Die von uns bereits vor langer Zeit vorgeschlagene Alternative fand übrigens bei den früheren Gemeinderatsworkshops durchaus Zustimmung. Sie wäre sehr kostengünstig (selbst ohne Zuschüsse) und schnell zu verwirklichen.

Wir haben die Situation beim BA 1 noch einmal deutlich dargestellt, weil die bei der Bürgerversammlung zugesagte Besichtigung eines Referenzobjektes und die Abgrenzung der Spielplatzfläche vor Ort rechtzeitig vor der Entscheidung am 4.6. im Gemeinderat nicht stattfinden wird. Es war eigentlich bereits bei der Bürgerversammlung klar, dass das zeitlich gar nicht mehr möglich sein wird.





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Schnitt Bauabschnitt 1




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Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung

31.5.19: Da in der nächsten Gemeinderatssitzung zumindest über den Bauabschnitt I der Mainpromenade zwischen dem Sportplatz und dem Steinernen Weg entschieden werden soll Gemeinderatssitzung am 4.6.19 , veröffentlichen wir hier die kurze Zusammenfassung der Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung, die vom Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft angefertigt wurde. Selbstverständlich kann dies nur eine stark verkürzte Zusammenfassung sein. Sie gibt jedoch zumindest einen Überblick über die Themen, die dort hauptsächlich zur Sprache kamen: wortmeldungenbvmainpromenade.pdf [207 KB]



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Nachlese Bürgerversammlung

23.5.19: Die Bürgerversammlung zur Umgestaltung der Mainpartie am 21.5. war überraschend gut besucht, obwohl auf der Gemeinde-Website und in der Main-Post jeder Hinweis darauf fehlte. Allerdings hatte die MM in ihrem letzten MM-Blättle über den Termin und die Planung berichtet. Wie einige Gespräche nach der Veranstaltung zeigten, waren etlichen Teilnehmern trotzdem noch viele Details unklar, was nicht zuletzt an den Plänen lag, auf denen manches schwer zu erkennen war. Wegen der vielen Wortmeldungen dauerte die Bürgerversammlung länger, als mancher wohl vermutet hatte. Da manche Äußerungen wohl kaum zur Klarheit beigetragen haben, erlauben wir uns hier quasi als Nachlese einige Bemerkungen zum Bauabschnitt I (zwischen Sportplatz und Steinernem Weg), über den der Gemeinderat in der Sitzung am 4. Juni abstimmen soll. Zu den beiden anderen Abschnitten nehmen wir in Kürze Stellung.

- Die MM hatte bereits im letzten Jahr mehrmals darauf hingewiesen, dass man bei einer so fundamentalen Entscheidung wie der Umgestaltung der den Ort prägenden Mainpartie die Bürger unbedingt frühzeitig einschalten müsse, so lange man noch Einfluss auf die Planung nehmen kann. Das ist nachweislich nicht geschehen. Bei der Bürgerversammlung am Dienstag hat wohl jeder gemerkt, dass die Entscheidungen bereits weitgehend gefallen sind und beim Bürgermeister und den Vertretern der beiden anderen Fraktionen wohl wenig Bereitschaft besteht, wesentliche Änderungen vorzunehmen.

- Man wollte womöglich eine Situation wie bei dem Baumsymposium vermeiden. Im Vorfeld hatte sich damals der allergrößte Teil des Gemeinderats vom Planungsbüro dazu bringen lassen, statt der Pappeln Säuleneichen anzupflanzen. Man glaubte wohl, durch ein "Baumsymposium" mit Fachleuten das den Bürgern schon vermitteln zu können. Bezeichnenderweise wurde auf diesen Termin weder im Gemeindeblatt, noch auf der Gemeindewebsite, noch über die Main-Post hingewiesen. Lediglich die MM hatte den Termin über ihre Internetseite publik gemacht. Als dann der Sitzungsraum wegen der Zuhörer aus den Nähten platzte und Herr Körber, der Sachverständige der LWG, für die Erhaltung der Pappeln plädierte, waren die Pappeln gerettet. Im Nachhinein sagte Bürgermeister Brohm, niemand habe die Pappeln beseitigen wollen. Na ja.

- Die Diskussion drehte sich beim BA 1 vor allem um die Wegeführung und den Spielplatz. Aktivitätszone
- Man hätte sich einen Großteil der Diskussionen ersparen können, wenn man sich der Frage gestellt hätte, warum gerade an dieser Stelle ein Spielplatz sinnvoll oder erforderlich sein soll. Die Frage kann man eigentlich nur verneinen. Bedarf besteht lediglich am Zeilweg, wo es seit mindestens 8 Jahren keinen Spielplatz mehr gibt. Außerdem gibt es am Main bereits einen Spielplatz, den man übrigens problemlos erweitern könnte, wenn tatsächlich weiterer Bedarf bestünde. Ganz in der Nähe liegt übrigens der Grillplatz, für den es von Anfang an bereits Erweiterungsplanungen z. B. für eine Königinnenschaukel gibt. Den kleinen Spielplatz am Sportheim wollen wir hier gar nicht thematisieren. Festzustellen ist lediglich noch, dass das Einzugsgebiet für einen Spielplatz an dieser Stelle sehr bescheiden ist.

- Bei der Spielplatzdiskussion standen vor allen
m zwei Sicherheitsfragen im Vordergrund. Es wurde vor allem bemängelt, dass der Spielplatz trotz der Lage direkt am Main und neben dem Radweg nicht eingezäunt werden soll, was der Vertreter des Planungsbüros und der Bürgermeister verteidigten.

- Peter Etthöfer gab zu bedenken, dass die Nähe des Spielplatzes zu den mächtigen Pappeln im Uferbereich ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential darstelle. Es seien schon öfter größere Äste heruntergebrochen oder im Geäst hängengeblieben, so dass Teile des Geländes über viele Wochen hinweg mit einem weiß-roten Flatterband abgesperrt waren, bis endlich ein Fahrzeug mit einer Hubeinrichtung das Bruchholz entfernen konnte. In diesem Zusammenhang verwies Etthöfer auf den bestehenden Spielplatz am Main, an dem mittlerweile nur noch ein hoher Baum stehe. Man kann deswegen davon ausgehen, dass die das Ortsbild prägenden Bäume mit Sicherheit entfernt würden. Damit gehe ein erheblicher Teil des noch naturnahen Bereichs, der übrigens als Teil des Landschaftsschutzgebiets ausgewiesen sei, verloren. Da es außerdem Meinungsverschiedenheiten darüber gab, wie breit (oder besser schmal) die Fläche zwischen Main und Radweg ist, schlug Etthöfer vor, den Umfang des Spielplatzes mit einem Flatterband abzugrenzen, damit man sich vor Ort ein Bild machen könne.

- In diesem Zusammenhang ist noch von Interesse, dass ein Margetshöchheimer Bürger, den Bürgermeister Brohm bestens kennt, vor etwa zwei Monaten in einem sehr scharf formulierten Schreiben an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die umgehende Entfernung der Baumteile gefordert hat, die eine Gefahr darstellen könnten. Man kann sich vorstellen, dass solche Reaktionen häufiger kommen, wenn direkt neben oder sogar unter den Bäumen ein Weg verläuft und ein Spielplatz liegt. Die Gemeinde steht dann vor der Frage, entweder die Bäume zu fällen oder sie mehrmals im Jahr durch einen Hubsteiger kontrollieren und ausschneiden zu lassen, wobei das Fahrzeug wegen der beengten Verhältnisse wohl gar nicht hinkommt. SPD-Fraktionsvorsitzender Stadler hatte wenig Verständnis für die Sicherheitsbedenken und bezeichnete sie als Panikmache.

- Zur Wegeführung: Es war den meisten gar nicht bewusst, dass der kleine Graben neben dem asphaltierten Radweg zugeschüttet werden soll und - ohne Abgrenzung - direkt an den Radweg angrenzend ein nur ein Meter breiter Fußweg geplant ist, was für Familien mit Kindern, Senioren mit Rollatoren und im Begegnungsverkehr eine Zumutung ist. Bei vielen Wortmeldungen wurde eindringlich gefordert, angesichts der Zunahme von Radfahrern, vor allem von E-Bikes und demnächst auch E-Rollern den Fußweg wie bisher durch einen kleinen Graben abzuteilen. Der Vertreter des Planungsbüros und Bürgermeister Brohm verteidigten die Kombilösung und verwiesen auf den zusätzlichen Fußweg, der sich am Main entlang schlängeln soll (übrigens unbeleuchtet). Uns ist schon klar, warum man an dem Schmalspurweg direkt neben dem Radweg festhalten will. Bei einem separaten parallel verlaufenden Fußweg (wie derzeit) könnte man den Fußweg nicht nur 1 m breit machen, so dass angesichts der schmalen Verhältnisse der Platz für den Spielplatz noch enger würde.

- Unter dem Strich wird klar: Die Planung ist eindeutig auf Touristen und Spaziergänger zugeschnitten. Alle die, die schnell über den neuen Steg oder zum Griechen, zum Sportplatz oder zur Apotheke wollen, hat man bei der Planung ausgeblendet. Es drängt sich schon der Eindruck auf, dass der Schein und weniger das Sein, die Verwirklichung einer Selbstdarstellung des Ortes und weniger der Lebensalltag im Vordergrund stehen. Holzdeck

- Ein Teilnehmer, der fachlich versiert ist, wies darauf hin, dass beim Wegebau in der Nähe der Bäume zwangsläufig die Wurzeln beschädigt würden, die übrigens bis an den Seitengraben reichen. Er hatte auch Bedenken wegen der angeblich nur 12 cm dicken Wegdecke, wobei der Aushub per Handschachtung erfolgen soll. Seltsam war auch, dass einerseits von wassergebundener Decke und andererseits von einem Spittmastixbelag die Rede war, der nichts anderes als offenporiger Asphalt ist. Eines dürfte sicher sein: Wenn der erste Hubsteiger zur Baumpflege da drüber fahren sollte, kann man den Belag in Brocken herausholen.

- Vom Planer wurde darauf hingewiesen, dass der mäandrierende Weg, der zumindest tagsüber der Hauptfußweg sein soll, der Entschleunigung dienen soll. Wie das funktioniert, kann man Stegabgang sehen, wo für viele der Weg zur Dorfstraße quer durch die Wiese verläuft.

- Als die horrenden Kosten angesprochen wurden, verwies der Bürgermeister auf die hohe Förderung, die die Gemeinde erwartet. Hierbei ist zu bedenken, dass es derzeit lediglich eine Kostenschätzung gibt. Herr Wurm von arc.grün machte seine Kostenschätzung damit schmackhaft, dass er erwähnte, normalerweise müsse man bei solchen Projekten mit doppelt so hohen Kosten rechnen. Wenn er mit dieser Argumentation nur kein Eigentor geschossen hat. Angesichts des finanziellen Optimismus des Bürgermeisters erinnern wir nur daran, dass sich beim oberen Hochbehälter die Sanierungskosten inzwischen fast verdreifacht haben, obwohl noch gar keine Ausschreibungsergebnisse vorliegen.

- Das Schreiben des Agenda-Arbeitskreises Stellungnahme des Agenda-AK zur Mainpromenade ging zwar reichlich spät ein, war allerdings dem Bürgermeister bekannt. Als ihn Peter Etthöfer darauf ansprach, klang er wenig begeistert und meinte, das seien ja 1:1 die MM-Positionen. Selbst wenn das so wäre, würde das nichts über die Qualität der Argumente aussagen. Dabei weiß der Bürgermeister genau, dass Michael Donath, der Sprecher des Agenda-Arbeitskreises, stellvertretender Vorsitzender der örtlichen CSU ist. Etthöfer gehört zwar dem Arbeitskreis an, hat aber an der Formulierung der Stellungnahme mit keinem Buchstaben mitgewirkt. Früher war es übrigens üblich, dass der Agenda-Arbeitskreis, der ja eigentlich eine Einrichtung der Gemeinde ist, zu den Gemeinderats-Workshops über die Ortsgestaltung eingeladen wurde. Es wäre nicht verkehrt, wenn man dies wieder aufleben lassen würde.

- Wie bereits oben erwähnt, soll am 4.6. im Gemeinderat über den Bauabschnitt I abgestimmt werden. Möglicherweise haben sogar Besucher eine Redemöglichkeit. Wir sehen allerdings die Situation realistisch und glauben nicht, dass sich die Gemeinderäte da groß beeinflussen lassen. Wenn man zu Beginn der Planungen eine echte Bürgerbeteiligung durchgeführt hätte, hätten die Bürger bessere Karten gehabt. "Landschaftsschutzgebiet" ?





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Aktivitätszone




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Holzdeck




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"Landschaftsschutzgebiet" ?




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BN-Stellungnahme zur Planung Mainpromenade

21.5.19: Mittlerweile hat sich auch der Bund Naturschutz mit einem Schreiben an Bürgermeister Brohm und die Gemeinderäte zur geplanten Neugestaltung der Mainpartie geäußert:
mainpartiestellungnahmebundnaturschutz1.pdf [308 KB]



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Stellungnahme des Agenda-AK zur Mainpromenade

21.5.19: Der Agenda-Arbeitskreis, der sich bereits Ende der 90er Jahre intensiv mit der Altortsanierung beschäftigt und damals bei den Planungen eingebracht hat, hat dem Bürgermeister und den Fraktionen des Gemeinderats seine Stellungnahme zu den Planungen des Büros arc.grün zukommen lassen. Die Stellungnahme wird bei der Bürgerversammlung am heutigen Abend ausgelegt.
Den Text der Stellungnahme finden Sie hier: 20190521mainpartiestellungnahmeagenda21.pdf [125 KB]
Der Stellungnahme des Agenda 21 - Arbeitskreises kann sich die MM inhaltlich weitestgehend anschließen.



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MM zur Mainpartie-Gestaltung: kurz u. prägnant

20.5.19: Am 21.5. informiert die Gemeinde bei einer Bürgerversammlung über den derzeitigen Planungsstand für die Umgestaltung der Mainpartie.
Die MM ist die einzige Gemeinderatsliste, die bei diesem Thema bereits seit Jahren eine eindeutige Gegenposition vertreten hat. Unsere einschlägigen Beiträge aus den letzten Jahren finden Sie unter der Rubrik Neugestaltung Mainpartie und in den letzten Ausgaben des MM-Blättle MM-Blättle 117 , MM-Blättle 119 , Blättle 121 , MM-Blättle 122 , MM-Blättle 123 .
Unsere wichtigsten Positionen sind:
Bauabschnitt I zwischen Steinernem Weg und Sportplatz:
- Fuß- und Radweg sollen wie bisher weiterhin deutlich getrennt nebeneinander verlaufen. Einen zusätzlichen mäandrierenden Fußweg lehnen wir in dem schmalen Gelände ab.
- Beide Wege sollen durch eine mittig angebrachte Beleuchtung gut ausgeleuchtet werden.
- Der naturnahe Charakter soll erhalten bleiben.
- Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen in Mainnähe ein.
- Ein teurer Spielplatz ist hier fehl am Platze und wird zwangsläufig dazu führen, dass die markanten Bäume gefällt werden. Sinnvoller wäre ein Spielplatz im Zeilweggebiet.

Bauabschnitt II zwischen Rathaus und Pointstraße
- Das Naturstein-Pflaster macht hier Sinn, ebenso die Parkplätze im nördlichen Bereich (vor allem Kurzzeitparkplätze).
- Eine Möblierung mit Betonelementen und Bäumen in der Platzmitte (in Längsrichtung) würde den Platz noch mehr in die Länge ziehen und viele Nutzungsmöglichkeiten behindern.
- Man sollte sich überlegen, ob man am Mainufer tatsächlich Holzdecks vorsieht. Treppen zum Main wären etwa auf Höhe des alten Waschplatzes (gegenüber Hs-Nr. 13) sinnvoller, da sie mehr Nutzungsmöglichkeiten (etwa zum Sitzen) böten.

Bauabschnitt III zwischen Pointstraße und Steinernem Weg
- Ein Platz auf Höhe des Steinernen Wegs macht keinen Sinn und treibt die Kosten in die Höhe.
- Die Verlegung der Straße ans Ufer könnte wegen der Wurzeln der Pappeln Probleme bereiten.
- Ein wassergebundener Weg direkt am Main käme der Vitalität der Pappeln entgegen und böte einen durchgehenden Uferspazierweg vom Sportplatz bis zur Ortsgrenze im Norden.

Parkplatz am neuen Steg
- Die Wohnmobilstandplätze sind optisch keine Bereicherung (siehe derzeit am alten Festplatz) und werden wohl nur Veitshöchheim nützen. Außerdem kommt die dafür erforderliche Infrastruktur teuer.




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Mainpromenade: die Positionen der Fraktionen

12.5.19: In der Gemeinderatssitzung vom 16.4.19 stelte das Büro arc.grün seine aktuellen Entwürfe für die Umgestaltung des Mainuferbereiches zur Mainpromenade vor Planungsstand "Mainpromenade" April 2019 . Nun wurden die Gemeinderatsfraktionen aufgefordert, ihre Position zu den Gestaltungsvorschlägen vorzulegen, da die Bevölkerung auf einer Bürgerversammlung am 21.5. über die Planungen informiert werden soll.
Hier finden Sie die Stellungnahmen der drei Fraktionen:
csuzweitestellungnahmemainpartie.pdf [95 KB]
mmstellungnahmemainpartiemai2019.pdf [172 KB]
spdfraktionmainpromenade.pdf [110 KB]

Die MM hatte im Verlauf der letzten Jahre umfangreich über die Pläne für die Mainpartie unterrichtet und hierzu auch ein MM-Blättle mit dem Schwerpunktthema Mainpromenade herausgegeben:
Neugestaltung Mainpartie
MM-Blättle 123



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Präsentation Mainpromenade

5.5.19: Wir haben Ihnen seit dem 28.4. die wesentlichen Teile der derzeitigen Planung für die "Mainpromenade" und die Einschätzung der MM vorgestellt. Abschließend können Sie über den folgenden Link die komplette Präsentation ansehen: 20190416gmr.pdf [7.004 KB]



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Planung Stegumfeld mit Parkplatz

5.5.19: Wir haben Ihnen in den letzten Tagen die drei Bauabschnitte zur Umgestaltung der Mainpromenade vorgestellt. Dabei muss der Abschnitt I mit der Verbindung des Altorts zum neuen Steg rechtzeitig vor der Fertigstellung des Stegs realisiert werden, damit man sicher zum neuen Steg kommt. Der BA II mit dem zentralen Platz in der Mainstraße kann dagegen erst nach dem Abriss des alten Stegs angegangen werden. Zwischen diesen beiden Abschnitten dürfte die Gestaltung des neuen Stegumfelds und des dortigen Parkplatzes erfolgen, weil das Parkplatzgelände während der Arbeiten am neuen Steg als Lagerplatz für Baumaschinen und Baumaterialien benötigt wird. Derzeit gibt es für das Stegumfeld lediglich die Vorschläge des Büros Schirmer im Masterplan Mainpromenade. Deshalb liegen dafür momentan auch keine Kostenschätzungen vor. In diesem Plan sind außerdem die Zusagen an die Segelkameradschaft nicht berücksichtigt.
Anders sieht es dagegen beim Parkplatz am neuen Steg aus, auf dem 60 PKW- und 7 Wohnmobil-Stellplätze sowie eine Toilette vorgesehen sind, geschätzte Kosten 1,214 Mio. €.
Der Parkplatz ist vorrangig für das Sportgelände vorgesehen. Wegen der Lage am neuen Steg wird er wohl aber auch stark von Veitshöchheim-Besuchern genutzt werden. Die MM fragt sich, ob die Wohnmobilstandplätze wirklich viel für Margetshöchheim bringen, zumal die Kosten von gut 1,2 Mio. € nicht zuletzt von der Infrastruktur für die Wohnmobile herrühren. Bei der gesamten, recht aufwändigen Gestaltung der Mainpartie hat man den Eindruck, dass man dabei die Touristen im Blick hat, die wohl eher Veitshöchheim, aber kaum Margetshöchheim im Focus haben. Es wäre sinnvoller, wenn man bei den Planungen mehr die Interessen der Margetshöchheimer, auch die finanziellen und vor allem die Folgekosten im Blick behielte. Nicht alles, was vordergründig gut ankommt, ist letztendlich ein Gewinn für den Ort und seine Bürgerinnen und Bürger.



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Stegumfeld




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Kosten Steg-Parkplatz




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Was sind die Knackpunkte beim Bauabschnitt III?

4.5.19: Der Abschnitt der "Mainpromenade" zwischen der Pointstraße und dem Steinernen Weg, auch als "alter Festplatz" bekannt, muss schon aus technischen Gründen zuletzt in Angriff genommen werden. Er wird hauptsächlich bei den Abschnitten I und vor allem II für die Baufirmen als Lagerplatz benötigt. Außerdem soll der ganze Baustellenverkehr vom zentralen Abschnitt II über den alten Festplatz und den Radweg zwischen dem Steinernen Weg abgewickelt werden. Deshalb können dieser Radweg und der Abschnitt III erst realisiert werden, wenn der Platz zwischen dem Rathaus und der Pointstraße nach dem Abriss des alten Stegs fertiggestellt ist.
Ursprünglich sollten im Abschnitt III die Parkplätze direkt an die Häuser verlegt werden. Wegen des dort erhöhten Geländes und mit Rücksicht auf die Kastanien kam man schnell davon wieder ab. Derzeit will man die Straße und die bestehenden Parkplätze "spiegeln", so dass die Straße dort verlaufen würde, wo derzeit die Parkplätze sind, und umgekehrt. Das hat allerdings einige Nachteile. Einerseits muss man bei den Parkplätzen auf die Grundstückszufahrten Rücksicht nehmen und andererseits liegen die Parkplätze dann teilweise unter den Kastanien, was den Autofahrern besonders im Herbst nicht gefallen wird. Und schließlich käme die Straße dann in Ufernähe und somit in den Wurzelbereich der Pappeln, wodurch Straßenschäden vorprogrammiert sind. Am Ufer soll nach dem derzeitigen Planungsstand leider kein Fußweg vorgesehen werden, obwohl die Grafik über die Kosten diesen Eindruck erweckt Kosten Bauabschnitt III .
Die asphaltierte Straße soll beidseits einen breiten Pflasterstreifen erhalten. Die Parkplatzflächen sollen mit Rasenlinern weitgehend entsiegelt angelegt werden. Der Kreuzungsbereich mit der Pointstraße wird wohl immer wegen der beengten Verhältnisse ein Problembereich bleiben, zumal es noch sehr unsicher ist, ob die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung dort einem Fußweg über ein Holzdeck über der Wasserfläche zustimmt.
Nach dem derzeitigen Kostenstand soll der Bauabschnitt III gut 1.225.000 € kosten.



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Bauabschnitt III Überblick




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Bauabschnitt III




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Planung BA III Schnitt




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Kosten Bauabschnitt III




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Was sind die Knackpunkte beim Bauabschnitt II?

1.5.19: Der 2. Bauabschnitt der Mainpartie umfasst den zentralen Bereich der Mainstraße zwischen dem Rathaus und der Pointstraße, also das Filetstück der Altortsanierung mit den in den letzten Jahren aufwändig renovierten historischen Fassaden und der ortsbildprägenden Pappelreihe Übersicht Bauabschnitt II . In den Plänen der Städtebauplaner firmiert er meist als "Marktplatz", obwohl es so etwas in Margetshöchheim eigentlich nie gab. Trotzdem hat dieser relativ schmale langgestreckte Bereich für den Ort eine überragende Bedeutung, zumal dieser Platz mit der Öffnung zum Main wohl ein Alleinstellungsmerkmal und auch die Keimzelle unseres Ortes ist. Pläne für eine Aufwertung des Mainstraßenplatzes gab es bereits Ende des letzten Jahrtausends. Eigentlich wollte man nach der Sanierung der Dorfstraße hier mit der Umgestaltung fortfahren. Als dann allerdings die Wegkapelle an der Ecke Würzburger Straße/Grabenweg renovierte wurde, nahm man auf Vorschlag der CSU erst einmal die Engstelle in der Würzburger Straße in Angriff. Dann sollte es mit der Mainstraße weitergehen, doch angesichts der Konjunktureinbrüche ging der Gemeinde das nötige Kleingeld aus. Als die Steuereinnahmen wieder etwas sprudelten, kam die Hiobsbotschaft vom Wasserstraßenneubauamt, dass der Mainsteg schnellstens abgerissen und durch einen neuen ersetzt werden sollte. Der Rest der Geschichte dürfte ja allen bekannt sein. Die mehr oder oft auch weniger gemeinsame Suche zusammen mit Veitshöchheim nach einem Stegstandort dauerte einige Jahre. Die planerische und vor allem auch bürokratische Umsetzung des Stegprojekts allerdings dauert noch länger, und Optimisten gehen davon aus, dass 2020 nun wirklich mit den Bauarbeiten begonnen wird. Das bedeutet im Klartext, dass der alte Steg wohl frühestens 2022 abgerissen werden und dann endlich mit der Umgestaltung des "Mainplatzes" begonnen werden kann.
Im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) schlug Professor Schirmer 2013 vor: "Mit der Umgestaltung der Dorfmitte sollte ein multifunktional nutzbarer Raum geschaffen werden, der unterschiedlich bespielt werden kann ..." Den Plänen konnte man entnehmen, dass die Fläche zwischen dem Rathaus und der Pointstraße gepflastert und freigehalten werden sollte. Auch für uns war diese Vorstellung erst einmal gewöhnungsbedürftig. Aber spätestens, wenn man sich überlegt, was man auf den Platz bauen oder pflanzen soll, wird einem bewusst, dass es ja das Typische und Ursprüngliche eines Platzes ist, dass dort "Platz" ist. Erst in Zeiten der Massenmotorisierung ordnete man den Plätzen eine vorrangige Funktion zu, so dass aus den meisten Plätzen ein "Parkplatz" wurde. Ein Platz für die unterschiedlichsten Nutzungen, wie ihn Professor Schirmer vorgeschlagen hat, lebt von der Vielfalt der Nutzungen, beim Margaretenfest, bei der mainART, bei der Maibaumaufstellung, beim Flohmarkt, vielleicht auch bei einem Weihnachts- oder einem Wochenmarkt. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Das Büro arc.grün dagegen setzt auf eine ganze Reihe massiver Betonelemente (sog. Margetshöchheimer Bank), garniert mit kleinen Bäumen.
Bauabschnitt II Süd
Bauabschnitt II Nord
Wir haben bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass der Platz am Main an und für sich schon recht schmal ist. Verstärkt wird dies durch einen 4 bis 5 Meter breiten Grünstreifen für die Pappeln am Main. Durch in der Längsachse angeordnete Betonelemente wirkt der Platz noch schmaler. Außerdem stören diese Betonutensilien und die Bäume die Sichtachse auf das bei Touristen beliebteste Margetshöchheimer Photomotiv, das Heymanns-Haus. Wir bezweifeln auch, dass diese Betonfremdkörper besonders angenommen werden. Die Leute setzen sich wohl kaum mitten auf den Platz, sondern lieber an den Main und blicken dort auf den Fluss. Dort hätten "stinknormale" Bänke durchaus ihre Berechtigung, auch die recht beliebten Liegen, wenn sie nicht so überhand nehmen, dass man an ein Strandbad erinnert wird. Man sollte auch nicht vergessen, dass es nicht Sinn der Altortsanierung sein kann, den Platz am Main zum touristischen Rummelplatz zu machen. Zielgruppe müssen bei der Umgestaltung die Margetshöchheimer und natürlich auch die Anlieger sein, die dann mit den Begleiterscheinungen, vor allem mit der "Geräuschkulisse" bis spät in die Nacht leben müssten.
Bei der jüngsten Besprechung der am Margaretenfest beteiligten Vereine waren sich eigentlich alle einig, dass die als "Margetshöchheimer Bank" bezeichneten Betonteile auf der Mittelachse des Platzes das bisher dort stattfindende Margaretenfest nahezu unmöglich machen. Deshalb hat Bürgermeister Brohm vorgeschlagen, diese massiven Betonelemente nicht fest zu verankern, so dass sie bei Bedarf weggeräumt werden könnten. Abgesehen von der logistischen Problematik sollte man lieber den Mut haben, darauf ganz zu verzichten.
Mit den vorgeschlagenen Holzdecks am Main könnte man leben, wenn sie sich bescheiden zwischen die Pappeln einpassen würden. Die Pappeln "einzubrettern", mag vielleicht "in" sein, zu unserem Ort passt dies aber kaum. Holzdecks

Bislang war der "Mainplatz" nicht viel mehr als ein Parkplatz. Jetzt sollen hier etliche Stellplätze wegfallen, die auf dem hochwertigen Muschelkalkpflaster und angesichts der frisch renovierten historischen Fassaden ein Fremdkörper und keine Bereicherung für das Ortsbild sind. Voraussichtlich bleiben nur noch 15 Parkplätze erhalten, 9 gegenüber dem Etthöferhof (zwischen dem Anwesen Heymanns und den Pollern der Fernwasserleitung) und 6 neben der Außengastronomiefläche von Maxl Bäck. Dieser gastronomische Bereich könnte nach unserer Auffassung ruhig näher an den Main gerückt werden, in der Verlängerung der Dorfstraße Richtung Main. Das würde den Platz beleben und sicher auch Tempo aus dem Verkehr nehmen.
Eine Problemzone wird ohne Zweifel die Einmündung der Pointstraße in die Straße "An der Mainfähre" sein und bleiben, da dort angesichts der beengten Platzverhältnisse kaum technische Möglichkeiten zur Entflechtung des Verkehrs vorhanden sind. Man kann dort allenfalls mit der Anordnung eines "verkehrsberuhigten Bereichs" und der Hoffnung auf gegenseitige Rücksichtnahme agieren.

Dass die Umgestaltung des zentralen Platzes in der Mainstraße nicht billig kommt, war von Anfang an klar. Deshalb haben wir immer gefordert, beim Bauabschnitt I nicht in die Vollen zu gehen, damit uns das Geld nicht vorzeitig ausgeht Kosten Bauabschnitt II . Die geschätzten knapp 2,5 Millionen Euro werden bestimmt nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Auf keinen Fall sollte man bei diesem Filetstück des Altorts knausern und den Natursteinpflasterbereich abspecken. Es wäre ein Witz, wenn man das Umfeld von Rathaus und Kirche einheitlich mit Muschelkalk ausbaut und dann im eigentlichen Zentrum einen Materialmischmasch aus Grünbereich, Muschelkalk und Asphalt veranstalten würde. Da gäbe es bessere Einsparpotentiale.



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Übersicht Bauabschnitt II




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Bauabschnitt II Süd




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Bauabschnitt II Nord




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Holzdecks




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Kosten Bauabschnitt II




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So funktioniert das Margaretenfest nicht

23.4.19: Am Gründonnerstag fand für das Margaretenfest eine Vorbesprechung der Vereine mit Bürgermeister Brohm statt. Dabei ging es vor allem um die geplante Umgestaltung der Festmeile zwischen dem Rathaus und der Pointstraße durch das Büro arc.grün. Neben dem städtebaulichen Aspekt soll bei der Planung vor allem auch das Margaretenfest berücksichtigt werden. Dabei soll vor allem die Infrastruktur für das Margaretenfest in die Planung einfließen, also die Versorgung mit Strom und Wasser, aber auch die Abwasserbeseitigung. Aus der Reaktion der Vereine wurde schnell deutlich, dass die vom Planungsbüro vorgeschlagenen festen Betonelemente in der Mitte des Platzes in Nord-Süd-Richtung für das Margaretenfest völlig ungeeignet sind. Das war übrigens von Anfang an auch die Ansicht der MM.
Wir stellten bereits am 14.1.19 fest: Mit der Gestaltung der Platzmitte sind wir jedoch ganz und gar nicht einverstanden. Wenn man von Süden kommt, stößt man auf Höhe der Einmündung der Dorfstraße auf 3 Parkplätze, die an einer für das Ortsbild sehr wichtigen Sichtachse die Sicht auf die meistfotografierte Margetshöchheimer Sehenswürdigkeit verstellen, auf das "alte Schulhaus" / Heymannshaus. Dahinter folgen unter der Bezeichnung "Margetshöchheimer Bank" mit Bäumen garnierte Hässlichkeiten, die nicht nur wegen ihrer optischen Barrierefunktion, sondern auch aus anderen Gründen dort deplatziert sind. Durch die Längsteilung des Platzes wirkt der eh schon schmale Platz wie ein Schlauch... Außerdem würde die geplante Möblierung jegliche Flexibilität bei der Nutzung verhindern. Wie sollen da noch Veranstaltungen wie das Margaretenfest oder die mainART stattfinden, wo in Zukunft auf der renovierten Häuserseite keine Buden mehr stehen können?
Den gesamten Beitrag vom 14.1. finden Sie hier: Festlegung der Mainpartie-Planung III
Bürgermeister Brohm ging auf die Bedenken der Vereine ein und will nun erreichen, dass die Betonelemente nicht fest verankert werden, sondern für das Fest entfernt werden können. Die MM ist der Ansicht, dass die Betonelemente grundsätzlich dort deplatziert und auf dem Platz ein Fremdkörper sind.

Bei der Besprechung für das Margaretenfest wurde schnell deutlich, dass wohl immer mehr Vereine Probleme haben, Helfer für den Auf- und Abbau der Buden zu stellen. Deshalb kam der Vorschlag, nach dem Beispiel von Randersacker, die kompletten Buden auf einem separaten Platz zu lagern und sie für das Fest mit dem Gabelstapler an Ort und Stelle zu bringen. Das will man sich bei einem Ortstermin in Randersacker ansehen. Selbst, wenn das dort funktioniert, stellt sich die Frage, wo bei uns so viel Platz ist, um alle Buden über das Jahr zwischenzulagern.
Zusätzlich wurde diskutiert, in Zukunft die Essens- und Getränkeausgabe auf wenige zentrale Buden zu beschränken. Die ersten Reaktionen haben gezeigt, dass das längst nicht bei allen auf Gegenliebe stößt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein neues Konzept für das Margaretenfest so schnell nicht über das Knie zu brechen ist. Das bedeutet jedoch auch, dass die Planungen für die Umgestaltung der Mainpartie zumindest in diesem Bereich vorerst nicht Gestalt annehmen können.



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Planungsstand "Mainpromenade" April 2019

28.4.19: Über die Neugestaltung der Mainpartie wurde im Gemeinderat bereits seit Jahren diskutiert, u.a. bei zwei Workshops im Januar 2017 und im März 2018, aber auch in diversen Gemeinderatssitzungen und bei Terminen mit den Planungsbüros. Wir haben Sie darüber ausführlich auf dieser Webseite informiert (Neugestaltung Mainpartie ). Nun soll sich der Gemeinderat im Mai auf ein Gesamtkonzept festlegen, vor allem für den Bauabschnitt I zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz.
Bei der Gemeinderatssitzung am 15.1.19 wurde vom Planungsbüro folgender Zeitplan vorgestellt:
1. Abstimmungstermin mit Vereinen, die am Margaretenfest beteiligt sind, und Anwohnern ENDE JANUAR/ANFANG FEBRUAR 2019
2. Abstimmung Ergebnis / Entwurf - Info Gemeinderat MITTE FEBRUAR
3. Abstimmung Förderung Regierung von Unterfranken ENDE FEBRUAR
4. BESCHLUSS Gesamtkonzept /BA1 BIS ENDE MÄRZ/ANFANG APRIL

Fast nichts ist davon bislang erfolgt. Was uns besonders stört, ist, dass die Bevölkerung bislang keine Möglichkeit hatte, sich in den Planungsprozess einzuschalten, was die MM schon lange und immer wieder angemahnt hat. Nun soll sich der Gemeinderat bei der Gemeinderatssitzung am 14. Mai auf ein Konzept verständigen, das am 21. Mai (19.30 Uhr) bei einer Bürgerversammlung der Bevölkerung vorgestellt werden soll. Es fragt sich schon, welche Mitwirkungsmöglichkeit die Margetshöchheimer Bevölkerung bei diesem zeitlichen Ablauf noch hat. Da es bei der Entscheidung über die Mainpartie um eine für das Ortsbild richtungweisende Entscheidung für viele Jahrzehnte und länger geht, wäre eine Entscheidung ohne Einbeziehung der Öffentlichkeit ein schwerer Fehler. Im Übrigen hatte auch der Agenda 21-Arbeitskreis, der früher immer in solche Planungen einbezogen wurde, auf seinem letzten Treffen eine Einbeziehung des Arbeitskreises und der Öffentlichkeit gefordert.
Nachdem das Büro arc.grün zur Gemeinderatssitzung im April eine überarbeitete Planung vorgelegt hat, wollen wir Sie über den derzeitigen Planungsstand informieren. Wir beginnen mit dem Bauabschnitt I, der für die Anbindung des Altorts an den neuen Steg besonders wichtig ist und deswegen Vorrang hat. Die folgenden Grafiken stammen aus der Präsentation des Büros arc.grün für den Gemeinderat.



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Übersichtsplan




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Was sind die Knackpunkte beim Bauabschnitt I?

Die MM hatte von Anfang an, eine Erhaltung des naturnahen Bereichs zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz gefordert und dafür bei den Workshops der letzten Jahre eigentlich immer Zustimmung signalisiert bekommen. Die MM forderte, zur Sicherheit für die Fußgänger die Trennung zwischen dem Radweg und dem Fußweg beizubehalten und die Beleuchtung zwischen den beiden Wegen zu installieren. Der Bach vom (inzwischen nicht mehr existierenden) alten Wasserhaus her sollte zwischen dem Fußweg und dem Main offen geführt werden. Zusätzlich zu den bestehenden Bänken sollten noch einige weitere Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. All dies wäre ohne großen finanziellen Aufwand schnell zu realisieren, so dass der Fußweg zum Sportplatz zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher begehbar wäre. Der naturnahe Charakter in dem als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Gebiet bliebe erhalten, eine Kopie der Veitshöchheimer Seite würde vermieden.
Die Planung des beauftragten Büros sieht einen zusätzlichen Fußweg vor, der die eh schon kleine Fläche zwischen dem Radweg und dem Main zusätzlich zerschneidet. Im nördlichen Bereich ist eine Spielplatzfläche (Geräte, Sand- und Wasserspielplatz) vorgesehen Spielplatzbereich . An der Kreuzung mit dem Steinernen Weg ist ein gepflasterter Platz geplant, dessen Funktion sich uns nicht erschließt Bauabschnitt I - Teil Nord . Der Spielplatz soll trotz der Lage am Flussufer nicht eingezäunt werden. Angeblich soll der alte Baumbestand erhalten bleiben. Wir sind uns allerdings sicher, dass zumindest die Bäume im Bereich des Spielplatzes, an denen übrigens in den letzten Tagen als Ausgleichsmaßnahme für die am Stegaufgang entfernten Bäume Fledermauskästen angebracht wurden, bald gefällt werden. Schließlich sind die Sicherheitsansprüche im Bereich eines Spielplatzes deutlich höher als an einer naturnahen Fläche.
Interessant ist, dass der asphaltierte Radweg, an den später ein wohl ebenfalls asphaltierter Fußweg direkt angegliedert werden soll, nicht zum ersten Bauabschnitt zählt Schnitt durchs Gelände . Das ist auf den ersten Blick auch sinnvoll, da auf dem asphaltierten Radweg während der gesamten jahrelangen Bauzeit für die gesamte Mainpromenade der Baustellenverkehr dort abgewickelt werden soll. Das bedeutet allerdings auch, dass es auf der Hauptverbindung zum Sportplatz und zum neuen Steg so lange außer der "Baustellenstraße" nur einen unbeleuchteten Fußweg am Main geben wird. Deswegen hat ja die MM immer einen deutlich vom Radweg getrennten Fußweg (wie bisher auch) gefordert. Der könnte unabhängig vom Radweg sofort gebaut werden. Er würde durch den Baustellenverkehr nicht in Mitleidenschaft gezogen und böte den Fußgängern Sicherheit.



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Ergänzende Informationen zur "Mainpromenade"

11.2.19: Wir haben Sie in den letzten Wochen ausführlich über den Planungsstand für die Umgestaltung der "Mainpromenade" informiert. Mittlerweile gibt es weitere Erkenntnisse und Vorschläge.
Frau Laudenbacher, die mit ihren Ideen und bei der Planung und Durchführung der mainART die tragende Säule ist, hat u.a. an ihren Vorschlag erinnert, im naturnahen Bereich zwischen dem alten Festplatz und dem Sportplatz eine Symbiose aus Kultur und Natur zu schaffen. Auf ihre Initiative hin gab es vor einiger Zeit bereits Vorarbeiten für einen Wettbewerb des Berufsverbands bildender Künstler (BBK) zur Ausgestaltung der Mainpartie mit Skulpturen. Damit könnte sich sicher auch die MM anfreunden, da dies kein teurer Abklatsch von Veitshöchheim wäre.
Ihr Vorschlag, den Platz gegenüber der Bäckerei für Veranstaltungen frei zu halten und im Abschnitt zwischen Rathaus und Dorfstraße den Bezug zum Main nicht durch Baumreihen und Einbauten zu stören, deckt sich ebenfalls mit den Vorstellungen der MM.

Die MM hatte schon seit langem vermutet, dass die Wiese zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz wegen des dort verlaufenden Abwasserhauptsammlers mit etlichen Schächten regelmäßig durch ein Spülfahrzeug befahren werden muss. Das wäre das Aus für eine intensive Nutzung für Spielgeräte und ähnliche Einbauten gewesen. Da die Situation am Grillplatz ähnlich ist und die Wiese bereits durch Reifenspuren in Mitleidenschaft gezogen ist, hat Bürgermeister Brohm die Kanalreinigungsfirma zu einem Gespräch eingeladen. Dabei stellte sich heraus, dass an beiden Stellen trotzdem eine Kanalspülung möglich ist, allerdings mit einem größeren Aufwand.



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Bauabschnitt I - Teil Süd




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Bauabschnitt I - Teil Nord




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Spielplatzbereich




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Schnitt durchs Gelände




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und nun zu den Kosten

Mit den prognostizierten rund 950.000 € wird der Bauabschnitt I, der eigentlich ohne Verlust an Qualität recht kostengünstig verwirklicht werden könnte, ein teurer Einstieg in die Gesamtbaumaßnahme. Wir haben schon immer darauf hingewiesen, dass es problematisch ist, gleich zu Beginn (noch dazu bei der kleinsten Maßnahme) zu klotzen, wenn man die wichtigsten und kostspieligsten Abschnitte noch vor sich hat. Es wäre fatal, wenn uns gerade bei den Filetstücken das Geld ausginge.
Man darf auch nicht übersehen, dass der Radweg und der begleitende Fußweg (beides die wichtigsten Elemente der Verbindung zwischen Altort und neuem Steg) noch gar nicht in den Kosten enthalten sind. Beide können nämlich erst ganz am Schluss der Gesamtsanierung gebaut werden, wenn sie - wie bereits erläutert - durch den Baustellenverkehr restlos heruntergekommen sind.
Es wäre auch verantwortungslos, diese Maßnahme ohne Rücksicht auf die finanzielle Gesamtsituation zu betrachten. Wir erinnern nur an den Beschluss des Gemeinderates vor drei Tagen, sich an der Generalsanierung der Verbandsschule zu beteiligen, die (nach der derzeitigen Kostenschätzung) mehr als 20 Millionen kosten würde. Nach der Fertigstellung in einigen Jahren werden es zwangsläufig ein paar Millionen mehr geworden sein. Mit dem Stegneubau und den vielen anderen Projekten wollen wir Sie erst gar nicht langweilen.



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die Kosten für den Bauabschnitt I




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eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil III)

26.1.19: Der Bauabschnitt ist das Kernstück der Altortsanierung und umfasst den Bereich zwischen dem Rathaus und der Pointstraße, der mit den in den letzten Jahren sanierten historischen Fassaden und der Pappelreihe das Wahrzeichen Margetshöchheims ist. Dieser Abschnitt kann frühestens Mitte 2022, wohl eher 2023 in Angriff genommen werden, wenn der neue Steg fertiggestellt und der alte Steg abgerissen ist. Derzeit wird der langgestreckte Platz noch durch den Stegabgang unterteilt. Dann wird von Süden kommend der Blick auf das Ensemble am Main frei mit dem schmucken alten Schulhaus der Familie Heymanns und dem Kirchturm als Blickfang. Dieser Platz soll mit Natursteinen aus Muschelkalk gepflastert werden, wie es bereits in der Mainstraße auf Höhe des Rathauses der Fall ist. Am Mainufer soll ein etwa fünf Meter breiter Grünstreifen zur Verbesserung der Vitalität der Pappeln angelegt werden, an dem es mehrere Zugänge zum Main geben wird. Unklar ist noch, ob und in welchem Umfang die Schleusensteine, die derzeit das Ufer begrenzen, erhalten werden können. Sie verhindern seit Jahrzehnten, dass die Wellen vorbeifahrender Schiffe über das Ufer schwappen, was im Winter in Ufernähe zu Glatteis führen kann. Andererseits werden sie häufig durch die Wurzeln der Pappeln angehoben, was für sie problematisch sein kann.
Gegenüber der Mainstraße 13 (Etthöferhof) sind 6 Parkplätze geplant, 3 im Bereich Maxl-Bäck. So weit herrscht zwischen Gemeinderat und Planern weitgehend Übereinstimmung.
Drei weitere Parkplätze mitten im Platzbereich etwa auf Höhe des Maibaumstandorts lehnt die MM an dieser Stelle ab, da an dieser markanten Kreuzung mit den Sichtachsen Dorfstraße /Mainstraße und Mainfähre der Platzcharakter und die Sicht auf das Ambiente am nördlichen Rand gestört wird. Dort bietet sich eher ein Bewirtschaftungsbereich für ein Café an.
Entschieden abgelehnt wird von der MM allerdings der unsägliche langgezogene Streifen mit Bäumen, Möblierung und sonstigen Installationen ("Margetshöchheimer Bank"), der den Platz zerteilt und ihn noch mehr in die Länge streckt, als er jetzt bereits ist, siehe "Marktplatz" . Man kann dies eindeutig an historischen Fotos sehen, wo der Platz bereits einmal unterteilt war. Da konnte man nur noch von einer Straße reden, aber nicht von einem Platz, wie derzeit übrigens auch: Baumreihe in der Mitte Mhh mit Mittelstreifen Mhh mit Mittelstreifen 2 .
Man muss sich nur einmal ansehen, wie schmal dieser "Marktplatz" ist, wie ihn die Planer nennen. Dabei gehen eh schon Bereiche für die 6 Parkplätze im Norden verloren, und daneben auf Höhe des Anwesens Mainstraße 12 liegen die Entlüftungspoller der Fernwasserleitung, die nicht überbaut werden können. Hier bietet sich ein relativ transparenter Infopoint an. Aber der Rest des Platzes bis zur Dorfstraße muss unbedingt erhalten bleiben und darf nicht zugestellt werden. Der Platz wird schließlich von den Häuserfassaden und dem Mainufer mit seiner Pappelreihe geprägt und begrenzt. Dazwischen noch einige Bäume und irgendwelche Betonkuriositäten hineinzukleckern wäre nicht nur eine Geschmacklosigkeit, es würde den ganzen Platz entwerten. Ganz abgesehen davon, dass es etwa beim Margaretenfest oder der Mainart denn ganz erhebliche Platzprobleme gäbe. Wir hoffen, dass das auch die anderen Fraktionen einsehen.

Zum Schluss noch zu den Kosten: Die Planer gehen derzeit in ihrer Kostenschätzung von knapp 1,7 Mio. € aus. Dabei ist für die üblichen Infrastrukturerneuerungen (Wasser, Kanal, usw.) noch kein Cent enthalten. Das gilt auch für die Infrastruktur für das Margaretenfest (Strom, Wasser, Abwasser) die noch dazu käme. Die Baumaßnahme wird somit mit Sicherheit deutlich teurer. Weil dieser Altortbereich das Kernstück der Altortsanierung ist, ist er das Geld sicher wert. Da die finanziellen Ressourcen der Gemeinde aber nicht in den Himmel wachsen, meint die MM, dass man beim 1. Bauabschnitt zwischen dem Sportplatz und dem Steinernen Weg auf unnötige und teure Maßnahmen verzichten sollte (siehe unsere Stellungnahme vom 17.1. eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil I) . Nicht dass am Ende beim wichtigsten Teil der Altortsanierung das Geld ausgeht.



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eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil I)

17.1.19: Die geplante Umgestaltung der Mainpartie zwischen Rathaus und neuem Steg ist nicht nur teuer, sie entscheidet vor allem über die Zukunft unseres Ortsbilds. Dabei sollten weniger potentielle Besucher, sondern die Margetshöchheimer und natürlich auch die Anwohner im Focus stehen. Im Klartext bedeutet dies, dass die Mainpartie kein Rummelplatz werden soll, sondern dass die Planung auf die Alltagsbedürfnisse der Bevölkerung zugeschnitten sein muss. Letztendlich ist es ihr Lebensraum, der sich zwar verbessern, aber nicht auf den Kopf gestellt werden soll. Schließlich hat Margetshöchheim eine Geschichte und ein charakteristisches Ortsbild, das nicht zur Beliebigkeit architektonischer Moden verkommen darf.

Werden die Bürger bei der Planung mitgenommen?
In dem am 15.1.19 vom Planungsbüro dem Gemeinderat vorgestellten Zeitplan kommt zwar auf Seite 17 eine Information der Anlieger, nicht aber der Bevölkerung insgesamt vor 2019115gmrkomp.pdf [5.426 KB] . Auf die Forderung der MM, die Bürger zeitnah zu beteiligen, kündigte Bürgermeister Brohm an, dass die Information in einer Bürgerversammlung stattfinden soll, nachdem sich der Gemeinderat (voraussichtlich im März 2019) auf ein Konzept geeinigt hat. Wir befürchten, dass dann die Einflussmöglichkeiten der Bürger relativ beschränkt sein werden. Sinnvoller wäre es, dass die Bürger sich ähnlich wie beim ISEK durch Prof. Schirmer in einer Art Workshop in die Planung einbringen können.

Wie soll der Ausbau der Mainpartie zeitlich ablaufen?
Das Büro arc.grün hatte vorgeschlagen, den Ausbau von Süden nach Norden vorzunehmen, also beim geplanten neuen Steg zu beginnen und als 1. Abschnitt 2020 den Bereich vom Sportplatz bis zum Steinernen Weg zu erneuern. Das ist durchaus sinnvoll und entspricht auch den Forderungen der MM, da nach Fertigstellung des neuen Stegs ein gut ausgebauter und sicherer Fußweg vom Altort zum neuen Steg unumgänglich ist. Im Gemeinderat war man sich schon seit längerem einig, dass der bestehende asphaltierte Radweg erst nach Abschluss der Sanierungsarbeiten zwischen dem Rathaus und dem Steinernen Weg erneuert werden kann, da über ihn der gesamte Baustellenverkehr in Richtung Sportplatz abgewickelt werden soll. Man will nämlich auf jeden Fall verhindern, dass durch diesen Schwerverkehr bereits sanierte Straßen beschädigt werden. Deshalb ist ein Baustellenverkehr auf der Mainstraße in Richtung Norden ausgeschlossen. Wegen der beengten Verhältnisse eignet sich auch eine Verkehrsführung über die Dorfstraße oder die Pointstraße nicht. Darum bestand im Gemeinderat Einvernehmen, dass nach der Schaffung der Fußwegverbindung zum Sportplatz (BA 1) als zweiter Bauabschnitt der zentrale Mainstraßenplatz zwischen Rathaus und Pointstraße saniert wird, was natürlich erst nach dem Abriss des alten Mainstegs (vermutlich 2024) erfolgen kann. Der alte Festplatz käme dann als dritter Bauabschnitt an die Reihe. Und dann könnte man zuletzt den asphaltierten Radweg zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz ausbauen.
Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum das Büro arc.grün in der Präsentation für den Gemeinderat einen anderen Bauzeitenplan vorgesehen hat. Sollte die Gemeindeverwaltung die im Gemeinderat vereinbarte Reihenfolge nicht weitergegeben haben, oder hat das Büro einfach darauf losgeplant? Letztendlich musste das Büro die Reihenfolge der Sanierung nach der Intervention der MM ändern.

Wo hakt es beim BA I zwischen dem Sportplatz und dem Steinernen Weg?
Entgegen der bei zwei Gemeinderats-Workshops festgelegten Ausbauvariante soll der Fußweg vom Altort zum neuen Steg nicht wie derzeit vom Radweg getrennt verlaufen, sondern direkt neben dem Radweg. Das birgt die Gefahr, dass die Fußgänger durch Radfahrer oder Skater gefährdet werden. Außerdem dürfte es technisch nur schwer möglich sein, im nächsten Jahr direkt neben dem Radweg einen neuen Fußweg zu bauen und den direkt anschließenden Radweg, auf dem mehrere Jahre lang der Baustellenverkehr abgewickelt werden soll, erst später anzustückeln. Da der Radweg höher als der derzeitige Fußweg verläuft, müsste dort das Gelände aufgefüllt werden. Wir bezweifeln, ob die vom Planungsbüro vorgesehene Variante angesichts der vorhandenen Situation überhaupt realisierbar ist. Nur am Rande sei erwähnt, dass das Planungsbüro unbedingt auch den Rad-/Fußweg zwischen dem Sportplatz und dem Steinernen Weg in teurem Muschelkalkpflaster ausführen wollte, was allerdings auf einhellige Ablehnung stieß.
Das Büro ließ vollkommen außer Acht, dass sich die Strecke zwischen Rathaus und Sportplatz in drei ganz unterschiedliche Bereiche gliedert: Zwischen Rathaus und Pointstraße der typische dicht bebaute Innerortsbereich mit den direkt an die Straße angrenzenden Fassaden, wo das teure Muschelkalkpflaster hingehört und Sinn macht. Dann der Bereich zwischen der Pointstraße und dem Steinernen Weg (alter Festplatz), wo die Bebauung lückenhaft und von der Straße abgerückt ist und Grünbereiche mitprägend sind, und schließlich der naturnahe Bereich vom Steinernen Weg bis zum Sportplatz ohne Bebauung.
Im letzteren Bereich will die MM den naturnahen Charakter erhalten und den Fußweg gut ausbauen und beleuchten. Das Planungsbüro dagegen plant (mit Zustimmung von CSU und SPD) in der nördlichen Hälfte für rund 750.000 € einen Spielplatz mit zusätzlichem zweiten Fußweg, wobei darin noch nicht einmal die Kosten für den Rad-/Fußweg enthalten sind. Trotzdem geht man bei diesem Abschnitt von Kosten in Höhe einer knappen Million aus. Man redet sich zwar die Kosten schön und spekuliert beim Spielplatz auf Sponsoren. Dabei sollte man lieber einmal überlegen, ob so ein Spielplatz an dieser Stelle überhaupt Sinn macht, wo es zum Beispiel im Zeilweg seit Jahren keinen Spielplatz mehr gibt. Zuletzt noch ein Problem, auf das wir schon mehrmals aufmerksam gemacht haben. Im Bereich des BA I verläuft unter der Grünfläche der Hauptkanal, der regelmäßig durch ein schweres, mit Wasser gefülltes Spülfahrzeug gespült werden muss. Wie das in einem Spielplatzgelände funktionieren soll, fragen wir uns schon lange.
Die MM plädiert eindeutig für die Erhaltung des naturnahen Bereichs, der durchaus einen Erholungswert für die Bürger hat. Ein irgendwie gearteter Abklatsch der Veitshöchheimer Mainlände wäre für uns ein Verlust an Originalität.



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Letzte Infos zur Mainpartie-Planung

15.1.19: In den letzten Tagen haben wir Sie ausführlich über den derzeitigen Planungsstand für die Mainpartie zwischen Rathaus und neuem Steg informiert:
Festlegung der Mainpartie-Planung I Festlegung der Mainpartie-Planung II und Festlegung der Mainpartie-Planung III
Für die weitere Planung soll heute Abend ab 18 Uhr der Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung die weitere Marschroute festlegen. Da die Gemeinderatsfraktionen schon vorab ihre Position zur Vorplanung des Büros arc.grün abgegeben haben (Gemeinderatssitzung am 15.1.19, Beginn 18 Uhr TOP 1), werden auch zwei Vertreter des Planungsbüros anwesend sein. Das Büro hat gestern noch kurzfristig vorab zu einigen Anregungen der Fraktionen mit einer Präsentation Stellung bezogen: 2019115gmrkomp.pdf [5.426 KB]
Einige interessante Details dieser Präsentation wollen wir hier kurz ansprechen:

- Auf Seite 5 ist beim Bauabschnitt 1 zusätzlich zum Weg durch den geplanten Spielplatz für 30.000 € eine Fortsetzung des Wegs durch die Grünfläche bis zur Seglerslipstelle vorgesehen. Beide Wege, der Rad-/Fußweg und der durch die Grünfläche, sollen beleuchtet sein. Die MM ist der Ansicht, dass ein gut ausgebauter Fußweg parallel zum Radweg mit mittiger Beleuchtung ausreicht. Den Spielplatz mit zusätzlich beleuchtetem Weg lehnen wir auch aus Kostengründen ab. Die aktualisierten Baukosten für diesen Abschnitt werden jetzt auf eine knappe Million (993.000 €) geschätzt und das ohne Fuß- und Radweg. Der größte Brocken ist dabei mit rund 750.000 € der geplante Spielplatz.

- Beim Bauabschnitt 2 (Seite 11) im Bereich des alten Festplatzes (zwischen Steinernem Weg und Pointstraße) sind für den von der MM angeregten Fußweg am Mainufer Mehrkosten von 40.000 € vorgesehen. Wenn man hier auf die unnötige Beleuchtung verzichten würde, käme der Weg sicher deutlich billiger. Schließlich verläuft wenige Meter weiter die gut ausgeleuchtete Straße, die mit Sicherheit bei Nacht von den Passanten benutzt wird. Interessant ist, dass die Straße durch den alten Festplatz so wie der Bereich zwischen dem Rathaus und der Ludwigstraße mit teurem Muschelkalkpflaster und nicht mit Asphalt ausgebaut werden soll. Angeblich wäre das sonst förderschädlich und wegen der starken Frequentierung durch KFZ problematisch. Anscheinend hat man bei der Planung gar nicht gemerkt, dass es sich um eine Sackstraße bzw. Einbahnstraße handelt und somit wenig KFZ-Verkehr herrscht.

- Sehr ambitioniert scheint auch der Zeitplan auf Seite 17 der Präsentation zu sein. So soll Ende Januar/Anfang Februar ein Abstimmungstermin mit Vereinen und Anwohnern erfolgen und der Gemeinderat Ende März/Anfang April endgültig über die Planung abstimmen. Von einer Beteiligung der Öffentlichkeit findet man im Zeitplan gar nichts. Transparenz und Bürgerbeteiligung sieht anders aus.
Auffällig ist auch, dass der Bauabschnitt 2 (alter Festplatz) für Mitte 2022 und der zentrale Platz zwischen Pointstraße und Rathaus Mitte 2024 eingeplant ist. Dabei war im Gemeinderat immer Konsens, dass zuerst der Fußweg zwischen Steinernem Weg und Sportplatz und dann nach dem Abriss des alten Stegs der zentrale Platz erneuert wird. Erst dann sollte der alte Festplatz und zuletzt der asphaltierte Radweg zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz saniert werden. Der Grund ist klar: Der alte Festplatz wird als Baulagerfläche für den zentralen Platz zwischen Rathaus und Pointstraße benötigt, und der ganze Baulieferverkehr soll über den Radweg Richtung Sportplatz abgewickelt werden.

- Und jetzt zu den prognostizierten Kosten (ohne Infrastruktur wie Wasser, Abwasser, Gas, Strom usw.), Seite 19ff:
BA 1: 993.287 €
BA 2: 941.617 €
Ba 3: 1.689.897 €
Wenn man bedenkt, dass etliche Infrastrukturmaßnahmen hinzukommen, die nicht gefördert werden, ist es verständlich, dass die MM darauf dringt, dass man auf unnötige und kostenintensive Maßnahmen verzichtet. Zum Vergleich: Das kleine Straßenstück zwischen Ludwigstraße und Rathaus hat bereits rund 1 Mio. € gekostet. Der Parkplatz am neuen Steg wurde in der Kostenschätzung mit knapp 900.000 € veranschlagt.
Wenn wie beim BA 2 mit dem Schreckgespenst der ausbleibenden Förderung gearbeitet wird, sollte man einmal durchrechnen, ob manche abgespeckte Version ohne Förderung nicht billiger kommt als eine aufgepeppte teure Variante mit Förderung.



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eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil II)

19.1.19: Der Bauabschnitt II, der sinnvollerweise erst nach der Fertigstellung der Abschnitte I und III ausgebaut wird, umfasst die Straße "Zur Mainfähre" zwischen der Pointstraße und dem Steinernen Weg, auch als alter Festplatz bekannt. Hier herrscht relativ wenig Autoverkehr, da die Straße von der Ortsmitte her eine Sackstraße ist und sich der Verkehr vom Steinernen Weg her in Grenzen hält, im Wesentlichen sind es Anlieger und Nutzer der Parkplätze. In diesem Bereich sind hauptsächlich Radfahrer unterwegs, so dass eine Trennung zwischen Kraftfahrzeugen und Radfahrern nicht erforderlich ist, zumal sich hier wie im Rest der Straße bis zur Ludwigstraße ein verkehrsberuhigter Bereich (Spielstraße) anbietet. Die in der Planung vorgesehene Straße sollte nach Ansicht der Planer einen Muschelkalksteinbelag erhalten. Die große Mehrheit der Gemeinderäte will vor allem aus Kostengründen lieber eine Asphaltdecke. Die 20 Parkplätze sollen entsiegelt und mit Rasenlinern (oberflächenvergütete Betonplatten mit Raseneinsaat in den Zwischenräumen) befestigt werden. Eine im Gemeinderat angeregte Vermehrung der Parkplätze würde bei 12 zusätzlichen Plätzen 25.000 € kosten.
Ein von der MM angeregter Fußweg direkt am Mainufer wurde mit Mehrkosten von 40.000 € beziffert. Da ließe sich allerdings etliches einsparen. So könnte man dort auf die vorgesehene Beleuchtung verzichten, da bei Dunkelheit wegen des geringen Verkehrsaufkommens die gut ausgeleuchtete Straße wie bereits jetzt genutzt werden kann. Beim Verzicht auf die Beleuchtung des Uferwegs wären keine tiefen Eingriffe in den Wurzelbereich der Bäume erforderlich. Es böte sich zudem eine wassergebundene Decke ein, da sich wegen des Wurzelbereichs der Pappeln eine Versiegelung verbietet.
Die Planer rieten allerdings von dem Fußweg ab, da zwischen dem Parkplatz und dem Ufer nur wenig Platz vorhanden sei. Aus den Reihen der CSU kam dann der Vorschlag, die Straße möglichst nah ans Ufer zu legen und die Parkplätze in den derzeitigen Straßenraum zu verlegen, also die Planung praktisch zu spiegeln. Das würde allerdings bedeuten, dass etliche Parkplätze wegen der Ausfahrten aus den oberhalb liegenden Anwesen wegfallen. Weiterhin wäre problematisch, dass der versiegelte Straßenbereich nahe an die Uferbäume (Pappeln und Weiden) heranrückt und dadurch die Vitalität der Bäume beeinträchtigt und dass die Straße durch Wurzelhub beschädigt wird. Grundsätzlich ist bei der Planung auch zu berücksichtigen, dass der alte Festplatz beim Margaretenfest weiterhin durch die Fahrgeschäfte genutzt werden wird.
Die MM hält einen "Spazierweg" am Main mit Sitzgelegenheiten weiterhin für sinnvoll und konsequent, da sich dieser Weg im "grünen Band" längs des Mains am zentralen Mainstraßenplatz und bis hin zur Ortsgrenze im Norden fortsetzt.
Ein Problempunkt ist und bleibt die Engstelle an der Einmündung der Pointstraße in die Straße "Zur Mainfähre". Bereits bei einem vorherigen Termin mit dem Planungsbüro wurde aus dem Gemeinderat vorgeschlagen, dort den Gehweg über eine Art Balkon über dem Mainuferbereich aus dem Straßenbereich herauszunehmen. Damals erhielten wir die Auskunft, dass solche Bauten über dem Wasser durch die Schifffahrtsverwaltung nicht genehmigt würden. Aus den Reihen der CSU wurde der Vorschlag erneut eingebracht. Es bleibt abzuwarten, ob das Planungsbüro nun eine andere Auskunft erhält.
Den Baupreis für den Abschnitt II schätzte das Planungsbüro auf ca. 941.000 €.

Hinweis: Die Grafiken mit den Planungsvorschlägen finden Sie in der Präsentation: 2019115gmrkomp.pdf [5.426 KB]



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Festlegung der Mainpartie-Planung III

14.1.19: Der wichtigste Abschnitt der "Mainpromenade" ist ohne Zweifel der Bereich zwischen dem Rathaus und der Pointstraße (bei arc.grün firmiert er als "Marktplatz") "Marktplatz" . Mit der Realisierung kann allerdings erst nach dem Abriss des alten Stegs begonnen werden, also wohl frühestens 2022. Der aktuelle Planvorschlag von arc.grün sieht nun einen Grünbereich am Mainufer mit Zugängen zum Main und die Erhaltung der Pappeln vor. Der Grünbereich soll u.a. die Vitalität der Pappeln verbessern. Das ist durchaus auch im Sinne der MM-Vorstellungen. Die teilweise recht großen Unterbrechungen der Pappelreihe halten wir allerdings nicht für sinnvoll, schmalere Zugänge zum Main würden ausreichen. Auch der Fußweg entlang der Häuserfassaden entspricht den MM-Wünschen, da dies die Hauptverbindung zu Rathaus, Kirche und Bäckerei ist. Dass voraussichtlich nur 12 Parkplätze erhalten bleiben, war eigentlich von Anfang an klar. Das unterstreicht jedoch die Notwendigkeit, an anderer Stelle in der Nähe Ersatz zu schaffen. Da im bisherigen Konzept am alten Festplatz auch nur 20 Parkplätze vorgesehen sind, bleibt wohl nur die "Hoffnung" auf eine Parkscheune, die auf dem Obsthallenareal angedacht ist.
Mit der Gestaltung der Platzmitte sind wir jedoch ganz und gar nicht einverstanden. Wenn man von Süden kommt, stößt man auf Höhe der Einmündung der Dorfstraße auf 3 Parkplätze, die an einer für das Ortsbild sehr wichtigen Sichtachse die Sicht auf die meistfotografierte Margetshöchheimer Sehenswürdigkeit verstellen, auf das "alte Schulhaus" / Heymannshaus. Dahinter folgen unter der Bezeichnung "Margetshöchheimer Bank" (Margetshöchheimer Bank ) mit Bäumen garnierte Hässlichkeiten, die nicht nur wegen ihrer optischen Barrierefunktion, sondern auch aus anderen Gründen dort deplaziert sind. Durch die Längsteilung des Platzes wirkt der eh schon schmale Platz wie ein Schlauch. Ähnliches gab es schon ansatzweise vor gut 60 Jahren. Auf den folgenden Bildern kann man ahnen, wie sich so eine Längsteilung auswirken wird: Baumreihe in der Mitte Mhh mit Mittelstreifen Mhh mit Mittelstreifen 2 . Der Platz wird einerseits durch die Häuserfassaden und andererseits durch die Pappeln begrenzt. Alles, was dazwischen angesiedelt wird, wirkt störend.
Außerdem würde die geplante Möblierung jegliche Flexibilität bei der Nutzung verhindern. Wie sollen da noch Veranstaltungen wie das Margaretenfest oder die mainART stattfinden, wo in Zukunft auf der renovierten Häuserseite keine Buden mehr stehen können? Es reicht schon, dass im nördlichen Teil auf Höhe der Hausnummern 12 und 13 wegen der dringend erforderlichen Kurzzeitparkplätze und der Entlüftungspoller der Fernwasserversorgung zwangsweise ein Engpass entstehen wird.
Da zwischen dem Grünstreifen für die Pappeln und dem Gehsteig an der Häuserseite der Platz zwangsweise eingeschränkt sein wird, muss auf diesem (künftig gepflasterten) Freiraum eine Freifläche für die jeweiligen Nutzungen erhalten bleiben. Ein Platz besteht nämlich aus einer flexiblen Freifläche für alle möglichen Nutzungen und nicht aus einer "Spielwiese" mit vorgegebenen Möblierungselementen.
Abschließend wäre noch festzuhalten, dass der zentrale Platz am Main nach der Fertigstellung als "verkehrsberuhigter Bereich" gewidmet sein muss. Damit erspart man sich einen unnötigen Schilderwald und hat zumindest die Hoffnung, dass dort eine Koexistenz zwischen Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern erreicht wird.




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Baumreihe in der Mitte




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Mhh mit Mittelstreifen


Mainstraße mit eingezäuntem Grünstreifen 



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Mhh mit Mittelstreifen 2


Hecke (dunkler Streifen) war mitten in der Straße 



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"Marktplatz"




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Margetshöchheimer Bank




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Festlegung der Mainpartie-Planung II

13.1.19: Die Planungen für den Sanierungsabschnitt zwischen der Pointstraße und dem Steinernen Weg orientieren sich weitgehend am derzeitigen Bestand, was nach Ansicht der MM sinnvoll ist. So soll der Baumbestand auf der Häuserseite und am Main erhalten bleiben. Die ursprüngliche Absicht, die Parkplätze an der Häuserfront anzulegen, hat man aufgegeben, da dies allein schon wegen des Höhenunterschieds zu erheblichen Eingriffen in den Baumbestand führen würde. Die Straße soll im Bereich des alten Festplatzes 6 m breit werden und mit Muschelkalkpflaster befestigt werden. Letzteres lehnt die MM schon wegen der hohen Kosten ab. Es würde auch dem Charakter des Platzes mit lockerer Bebauung und viel Grünflächen widersprechen. So soll der Bereich zwischen der Straße und dem Main entsiegelt werden. Die Fläche für die 20 Parkplätze soll mit "Rasenlinern" befestigt werden (siehe Bereich "alter Festplatz" ), was begrüßenswert ist. Da schon jetzt im Altortbereich ein akuter Parkplatzmangel herrscht, dürften die 20 Parkplätze mit Sicherheit das Problem nicht lösen, zumal beim Ausbau des zentralen Platzes der Mainstraße die meisten Parkplätze wegfallen werden. Die MM hält es für sinnvoll, am Mainufer einen zusätzlichen Fußweg anzubieten, der mit wassergebundener Decke ausgebaut werden sollte, was die Vitalität der Pappeln fördern würde. Hier könnte man auch Sitzgelegenheiten schaffen.
Die Kreuzung Zur Mainfähre / Pointstraße wird wohl auch nach der Sanierung angesichts der beengten Verhältnisse ein Problempunkt bleiben.



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Bereich "alter Festplatz"




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Festlegung der Mainpartie-Planung I

In der Gemeinderatssitzung am 15.1.19 will der Gemeinderat zusammen mit dem Büro arc.grün die Grundlagen für die weitere Planung der Mainpartie festlegen. Wir wollen Ihnen hier in den nächsten Tagen die Vorstellungen der MM hierzu vorstellen. Heute beginnen wir mit dem Bauabschnitt 1 (siehe Bauabschnitt 1 ) zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz, also dem Weg zum zukünftigen neuen Steg. Die bisherigen Planungsvorschläge des Büros finden Sie hier:
http://www.margetshoechheimer-mitte.de/downloads/20181113vorentwurfsplanunggmrred.pdf
Dieser Bauabschnitt 1 ist besonders wichtig, weil er derzeit in einem sehr desolaten Zustand und die Hauptverbindung zum neuen Mainsteg ist. Die MM hat immer darauf hingewiesen, dass die Realisierung dieses Abschnitts unbedingt rechtzeitig vor der Fertigstellung des Stegs erfolgen muss, da es den Bürgern nicht zumutbar ist, durch eine Baustelle ohne ausreichende Beleuchtung zum (neuen) Steg zu gehen. Obwohl man bei zwei Gemeinderatsworkshops übereinstimmend der Ansicht war, dass die Trennung zwischen Rad- und Fußweg durch den kleinen Graben beibehalten werden soll, hat das Planungsbüro vorgeschlagen, den Fußweg direkt an den Radweg anzuschließen. Die MM bleibt bei ihrer Position, beide Wege durch den Graben getrennt nebeneinander anzuordnen und durch eine mittige Beleuchtung für optimale Sicherheit zu sorgen.
Im Gemeinderat war man sich bisher auch einig, dass der asphaltierte Radweg erst nach dem Abschluss aller Bauarbeiten zwischen dem Rathaus und dem Steinernen Weg erneuert werden soll, da der Baustellenverkehr nicht durch den engen Altort, sondern über den asphaltierten Weg Richtung Sportplatz abgewickelt werden soll. Andernfalls würde man den neu ausgebauten Radweg mit Sicherheit wieder massiv beschädigen. Deshalb sollte im Bauabschnitt 1 eigentlich nur der Fußweg und der Uferstreifen zwischen Fußweg und Main überplant werden. Wenn jetzt das Planungsbüro einen kombinierten Rad- und Fußweg vorsieht, kann der Wegebau entweder erst Jahre nach der Fertigstellung des neuen Stegs erfolgen, oder man riskiert, dass der neue Weg wieder durch Baufahrzeuge zusammengefahren wird. Beides ist indiskutabel.
Im Planungsvorschlag des Büros arc.grün ist vorgesehen, den derzeit asphaltierten Radweg mit hochwertigem Muschelkalkpflaster auszubauen. Die MM lehnt das nicht nur aus Kostengründen ab. So sehr wir das Natursteinpflaster im zentralen Bereich des Altorts begrüßen, so wenig Sinn macht es im naturnahen Bereich in Richtung Sportplatz. Auch das an der Kreuzung zum Steinernen Weg vorgesehene Toilettenhäuschen mag gut gemeint sein. Es ist jedoch nicht nur sehr teuer, sondern es steht im Überschwemmungsgebiet des Mains am falschen Ort.
Wie man der Planung entnehmen kann, soll in der nördlichen Hälfte des Bauabschnitts 1 ein Spielplatz mit einem Wasserspielplatzbereich entstehen. Mit Kosten von 714.000 € bei Gesamtkosten von 940.000 € für den Bauabschnitt 1 (ohne Radweg und Toilettenhäuschen) wird er nicht nur teuer, er würde auch in Konkurrenz zum Spielplatz im nördlichen Bereich am Main treten. Dort könnte man mit einem Bruchteil der Kosten den vorhandenen Spielplatz aufwerten, zumal er vom Einzugsgebiet her leichter fußläufig und mit dem Kinderwagen zu erreichen ist.
Die MM hat deshalb immer für die Erhaltung des naturnahen Bereichs am Mainufer südlich des Altorts plädiert. Ein gut ausgebauter und beleuchteter Fußweg in Richtung Sportplatz, aufgewertet mit einigen Ruhezonen und Blick auf den Main ließen sich rasch und sehr kostengünstig realisieren. Auf einen teuren Abklatsch des Veitshöchheimer Ufers könnten wir verzichten, zumal noch nicht einmal klar ist, wie zum Beispiel das Kanalspülfahrzeug an den Hauptkanal kommen soll, wenn man darüber einen Spielplatz legt. Falls man im Uferbereich Wasser erlebbar machen will, böte sich an, den Bach, der vom alten Wasserhaus durch das Anwesen Meyer kommend in den Main fließt, zwischen Radweg und Main offen zu legen. Dort hätte man wenigstens die Gewähr, dass der Bach tatsächlich das ganze Jahr etwas Wasser führt.








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Bauabschnitt 1




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Soll so die Mainpartie aussehen?

15.11.18: Mit der Gestaltung der Mainpartie haben sich Gemeinderat und Planer schon länger befasst, z.B. in diversen Workshops, mit dem Masterplan Mainpromenade usw.. Wir haben Sie darüber immer ausführlich informiert, z.B.:
Erste Infos zum Gemeinderats-Workshop und Gemeinderats-Workshop zur Mainpromenade und Wie soll´s lang gehen?
In der Sitzung vom 13.11.18 hat sich nun der Gemeinderat mit einem Entwurf des Büros arc.grün aus Kitzingen befasst (Gemeinderatssitzung am 13.11.18 TOP 1). Da auf den für die Sitzung gelieferten Plänen nicht allzu viel zu erkennen war, bieten wir hier einen Link zur Präsentation, die den Gemeinderäten in der Sitzung gezeigt wurde: 20181113vorentwurfsplanunggmrred.pdf [5.418 KB] .
Da man mit den Vorinformationen wenig anfangen konnte und der vorgelegte Plan teilweise deutlich von den in den letzten zwei Jahren festgelegten Eckpunkten abwich, waren manche Gemeinderäte sichtlich verwundert. Es war deshalb auch nicht verwunderlich, dass es zu kontroversen Einschätzungen kam und natürlich auch zu keinem Ergebnis. Die Fraktionen sollen sich nun kurzfristig mit den Planentwürfen beschäftigen, damit dann über das weitere Vorgehen entschieden werden kann. Spätestens dann wird wohl auch die Öffentlichkeit informiert. Es ist zu hoffen, dass dies früh genug geschieht, damit Anregungen aus der Bevölkerung auch berücksichtigt werden können. Erste Planungen zur Mainpartie gab es ja bereits um die Jahrtausendwende. Damals hatte sich der Agenda-Arbeitskreis intensiv mit der Materie beschäftigt und eigene Vorschläge ausgearbeitet.
Damit auch Sie mitreden können, wollen wir hier einige Details der Planung auflisten:
- Zwischen dem Sportplatz und dem Rathaus ist ein etwa 5 m breites "grünes Band" aus Bäumen und Grünflächen vorgesehen. Das war beim Workshop im letzten März vom Planungsbüro so nicht vorgesehen gewesen. Es ist viel mehr das Resultat eines "Baumsymposiums" im Juli diesen Jahres. Der vorhandene Baumbestand soll erhalten werden. Die Position des grünen Bandes hatte beim Workshop vor allem MM-Gemeinderat Etthöfer vertreten, was als Einzelmeinung abqualifiziert wurde.
- Im ersten Bauabschnitt zwischen Sportplatz und Steinernem Weg war als Ergebnis des letzten Workshops - wie derzeit auch - zusätzlich zum asphaltierten Radweg/Straße ein Fußweg vorgesehen, allerdings mäandrierend im seitlichen Grünbereich. Die MM hatte dagegen die Ansicht vertreten, dass der Fußweg wie bisher parallel zum und getrennt vom Radweg verlaufen sollte. Das und eine zwischen beiden Wegen angebrachte Beleuchtung biete den Fußgängern mehr Schutz und Sicherheit. Die Planung von arc.grün sieht dagegen einen breiteren gepflasterten Weg für Radfahrer und Fußgänger vor. An der Kreuzung zum Steinernen Weg ist ein Toilettenhäuschen vorgesehen.
- Zwischen dem Steinernen Weg und etwa bis auf Höhe vom Anwesen Meyer ist ein Spielplatz mit einem Wasserplatzbereich vorgesehen, der von einem zusätzlichen Fußweg erschlossen wird, welcher auf Höhe des Anwesens Meyer wieder in den Rad-/Fußweg mündet. Die Restfläche bis zum Sportplatz soll naturnah bleiben.
- Der Bauabschnitt 3 zwischen der Pointstraße und dem Steinernen Weg bleibt von der Struktur her etwa so wie bisher. Allerdings sind dort mehr Parkplätze mit versickerungsfähigem Belag vorgesehen.
- Im zentralen Bereich zwischen Pointstraße und Rathaus (Bauabschnitt 2) soll die Pappelreihe weitgehend erhalten bleiben. Die Fläche vom 5 m breiten grünen Band mit den Pappeln soll bis zu den Häuserfassaden wohl wie die Fortführung zur Ludwigstraße gepflastert werden. Dort sollen insgesamt 12 Parkplätze ausgewiesen werden. Wie an der gesamten Mainpromenade gibt es Zugänge zum Main.
- Auffallend ist, dass es sowohl hier wie auch am alten Festplatz keinen Uferweg gibt, was beim Workshop im letzten März eigentlich angedacht war.
- Völlig neu ist die mittige Längsteilung des Platzes durch Bäume und Möblierung wie sog. "Margetshöchheimer Bänke", was von manchen Gemeinderäten sowohl aus optischen wie auch funktionalen Gründen (Margaretenfest, mainART usw.) kritisch gesehen wurde. Bürgermeister Brohm sah in diesen Elementen eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität.
- Kostenmäßig soll der Bauabschnitt 1 (Realisierung angeblich 2020) zwischen Sportplatz und Steinernem Weg mit rund 1 Million € zu Buche schlagen, davon allein 600.000 € für den Spielplatz. Der bislang asphaltierte Radweg ist da noch gar nicht berücksichtigt. Die ganze Mainpromenade soll etwa 3,2 Mio. € kosten, was wohl noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Hinzu kommt der Parkplatz am neuen Steg, der wohl richtig teuer werden kann, da dort bei einer Bodenuntersuchung Z2-Material gefunden wurde, was eine besonders kostenträchtige Entsorgung erfordert.

Dies war nur ein kleiner Überblick über den derzeitigen Entwurfsstand. Wir werden Sie auch weiterhin auf dem Laufenden halten, auch in der Hoffnung, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in die Diskussion einmischen. Bei früheren Entwürfen engagierte sich da häufig der Agenda-Arbeitskreis, von dem man seit längerer Zeit wenig gehört hat.



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Anwohner zur Umgestaltung der Mainstraße

18.9.18: Die MM hat schon zu Beginn der Beratungen des Gemeinderats über die zukünftige Gestaltung der Mainpartie gefordert, dass die Anwohner rechtzeitig ins Boot geholt werden. Deshalb ist es nur zu begrüßen, dass sich die Anwohner zwischen Rathaus und Pointstraße in Schreiben an den Bürgermeister und die Fraktionen sowie an das Planungsbüro arc.grün ihre Vorstellungen angemeldet haben. Die wichtigsten Punkte des Schreibens sind:

1. Anwohnerparken.
Die Einführung eines Anwohnerparkens erachten wir für sinnvoll. Natürlich werden Kurzzeitparkplätze für die Bäckerei, für das Rathaus sowie die Kirche notwendig sein. Das Anwohnerparken sollte aus unserer Sicht schon zeitnah vor der Umgestaltung des Platzes eingeführt werden.

2. Gehweg an der Häuserseite
Der momentane Gehsteig an der Häuserseite sollte erhalten bleiben. Die Hausbesitzer sollten im Vorfeld gefragt werden, ob Sie Pflanzlöcher entlang der Hauswand wünschen.

3. Beibehaltung einer echten Grünfläche

Im Bereich des neu gestalteten Platzes sollte eine echte Grünfläche geplant werden. Einen durchgängig gepflasterten Platz mit kleinen Grünanteilen oder einzelnen Pflanzungen lehnen wir entschieden ab.

4. Erhalt der Pappeln
Die Pappeln entlang des Maines sollten in jedem Fall erhalten bleiben. Müssen einzelne Bäume aufgrund des Stegabrisses oder aufgrund des Zustands gefällt werden, so sollten diese sofort durch neue Pappeln ersetzt werden.



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Erhalt der Pappeln nicht zum Nulltarif

2.8.18: Beim Baumsymposium am 25.7. (gute Karten für die Pappeln ) kam man letztendlich zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die Pappeln am Mainufer erhalten werden können und sollen. Es wurde allerdings auch deutlich, dass einige Maßnahmen dringend erforderlich sind, um die Pappeln zu erhalten. Und zwar nicht erst beim Ausbau des Mainstraßen-Platzes, sondern möglichst zeitnah. So muss an einigen Stellen, an denen der Asphalt bis an die Wurzeln heranreicht und teilweise die Rabattensteine in die Wurzeln eingewachsen sind, der Asphalt entfernt werden, damit die Pappeln wieder "Luft" bekommen können. Sie benötigen nämlich nicht nur Wasser, sondern auch Sauerstoff, nicht nur zum Leben, sondern auch um den Wurzelhub zu vermeiden. Besonders betroffen ist der Bereich zwischen der Pointstraße und dem Parkplatz gegenüber der Bäckerei. Dort sollte eigentlich bereits vor Jahren ein Asphaltstreifen entfernt werden.
Eine weitere Maßnahme wäre die Entfernung der parasitären Misteln, die immer mehr überhand nehmen und die Pappeln schwächen. Das gilt in gewissem Maße auch für die Efeupflanzen.
Man sollte sich auch rechtzeitig Gedanken machen, wie man die Fahrbahndecke des Radwegs Richtung Spielplatz gestaltet, um bei einem Ausbau Schäden durch Wurzelhub weitgehend zu vermeiden.
kein Platz für Bäume?



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kein Platz für Bäume?




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Leben wir über unsere Verhältnisse?

9.4.18: In einer Zeit, in der die staatliche Gelddruckmaschine auf Hochtouren läuft, in der das Geld billig bei der Bank zu haben ist und Zinsen für geparktes Geld vielleicht bald höher als für geliehenes sein könnten, ist man leicht versucht, über seine Verhältnisse zu leben. Das ist wohl auch gewollt, um die Wirtschaft anzukurbeln, die allerdings zumindest in manchen EU-Ländern und besonders bei uns schon längst boomt.
Da ist die Versuchung groß, über seine Verhältnisse zu leben, besonders im staatlichen und kommunalen Bereich, wo man eigentlich gar nicht pleitegehen kann. Auch Margetshöchheim muss darauf achten, dass nach Jahrzehnten soliden Wirtschaftens angesichts vieler und kostenintensiver Projekte nicht der Blick für das Machbare verloren geht. Das gilt zum Beispiel auch für den Ausbau des Fußwegs vom Steinernen Weg zum neuen Steg/Sportplatz, wofür in der Gemeinderatssitzung am 10.4. der Planungsauftrag vergeben wird. Dagegen ist an und für sich nichts einzuwenden. Im Gegenteil, es ist höchste Zeit, sich da auf den Weg zu machen, damit nicht eines Tages der neue Steg fertig ist, aber nicht der Weg vom Zentrum dorthin. Deshalb hat die MM seit längerem darauf gedrängt, hier aktiv zu werden. Bei der Planung soll es jetzt allerdings nicht nur um einen gut begehbaren und gut ausgeleuchteten Fußweg gehen, sondern um die Überplanung des ganzen Bereichs vom asphaltierten Radweg bis zum Mainufer. Grundlage soll der bereits existierende "Rahmenplan Mainpromenade" sein, der zum Beispiel auch einen Wasserspielplatz für gut 96.000 € vorsieht. Außerdem soll nicht nur der Fußweg erneuert, sondern ein Park angelegt werden, durch den sich der Fußweg zum neuen Steg schlängelt, wohl auch mit einigen Attraktionen. Ergebnis ist zum Beispiel, dass nicht nur der Radweg beleuchtet werden muss, sondern logischerweise zusätzlich auch der Fußweg einige Meter weiter in Ufernähe. Man geht derzeit allein bei den Planungskosten von rund 140.000 € aus.
Auf den ersten Blick könnte es sich die Gemeinde momentan leisten, bei diesem Wegstück zu klotzen statt zu kleckern. Allerdings nur, wenn man verdrängt, dass die Verschuldung in den nächsten Jahren sehr deutlich steigen wird, dass die Fortsetzung der "Mainpromenade" bis zum Rathaus gut und gern 4 Millionen oder mehr verschlingen wird, dass viele weitere teure Projekte in der Warteschleife stehen. Exemplarisch seien hier nur genannt: der Stegneubau, die Schulsanierung (20 Mio.), der Parkplatz Ludwigstraße (600.000), Parkscheune 1,4 Mio., Kindergartenerweiterung ...).
Es hilft uns gar nichts, wenn wir ein Teilstück des Wegs zum neuen Steg nach allen Regeln der Kunst aufhübschen, wenn uns dann vielleicht das nötige Kleingeld ausgeht, das wir für die Sanierung des zentralen Platzes in der Mainstraße dringend benötigen. Nur nebenbei soll erwähnt werden, dass auch der schönste Park nicht ohne Pflege auskommt, was sich auf Dauer zumindest bei den Personalkosten bemerkbar machen wird. Nicht ohne Grund hat der Kämmerer in seinem Vorbericht zum Haushaltsplan 2018 darauf hingewiesen: "Die Kosten für den Unterhalt von Park- und Grünanlagen werden voraussichtlich nicht unerheblich steigen."

Eigentlich könnte sich die MM relativ beruhigt zurücklehnen, weil höchstwahrscheinlich zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz nur wenig von dem verwirklicht werden kann, was sich manche vorstellen. Wir haben seit Jahren darauf hingewiesen, dass dort u.a. die Fernwasserleitung, der Abwasserhauptkanal, eine Gasleitung und diverse Steuerkabel liegen, deren Schutzbereich teilweise gar nicht überbaut werden können. Es fragt sich aber schon, warum man dann in große Planungen mit den entsprechenden Kosten einsteigen will, die möglicherweise an der Realität scheitern könnten. Da der asphaltierte Radweg in Ordnung ist, würde es eigentlich ausreichen, den parallel laufenden maroden Fußweg zu verbreitern und zu erneuern und mit einer guten Ausleuchtung zwischen Radweg und Fußweg für die Sicherheit der Benutzer zu sorgen. Möglicherweise würde dafür schon die Summe ausreichen, die man jetzt in die Planung investieren will.

Wir wollen beileibe nicht blockieren. Wir sind aber der Ansicht, dass man angesichts der finanziellen und technischen Situation Prioritäten setzen muss, wenn man die gesamte Strecke vom Sportplatz bis zum Rathaus sanieren will. Nur nebenbei sei erwähnt, dass angesichts des desolaten Wegs in der Fortsetzung weiter nach Norden bis zum Spielplatz ebenfalls deutlicher Sanierungsbedarf besteht.

Wer sich weiter mit der Materie befassen will, dem empfehlen wir das Protokoll über den Workshop zur Mainpartie vom Januar 2017 zu lesen, in dem sich der Gemeinderat in diesem Abschnitt für eine naturnahe kostengünstige Lösung ausgesprochen hat: 20170121protokollklausurtagungentwicklungmainl.pdf [1.868 KB]



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Kein Aprilscherz! Mainufer ohne Pappeln?

1.4.18: Kurz vor dem Gemeinderats-Workshop am 17.3. über die Umgestaltung der Margetshöchheimer Mainpartie berichteten wir über Pläne, die Pappelallee am Main durch andere Bäume zu ersetzen Verliert Margetshöchheim sein Gesicht? (mit vielen Fotos).
Wenn wir Sie heute informieren, dass die Gefahr für die charakteristische Pappelallee keineswegs gebannt ist, dann ist dies beileibe kein Aprilscherz. Beim Workshop am 17.3. schlug das vom Gemeinderat zwischenzeitlich beauftragte Planungsbüro u.a. die Entfernung der Pappeln und eine Ersatzpflanzung mit Säuleneichen vor. Bei diesem Termin empfahlen Bürgermeister Brohm und das Büro, vor einer öffentlichen Diskussion erst einmal das fertige Konzept und unterstützende Stellungnahmen von Fachleuten abzuwarten. Die MM hat zwar deutlich gemacht, dass die Öffentlichkeit schon sehr früh informiert und eingeschaltet werden sollte, sich aber nach dem Workshop mit weiteren eigenen Stellungnahmen erst einmal zurückgehalten. Nachdem die CSU in den letzten Tagen im Internet über den Workshop berichtet und Stellung bezogen hat, wollen wir Ihnen hier einige wichtige Informationen bieten:
Beim Workshop zeichnete sich nach unserem Eindruck die eindeutige Tendenz ab, dass es zu einer Entfernung der Pappeln kommen wird. Es freut uns deshalb, dass die CSU jetzt im Internet feststellt:
"Zu dieser ‚Schokoladenseite‘ unserer Gemeinde gehört für uns die ortsbildtypische Pappel-Allee am Mainufer. Deshalb legen wir großen Wert auf ihren Erhalt."
Wir hoffen, dass diese Position der CSU auch auf Dauer Bestand hat. Sicher sind wir uns da nicht. Deshalb empfehlen wir Ihnen, diesen Satz in Erinnerung zu behalten, wenn die entscheidende Abstimmung im Gemeinderat erfolgt.

Und nun zur Sache:
Die schnellwüchsige Pappel ist ein Margetshöchheimer Markenzeichen und gehört zum Ort wie der Main, sie hat aber zweifellos auch einige Nachteile. Hauptproblem sind die flachwachsenden Wurzeln, die bei einer Versiegelung etwa durch Asphalt den Boden anheben. Außerdem sollte sie einmal im Jahr auf dürres Altholz kontrolliert werden, was allerdings schon wegen der Haftungsfrage auch für andere Baumarten ab einem gewissen Alter gilt.
Nach unserer Einschätzung ist der Hauptgrund für die Entfernung der Pappeln der Umstand, dass wohl der ganze Platz im Zentrum der Mainstraße bis zum Mainufer gepflastert werden und der Fußweg dort verlaufen soll, wo jetzt noch die Pappeln stehen. Wenn man den Pappeln im Uferbereich etwas Luft lassen würde, sehen wir durchaus eine Chance, die Pappeln zu erhalten. Schließlich sind wir immer noch ein Dorf und keine Stadt, in der es vielleicht Gründe für eine totale Versiegelung geben mag. Falls Pappeln abgängig sein sollten, spricht nichts gegen eine Entfernung, wenn man wieder eine junge Pappel pflanzt. Das war im Verlauf der Ortsgeschichte bereits mehrmals so. Selbst der Planer ging übrigens davon aus, dass die Pappeln noch einige Jahrzehnte durchhalten könnten.
Ähnlich sieht es wohl der ortsansässige Baumsachverständige Gerhard Väth in einer Stellungnahme für die Gemeinde:
"Mit ein, zwei Ausnahmen ist die Vitalität der Bäume nach wie vor gut, und sie können uneingeschränkt als erhaltenswert und erhaltenswürdig betrachtet werden."

Letztendlich hat die Entscheidung über die Gestaltung der Mainpartie bei der Entfernung von 42 Säulenpappeln auch eine finanzielle Seite. Nach Aussagen des Planers muss man für eine große Säuleneiche (jährlicher Zuwachs 20 - 30 cm) ca. 1000 € hinlegen. Zusätzlich kommen noch die Kosten für die Entfernung (Fällen, Ausfräsen der Wurzelstöcke usw.), so dass man pro Baum noch mit wesentlich höheren Kosten rechnen darf. Außerdem kann man davon ausgehen, dass auch die Silberpappeln und Weiden entfernt werden, so dass noch zusätzlich weitere 17 Eichen gepflanzt werden müssten. Wenn auch die Bäume am Mainufer zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz "ersetzt" werden sollten, würden sich die Kosten noch weiter erhöhen.
Man sollte auch nicht ganz aus den Augen verlieren, dass sich seit einigen Jahren der Eichenprozessionsspinner in Unterfranken immer mehr ausbreitet. In den letzten Jahren ist er sogar schon im neuen Friedhof aufgetreten. Wie problematisch er auch für den Menschen ist, dürfte bekannt sein. Nähere Informationen finden Sie hier:
http://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/066204/

Wir setzen uns aus all diesen Gründen eindeutig für die Erhaltung der Pappeln am Mainufer ein. Margetshöchheim muss sein Gesicht behalten.

Abschließend noch zwei Zitate aus den Margetshöchheimliedern, die man sonst umschreiben müsste:
Margetshöchheimer Heimatlied von Erwin Beutelsbacher: "Dort wo am Main die hohen Pappeln stehen, ...)
Oh, du altes Margetshöchheim von Toni Zeller: "... Weithin grüßt die Kirchturmspitze in das Tal hinaus - wo die alten Pappeln stehn, ja da bin ich zuhaus."



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Erste Infos zum Gemeinderats-Workshop

19.3.18: Beim Workshop am 17.3.18 beschäftigte sich der Gemeinderat unter der Leitung von Thomas Wirth vom Büro Arc.grün intensiv mit der Neugestaltung des Mainuferbereichs zwischen Sportplatz und Rathaus, die in den nächsten Jahren ansteht. Bereits im Vorfeld war bekannt geworden, dass nach dem Abriss des alten Stegs als erster Bauabschnitt der Bereich zwischen Rathaus und Pointstraße umgestaltet werden soll, danach der alte Festplatz bis zum Steinernen Weg. Als letzter, dritter Bauabschnitt sollte der Uferbereich bis zum Sportplatz umgestaltet werden.
Die MM hielt das für völlig verfehlt, weil das bedeuten würde, dass noch Jahre nach Fertigstellung des neuen Stegs immer noch kein gut begehbarer und ausreichend ausgeleuchteter Fußweg zum neuen Steg existieren würde Wie soll´s lang gehen? .
Im Workshop teilte dann die Mehrheit die Ansicht der MM, so dass jetzt dieser Fußweg zuerst ausgebaut werden soll Bauabschnitt 1 . Die geschlängelten roten Linien markieren die Quellzuläufe aus dem Gelände unterhalb der Würzburger Straße.
Beim Workshop wurde das Umfeld des neuen Stegs als neuer Bauabschnitt 2 eingefügt (nach Fertigstellung des neuen Stegs).#Nach dem Abriss des alten Stegs (frühestens 2021) käme dann der Abschnitt 3 Bauabschnitt 3 , also der zentrale Platz zwischen dem Rathaus und der Pointstraße. Der anschließende Bereich bis zum Steinernen Weg (alter Festplatz) wäre dann der Bauabschnitt 4. Bauabschnitt 4



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Workshop am 17.3.18




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Bauabschnitt 1


Sportplatz bis Steinerner Weg 



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Bauabschnitt 3


Pointstraße bis Rathaus 



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Bauabschnitt 4


(alter Festplatz) 



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Gemeinderats-Workshop zur Mainpromenade

13.3.18: Am Samstag, den 17.3.18 beschäftigt sich der Gemeinderat in einem Workshop mit der weiteren Entwicklung der Mainpartie zwischen dem neuen und dem alten Steg. Dabei geht es nicht nur um viel Geld, sondern auch um das Gesicht unseres Ortes. Bereits vor einem Jahr hat sich der Gemeinderat schon einmal mit dieser Materie beschäftigt.
Wir hatten damals vorher und nachher ausführlich darüber berichtet:
Gemeinderatsklausur zur Ortsentwicklung Teil I
Gemeinderatsklausur zur Ortsentwicklung Teil II
Klausurtagung des Gemeinderats am 21.1.17
Gemeinderatsklausur am 21.1.17, Teil II
Obwohl sich der Gemeinderat damals einmütig für eine naturnahe und kostengünstige Lösung positioniert hatte, sind wir uns nicht sicher, ob diese Position noch heute Bestand hat. Deshalb haben wir in Schreiben an die Gemeinderäte und auch im Internet noch einmal diese Position verdeutlicht:
MM fordert Ortsplanung mit Augenmaß
Wie soll´s lang gehen?
Da die Gestaltung der Mainpartie über das unverwechselbare "Gesicht" unseres Ortes entscheidet, werden die Anlieger und die ganze Bevölkerung mit Sicherheit über die Planungen informiert und gehört. Wir hoffen, dass dies zeitnah geschieht, bevor sich planerische Konzepte verfestigt haben. Solche Planungen gibt es übrigens schon seit mehr als zwei Jahrzehnten. Damals haben sich nicht nur die MM, sondern vor allem auch der Agenda-Arbeitskreis in die Diskussion eingeschaltet. Es wäre schön, wenn dies auch jetzt wieder der Fall wäre. Aber auch hier gilt: Margetshöchheim verfügt mit seiner Öffnung zum Main und seiner Lage direkt am Main über ein Alleinstellungsmerkmal. Deshalb sollte man bei allen Plänen und Wünschen (nicht nur wegen der finanziell beengten Situation der Gemeinde) mit Augenmaß vorgehen. Wir haben nämlich viel zu erhalten und deswegen auch viel zu verlieren, wenn wir mit Gewalt irgendwelchen Modeerscheinungen in anderen Orten nacheifern und das Rad neu erfinden wollen sollten.



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Wie sollīs lang gehen?

28.2.18: Wir haben vor kurzem in den Unterlagen für die Gemeinderatssitzung am 20.2.18 auch die Gesprächsnotiz über ein Gespräch der Gemeinde mit einem Planungsbüro veröffentlicht: ha4742018180205gespraechsvermerkarcgruen.pdf [66 KB]
Dabei ging es um die Gestaltung der Mainpartie. (Diesen Ausdruck verwenden wir am liebsten für den Mainuferbereich, da uns der oft verwendete Begriff "Mainpromenade" zu hochtrabend klingt und es eine "Mainlände" allenfalls in Veitshöchheim gab.)
In der oben erwähnten Gesprächsnotiz vom 5.2.18 wurde die Reihenfolge der Sanierungsabschnitte festgelegt:
Dort heißt es wörtlich:
„Die Ausführung der Maßnahmen kann in zeitlicher Reihenfolge ausschließlich von Nord nach Süd erfolgen, da die Zufahrten zur Baustelle über den Radweg abgewickelt werden müssen. BA 1 kann wiederum erst nach dem Abriss des Ludwig-Volk-Stegs ausgeführt werden. Die Abrissarbeiten sind frühestens im Zeitraum der jährlichen Schleusensperre im April 2020 möglich, sofern sich die weiteren Planungen für den Ersatzbau nicht verzögern.“

Im Klartext bedeutet dies allerdings: Bei einem Stegbaubeginn im Frühjahr 2019 und einer geschätzten eineinhalbjährigen Bauphase kann der alte Steg erst im Frühjahr 2021 abgerissen werden. Selbst wenn dann gleich mit dem Ausbau des Bereichs zwischen dem Rathaus und der Pointstraße (Bauabschnitt 1) begonnen würde (was unwahrscheinlich ist), könnte der Bauabschnitt 2 (alter Festplatz) frühestens Ende 2022 (wohl eher 2023) in Angriff genommen werden. Das bedeutet wiederum, dass der Fußweg zum neuen Steg zwischen Steinernem Weg und Sportplatz (Bauabschnitt 3) allerfrühestens 2023 (wohl eher 2024) hergerichtet werden könnte, falls der Gemeinde zwischenzeitlich nicht das Geld ausgegangen ist.

Das bedeutet letztendlich, dass die Bürger jahrelang über einen extrem holprigen und lediglich mit einer einzigen Straßenlampe spärlich beleuchteten Fußweg zum neuen Steg stolpern müssten. Das ist schlichtweg unzumutbar. Darauf hat die MM bereits mehrfach hingewiesen.

Wir haben deshalb von Anfang an eine ganz andere Reihenfolge bei den Bauabschnitten favorisiert:
BA 1: vom Steinernen Weg bis zum Sportplatz (bzw. neuer Steg): zeitnahe und preisgünstige Gestaltung des Bereichs zwischen dem Radweg und dem Main durch folgende Maßnahmen: Ersatz des desolaten Fußwegs durch einen breiteren und gut begehbaren Fußweg, wobei eine gute Ausleuchtung durch die Anordnung der Straßenlaternen zwischen dem Rad- und dem Fußweg dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger entgegenkommt. Der asphaltierte Radweg ist in einem guten Zustand und muss nicht erneuert werden. Damit wäre gewährleistet, dass die Bürger nach Fertigstellung des Stegs auf der Hauptverbindung zwischen dem Ortszentrum und dem Steg nicht durch ein Baustelle stolpern müssen. Es wäre durchaus möglich, diesen Teil der Mainpartie noch 2018 (also heuer) fertigzustellen.

BA 2: Nach dem Abriss des alten Stegs (vermutlich im Frühjahr 2021) könnte das Kernstück der Mainstraße zwischen Rathaus und Pointstraße ausgebaut werden, die mit Abstand langwierigste und teuerste Maßnahme. Fertigstellung wäre allerfrühestens Ende 2022.

BA 3: Der alte Festplatz zwischen Pointstraße und Steinernem Weg wäre, falls dann überhaupt noch Geld vorhanden ist, der letzte Bauabschnitt. Das wäre schon deshalb sinnvoll, weil dort - wie bereits jetzt beim derzeitigen Ausbau der Mainstraße nördlich des Rathauses - das Baumaterial gelagert werden kann. Die Gestaltung dieses Abschnitts ist zudem von diversen anderen Entscheidungen abhängig, zum Beispiel von der Frage, ob in der Pointstraße eine Parkscheune gebaut wird, was erhebliche Auswirkungen auf die Anzahl und Lage der am alten Festplatz erforderlichen Parkplätze hätte. Diese Frage dürfte schon wegen der unsicheren Finanzierung erst relativ spät geklärt werden können.



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MM fordert Ortsplanung mit Augenmaß

13.2.18: Auch wenn die Zinsen – wohl noch für längere Zeit – im tiefsten Keller sind, wird nicht nur die sprichwörtliche schwäbische Hausfrau, sondern auch jeder für seine Familie und deren Zukunft verantwortliche Familienvater einen Kassensturz machen, wenn er größere Ausgaben plant.

Übertragen auf die Gemeinde Margetshöchheim kommen dabei eine ganze Reihe potentieller Projekte und Belastungen zusammen, deren finanzielle Tragweite beträchtlich und nur teilweise überschaubar ist:
- der Mainsteg, der zwar ein Jahr später gebaut, aber mit Sicherheit dadurch nicht billiger wird
- die Sanierung der Verbandsschule und der Turnhalle mit Kosten von rund 20 Mio. €, bei deren Sanierung die Gemeinde mit Sicherheit mit einem nennenswerten Millionenbetrag beteiligt sein wird
- der Parkplatz in der Ludwigstraße, bei dem schon eine Größenordnung von knapp 600.000 € im Gespräch ist
- die Parkscheune in der Pointstraße, für die Entwürfe mit Kosten von bis zu 1,4 Mio. € vorliegen
- der Ausbau der Mainpromenade zwischen Sportplatz und Rathaus, bei dem es mit Sicherheit um erhebliche Millionenbeträge (wahrscheinlich mindestens 4 Millionen) geht
- die Sanierung des Rad- und Fußwegs zwischen dem alten Steg und der Abwasserpumpstation
- die voraussichtliche Erweiterung des Kindergartens
- die möglicherweise fällige Beteiligung an den Sanierungskosten für die Kinderkrippe
- der vom Bürgermeister angekündigte nächste Bauabschnitt beim Grillplatz, so dass der Gesamtbetrag dafür deutlich über 300.000 € liegen könnte
- die Sanierung der Trinkwasser-Hochbehälter, die wohl in die Hunderttausende gehen wird
- erhebliche Straßenausbaukosten (wie derzeit in der Mainstraße), für die in Zukunft wohl nicht mehr die Anlieger, sondern allein die Gemeinde aufkommen muss
- angesichts höherer Förderung durch die Regierung bei größeren privaten Bauvorhaben im Altortsanierungsgebiet ist auch mit einer deutlich stärkeren finanziellen Beteiligung der Kommune zu rechnen

Wir wollen hier nicht die Diskussion über Sinn oder Unsinn irgendwelcher Maßnahmen eröffnen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass all das auch finanziert werden muss. Ganz nebenbei sollte man zudem nicht vergessen, dass der Umbau des Rathauses am Gemeindehaushalt auch nicht spurlos vorbeigegangen ist.

Die Auflistung all dieser Maßnahmen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, macht wohl jedem deutlich, dass all das schon aus finanziellen Gründen nur nach und nach realisiert werden kann. Im Klartext bedeutet dies, dass man Prioritäten setzen muss.

Die zeitliche Streckung der Baumaßnahmen allein ist jedoch noch keine Garantie dafür, dass einem nicht unterwegs das Geld ausgeht. Gerade bei der Mainpromenade wäre es katastrophal, wenn die für das Ortsbild charakteristische Mainpartie über Jahre oder Jahrzehnte Stückwerk bliebe. Hier helfen nur eine solide Finanzplanung, das Strecken nach der Finanzdecke und das Setzen von Schwerpunkten weiter.

Der momentan vorrangige Abschnitt der Mainpartie ist ohne Zweifel die Verbindung vom Ort (besonders vom Altort) zum neuen Steg, also der Bereich zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz, da dort seit Jahren Sanierungsbedarf besteht und dringend eine gut begehbare und sichere Anbindung zum neuen Steg erforderlich ist. Dabei geht es vorrangig nicht um eine Flaniermeile für Touristen, sondern um eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen für die Ortsbevölkerung, die schnell und sicher zum und vom neuen Steg kommen will. Im Klartext bedeutet dies: Wir brauchen dort zusätzlich zum vorhandenen intakten asphaltierten Radweg einen gut begehbaren Fußweg und eine optimale Beleuchtung, vielleicht noch ein paar zusätzliche Ruhebänke, aber keinen Abklatsch der Veitshöchheimer Uferpromenade und schon gar keine lokale Gartenschau. Die MM hat dazu schon vor einiger Zeit einige Vorschläge unterbreitet, und bei einem Gemeinderatsworkshop vor einem Jahr wurden ebenfalls Konzepte erarbeitet, wie man die dortige Situation verbessern und den naturnahen Charme erhalten kann, ohne sich finanziell zu überheben. Wenn wir jedoch neuerdings hören, dass dort viel Entwicklungspotential für Großes bestehe und die Aufenthaltsqualität verbessert werden soll, dann läuten bei uns die Alarmglocken.

Wenn Bürgermeister und Gemeinderat sich daran machen, Margetshöchheims sprichwörtliche Schokoladenseite zu entwickeln, ohne dass der Ort sein Gesicht verliert, so ist das nur zu begrüßen. Es ist allerdings gefährlich, beim ersten und noch dazu naturnahen Bauabschnitt der Mainpromenade zwischen dem alten Festplatz und dem neuen Steg gleich planerisch und finanziell in die Vollen zu gehen, obwohl man gerade da ohne großen, finanziellen Aufwand viel verbessern könnte. Ganz abgesehen davon, dass man auf diesem schmalen Uferstreifen zwischen dem Main und dem Radweg wegen der Vielzahl von Leitungen und Verrohrungen im Untergrund schon aus technischen Gründen kaum hochtrabende Pläne wie einen großformatigen Wasserspielplatz realisieren kann.

Die MM ist der Ansicht, dass man den Abschnitt zwischen dem alten Festplatz und dem Sportplatz naturnah und kostengünstig sanieren und sich die dringend erforderlichen Mittel für den zentralen und besonders wichtigen Bereich der Mainpartie aufheben sollte, in dem die Sanierung mit Sicherheit ins Geld gehen wird. Gerade im naturnahen Bereich beim Weg zum neuen Steg würde man sich durch einen kostengünstigen Ausbau für die Zukunft nichts verbauen und relativ kurzfristig einen sicheren und gut begehbaren Weg zum Sportgelände schaffen. Falls man am Ende nach der Umgestaltung des zentralen Mainstraßenstücks zwischen Rathaus und Pointstraße tatsächlich noch Geld übrig haben sollte (was wir allerdings bezweifeln), könnte man den Abschnitt zwischen dem alten Festplatz und dem neuen Steg immer noch aufpeppen, was unserer Meinung nach jedoch nicht sinnvoll und nötig ist.



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Präsentation zum Baumsymposium

29.7.18: Ergänzend zu unserem Bericht vom 27.7. vom Baumsymposium veröffentlichen wir die Präsentation, die das Planungsbüro arc.grün aus Kitzingen am 25.7. vorstellte: baumsymposium.pdf [556 KB]




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gute Karten für die Pappeln

27.7.18: Am 25.7. hatte die Gemeinde im Rathaus zu einem Baumsymposium eingeladen, bei dem darüber informiert werden sollte, welche Baumarten in Zukunft und vor allem im Zuge der Altortsanierung am Mainufer gepflanzt werden sollen. Bei einem Gemeinderatsworkshop im März hatte der Planer eine Ersatzpflanzung mit Säuleneichen vorgeschlagen, wie man auf dem Workshop-Foto und unserem Bericht vom 1.4.18 sehen kann Workshop am 17.3.18 und Kein Aprilscherz! Mainufer ohne Pappeln? . Dafür, dass auf die öffentliche Veranstaltung weder im Gemeindeblatt noch in der Presse oder auf der Internetseite der Gemeinde hingewiesen wurde, kamen überraschend sehr viele Bürgerinnen und Bürger in den Ratssaal. Neben Herrn Wirth, dem Planer von arc.grün, und seinem Mitarbeiter nahm noch Klaus Körber aus Erlabrunn als Sachverständiger an dem Symposium teil. Gerhard Väth, der Baumsachverständige aus Margetshöchheim hatte bereits vor einigen Wochen zusammen mit einem arc.grün-Mitarbeiter die 40 Säulenpappeln (Populus nigra Italica) begutachtet und dabei festgestellt, dass diese Bäume größtenteils in einem guten Gesamtzustand sind. Lediglich 6 Pappeln mit Stammschäden müsse man im Auge behalten. Diese Baumart habe eine Lebenserwartung von 120 Jahren, so dass sie noch jahrzehntelang stehen bleiben könnten.
Problematisch sei vor allem die Versieglung der Flächen bis an den Stamm heran. Deshalb sollte man den Pappels möglichst 2 Meter freien Raum um den Stamm lassen.
Die Bäume müssten - wie bereits seit Jahren üblich - einmal im Jahr auf Totholz untersucht werden. Zusätzlich kommt es bei versiegelten Flächen wegen der mangelnden Sauerstoffversorgung zum Wurzelhub.
Klaus Körber sprach als Möglichkeit für eine Ersatzpflanzung die Zitterpappel und die Säulenulme an. Von der ursprünglich vom Planungsbüro favorisierten Säulen-Eiche riet er wegen des Befalls durch den Eichenprozessionsspinner und wegen der beim hohen Grundwasserstand problematischen Pfahlwurzel ab. Da man auch bei der Ulme und der Zitterpappel wegen des Klimawandels keine gesicherte Zukunftsprognose stellen könne, plädierte er im Wesentlichen für die Beibehaltung der Pyramidenpappel.
Abschließend stellte Bürgermeister Brohm fest, dass die Baumallee erhalten bleiben soll. Somit dürfte klar sein, dass Margetshöchheims Wahrzeichen wohl noch etliche Jahrzehnte dem Ort erhalten bleiben wird.





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Müssen die Pappeln am Main weichen?

24.6.18: Wir heben bereits mehrmals darüber berichtet, dass es im beauftragten Landschaftsarchitekturbüro Bestrebungen gibt, im Zuge der Umgestaltung der "Mainpromenade" die Pappeln am Main zu fällen und durch Säuleneichen zu ersetzen: Verliert Margetshöchheim sein Gesicht? und Kein Aprilscherz! Mainufer ohne Pappeln?
Da es um Margetshöchheims Markenzeichen geht, kommt das bei der Bevölkerung gar nicht gut an. Mittlerweile ist man im Rathaus offensichtlich bemüht, die Gemüter zu beruhigen, und erweckt den Eindruck, dass es allenfalls darum geht, nur den einen oder anderen Baum zu ersetzen. Das bezweifeln wir aus zwei Gründen.
Das Planungsbüro will den zentralen Platz in der Mainstraße bis ans Ufer pflastern. Da die Pappeln bei einer Versiegelung des Bodens wahrscheinlich mit ihren Wurzeln den Belag anheben, sind sie im Wege. Bei den Säuleneichen soll das nicht der Fall sein. Deshalb hat MM-Gemeinderat Etthöfer beim Workshop im März vorgeschlagen, im Uferbereich einen grünen Streifen beziehungsweise einen wassergebundenen Belag vorzusehen, damit die Pappeln erhalten bleiben können. Dies stieß allerdings beim Planer und im Gemeinderat auf wenig Gegenliebe.
Am 25. Juli soll nun um 19:30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses ein "Baumsymposium" mit Fachleuten stattfinden, zu dem auch die Bürger eingeladen sind. Sinn der Veranstaltung ist es, bei den Bürgern die Akzeptanz für die Beseitigung der Pappeln zu fördern. Wenn man tatsächlich nur einige wenige Pappeln ersetzen wollte, wie jetzt ab und zu behauptet wird, dann würde ein Symposium mit Fachleuten keinen Sinn machen. Es ist also klar, um was es geht: Die Pappeln sollen weg.

Dabei sind die Pappeln weitgehend in einem guten Zustand, wie der von der Gemeinde beauftragte Baumsachverständige Gerhard Väth festgestellt hat. Bei den Eichen muss man dagegen damit rechnen, dass sie von Schädlingen befallen werden, was in der Regel zum Einsatz von Chemie führt. Oder dass sie sogar vom Eichenprozessionsspinner befallen werden, was gefährliche Allergien auslösen kann, was bereits im neuen Friedhof und auf der anderen Mainseite der Fall war.



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Bäume sind wichtiger denn je

19.8.19: Bei der teilweise kontrovers geführten Diskussion über den Bauabschnitt 1 des "Mainpromenade" titulierten innerörtlichen Uferbereichs spielte bei der MM vor allem die potentielle Gefährdung des alten Baumbestands eine große Rolle. Die mächtigen, größtenteils 30 m hohen Schwarzpappeln im Landschaftsschutzgebiet sind als Naturdenkmal ausgewiesen. Nach den Unterlagen für den Gemeinderat können die Bäume in der Krone gegen Astbruch verspannt werden, so dass von ihnen keine Gefahr ausgehen soll. Auch der Bau des dort geplanten Fußwegs und der Spielgeräte soll angeblich ohne negative Auswirkungen auf den Baumbestand möglich sein. Wir haben da erhebliche Bedenken. Schließlich sind die meisten Bäume bereits vorgeschädigt, und es ist keine Seltenheit, dass dort ein größerer Ast abbricht. Da manchmal Äste in der Krone hängenbleiben und erst später bei einem Windstoß herunterfallen, müsste der Baumbestand praktisch nach jedem kräftigen Windstoß überprüft werden, wenn sich zukünftig im Kronenbereich ein Fußweg und ein Spielplatz befindet. Außerdem ist bekannt, dass Verletzungen im Wurzelbereich, die bei solchen Baumaßnahmen kaum ausgeschlossen werden können, den Baum durch Pilzbefall schädigen können, so dass der Baum eines Tages praktisch ohne Vorwarnung umstürzen kann.
In Würzburg hat das Stadtgartenamt praktisch alle Schwarzpappeln in der Nähe von Wegen und stark frquentierten Bereichen gefällt. Bei uns legt man nun im Bereich der mächtigen Schwarzpappeln einen Weg und einen Spielplatz an. Man kann sich ausrechnen, dass die Pappeln dann keine lange Lebenserwartung mehr haben. Dabei haben erst jüngst wieder Meldungen die Öffentlichkeit aufgeschreckt, dass zur Vermeidung einer weiteren Erderwärmung die Bäume enorm wichtig sind. Und zwar vorrangig große Bäume und nicht klien nachgepflanzte, die Jahrzehnte brauchen, um ein mächtiger Baum zu werden.
Momentan kann ein Blinder mit dem Krückstock erkennen, wie weit die Wurzeln der Pappeln reichen und wie weit somit der gefährdete Wurzelbereich geht. Dot, wo im letzten Herbst der Sturm einige Pappeln umgeworfen hat (in Stegnähe und ein Stückchen weiter Richtung Spielplatz), schlagen derzeit die Wurzeln wieder aus, so dass dort ein kleiner Pappelwald entsteht.



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da stand mal eine Pappel


Pappelaufwuchs auf breiter Front 



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auf der anderen Wegseite


Pappelaufwuchs auf breiter Front 



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