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Altortsanierung: Tips und Infos
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Altort-Förderprogramm: Klotzen statt kleckern
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Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 9.11.2011 beschlossen, Bürger bei Sanierungsmaßnahmen im Altortsanierungsgebiet nicht wie bisher mit 5.000 €, sondern mit maximal 10.000 € zu fördern. Vorausetzung ist jedoch, dass die gemeindliche Gestaltungssatzung strikt eingehalten wird. Letzteres gilt jedoch auch, wenn keine Fördergelder in Anspruch genommen werden.
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Wie geht es mit der Altortsanierung weiter?
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Am 14.7.2010 waren Vertreter der Gemeinde und der Sanierungsbeauftragte Dag Schröder bei der Regierung von Unterfranken, um den Fortgang der Ortssanierung zu besprechen. Dem Wunsch der Gemeinde, in das Förderprogramm "Stadtumbau West" aufgenommen zu werden, stand der Vertreter der Regierung skeptisch gegenüber, weil es im Altort zu wenig Leerstände gebe. Seitens der Gemeinde wurde vorgetragen, dass es im Bereich der Gewerbebrache "Götz-Brot" und im Zusammmenhang mit der evtl. Verlagerung des Mainstegs Handlungsbedarf gebe. Weil die vorbereitenden Untersuchungen für die Altortsanierung bereits knapp 20 Jahre alt sind, schlug Herr Wägelein von der Regierung eine Überarbeitung und Aktualisierung mit einem "integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept" vor. Neben den von der Gemeinde angesprochenen Problemen könnten dabei auch die Bereiche Einzelhandel, Tourismus und im Falle eines Stegneubaus am Sportplatz die Anbindung und Parkplatzsituation berücksichtigt werden.
Weiterhin wurde vorgeschlagen, die Fußwegverbindung von der Gartenstraße zum Rathaus in zwei Abschnitten zu verwirklichen. Teil 1 wäre die Verbindung von der Gartenstraße bis einschließlich Pfarrheimdurchgang mit dem Abriss des alten Kindergartens. Teil 2 wäre die Verbindung zur Mainstraße mit Neugestaltung des Rathausinnenhofs.
Baumaßnahmen im Bereich des Kirchengeländes können nur bezuschusst werden, wenn eine entsprechende öffentliche Widmung oder eine 30jährige Nutzungsvereinbarung vorliegt.
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Populistisch und unwahr?
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Die CSU beanstandet auf ihrer Internetseite unter der Überschrift "MM muss bei der Wahrheit bleiben" die Berichterstattung der MM über die Gemeinderatssitzung am 29.9.09 (Gemeinderatssitzung am 29.9.09) als überzogen und populistisch. Bei der Stellungnahme der CSU ist interessant, dass man auf die eigentlichen Problempunkte mit keinem Wort eingeht. So findet man nirgends einen Hinweis darauf, dass der Rathaushof erst vor einem Jahr umgestaltet wurde. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass der Altortplaner für die erneute Umgestaltung 390.000 € veranschlagt, was alle weiteren dringend erforderlichen Maßnahmen vom Steg bis hin zur Tagespflege in Frage stellen würde. Es wird auch der Eindruck erweckt, als ob in dieser Maßnahme der Durchgang von der Gartenstraße bis zum alten Klostergebäude enthalten wäre. Dem ist aber nicht so, wie man aus dem unten abgebildeten Plan des Altortarchitekten entnehmen kann. Wenn dann noch behauptet wird, dass die im Antrag an die Regierung enthaltenen Maßnahmen ohne Stellenmehrung durchgeführt werden könnten, so ist dies schon recht kühn. Das unten abgebildete Organisationsmodell lässt anderes befürchten. Wenn die CSU behauptet, die Fraktionen hätten genügend Zeit gehabt, sich auf den Entwurf vorzubereiten, dann stimmt dies nur vordergründig. Denn die Unterlagen waren nicht nur teilweise falsch, sie waren auch nicht mehr aktuell. Das gilt z. B. für die Kosten und den Zeitplan. Das teure Rathaushofprojekt war als Plan und in der finanziellen Dimension bis zur Sitzung überhaupt nicht bekannt. Insofern war die Kritik von MM und SPD mehr als berechtigt.
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Teure Vision
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für 390.000 €

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Organisationsschema Stadtumbau West
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Wird der bestehende Kindergarten abgerissen?
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Im Antrag der Gemeinde für die Aufnahme in das Programm "Stadtumbau West" waren eine ganze Reihe offenkundiger Fehler enthalten. Einige, aber längst nicht alle Fehler gingen auf das Konto der Gemeinde. So sollte man eigentlich vom Altortplaner der Gemeinde erwarten können, dass es sich beim Gebäude auf dem Klostergelände um den ehemaligen und nicht den bestehenden Kindergarten handelt. Einmal davon abgesehen, dass der neue Kindergarten bis vor kurzem auch mehr oder weniger abbruchreif war. Auch manche inhaltliche Wertung des Altortsanierers mutet schon etwas seltsam an. So bezeichnet er den ehemaligen Kindergarten als "städtebaulichen Missstand", der in einem nicht mehr sanierungsfähigen Zustand ist. Ein Gutachten des Margetshöchheimer Architekten Paul Kremer kommt da zu einem ganz anderen Ergebnis. Man hat den Eindruck, dass sich Herr Kremer wesentlich intensiver mit dem Bauzustand befasst hat als der Altortplaner.
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Was soll nun abgerissen werden?
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Fördermaßnahmen im Altort
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Da sich die Steuergesetze und Förderprogramme häufig ändern, weisen wir hier kurz auf die wichtigsten Fördermöglichkeiten bei Bau- und Umbaumaßnahmen im Altortsanierungsgebiet hin. Im konkreten Fall ist es immer angebracht, sich vorher über den aktuellen Sachstand zu informieren. Grundsätzlich gilt, dass vor Beginn der Baumaßnahme immer die Genehmigung der Gemeinde bzw. bei Baudenkmalen auch die der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Landratsamt eingeholt werden muss. Andernfalls gibt es keine Zuschüsse oder Steuervergünstigungen.
Für Erhaltungs- und Gestaltungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet gibt es über das Komunale Förderprogramm einen Zuschuss in Höhe von 30 % der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 €. Für die Restkosten (oder auch die Gesamtkosten, falls man keinen Zuschuss bei der Gemeinde beantragt) gibt es verschiedene Steuervergünstigungen:
§ 7 i EStG: Erhöhte Absetzungen bei Baudenkmalen (8 Jahre 9 % und 4 Jahre 7 %)
§ 10 f EStG: Bei eigengenutzten Häusern im Sanierungsgebiet und Baudenkmalen (10 Jahre 9 %)
§ 11 b EStG: Erhaltungsaufwand (= Reparaturen) bei Baudenkmalen Verteilung auf 2 bis 5 Jahre
§ 11 a EStG: Erhaltungsaufwand (=Reparaturen) im Sanierungsgebiet Verteilung auf 2 bis 5 Jahre
§ 7 h EStG: Herstellungskosten bei Gebäuden im Sanierungsgebiet: 8 Jahre 9 % und 4 Jahre 7%
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Altortpreisverleihung 2008
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Heuer wurde der Altortpreis der Gemeinde bereits zum dritten Mal verliehen, wofür sich die MM jahrelang eingesetzt hatte. Siehe auch: Altortpreis 2008 Hier einige Schnappschüsse von der Preisverleihung im Rahmen der Bürgerversammlung:
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die Preisträger

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Preisträger: Michael Zimmermann und Bernd Müller

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Preisträger: Familie Schwind

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Müssen Anlieger bluten?
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Bislang mussten die Anlieger für die Altortsanierung nichts bezahlen, weder für die Dorfstraße noch für die Schmiedsgasse und Würzburger oder Erlabrunner Straße. Beim Ausbau der Mainstraße und der Straße "Zur Mainfähre" könnte dies anders aussehen. Im Kassensturz für die Projekte der nächsten Jahre sind nämlich bei den Kosten für die beiden Straßen bereits Anliegerbeiträge in Höhe von 50.000 bzw. 40.000 € abgezogen.
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Margetshöchheimer Altortpreis
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Jahrelang hat die MM im Gemeinderat die Schaffung eines Altortpreises für gelungene Sanierung alter Bausbstanz gefordert. MM-Altortpreis Im letzten Jahr hatte die MM endlich Erfolg mit ihrer Forderung.
Im Rahmen der Bürgerversammlung am 15.11. wurde zum zeiten Mal der Margetshöchheimer Altortpreis durch die Gemeinde Margetshöchheim verliehen.
Den Preis für die beispielhafte Komplettsanierung erhielten Adelgunde und Edwin Eckert, die in langjähriger mühevoller Arbeit mit viel Energie und Feingefühl ihr Anwesen in der Mainstraße 23 restauriert und zu einem Schmuckstück für den ganzen Ort hergerichtet haben.
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Mainstraße 23

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die Preisverleihung

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Anwesen der Familie Eckert

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in früherer Zeit

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vor der Renovierung

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Adelgunde und Edwin Eckert

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Adelgunde Eckerts Kunstkeller

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Fast zu schade für Kellerfenster

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Preis für Teilsanierung
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Den Preis für Teilsanierung erhielt die Familie Müller/Müller-Aulbach, die das Anwesen Dorfstraße 40 renoviert hat. Der ehemalige Laden der Familie Giesübel in der Dorfstarße zählt zu den markanten Bauwerken im Ort.
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Preisträger Herr Müller

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Dorfstraße 40

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Dorfstraße 40

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Detalisanierung
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Frau Gabi Antrecht hat im Anwesen Mainstraße 28 durch einige Details wie die Anbringung von Fensterläden und die Freilegung des Natursteinsockels ihr Anwesen im Sinne der Altortsanierung umgestaltet.
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Preisträgerin Frau Antrecht

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Mainstraße 28

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Gruppenbild mit Preisträgern

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alte Bausubstanz: Wert statt Krempel
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Margetshöchheim kann sich sicher nicht mit Orten wie Sommerhausen oder Randersacker vergleichen. Durch die lange sehr beschauliche Entwicklung des Ortes ist in unserem Altort allerdings noch manches an wertvoller alter Bausubstanz erhalten, so dass unser Ort mit Sicherheit mehr Reize aufzuweisen hat als mancher größerer und reicherer Ort, wie z.B. Höchberg. Sinn der Altortsanierung ist es nun, diese Schätze zu erhalten oder wieder herzustellen.
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darauf sollten Sie achten!
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Verwenden Sie natürliche Baustoffe wie Holz, Natursteine oder geschmiedetes Eisen! Kunststoff-Fenster mögen zwar pflegeleicht sein, sie gehören jedoch einfach nicht in den Altort. Gute Holzfenster haben heute eine Lebenserwartung, die sich mit jedem Kunststofffenster messen kann, und meist reicht es, wenn man nach einigen Jahren die Wetterschenkel nachstreicht.
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Es gibt nichts Hässlicheres als all die modernen Ersatzstoffe, die so aussehen sollen wie Holz, Metall oder sonst was. Schauen Sie sich mal an, wie schäbig ein Werzalittor nach einigen Jahren aussieht oder was nach einem Hochwasser in der Mainstraße mit kusntstoffverbrämten Spanplatten passiert. Ein Vollholztor altert dagegen mit Würde und zeigt mit jedem Jahr mehr Charakter.
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Unsere Vorfahren waren sicher nicht reich, aber sie haben so gebaut, dass ihre Häuser und das Interieur Generationen überdauerte. Damit haben sie nachhaltiger und wirtschaftlicher gebaut als wir im Zeitalter der Wegwerfmentalität.
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Wenn Sie das Glück haben sollten, z.B. noch eine alte Türe mit zig Farbanstrichen im Haus oder in der Scheune zu finden, dann bringen Sie sie bitte nicht zum Sperrmüll. Lassen Sie sie lieber restaurieren, Sie werden sich wundern, welches Schmuckstück Sie besitzen.
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Eisen darf ruhig rosten, sonst können Sie gleich Kunststoff nehmen. Wer sagt denn, dass Eisen immer verzinkt sein muss. Wenn Sie anderer Ansicht sind, dann lassen Sie sich von Roland Gräf aus Himmelstadt überzeugen, den die MM wegen seiner einfühlsamen Metallarbeiten, die jedem Altort gut zu Gesicht stehen, mit dem Altort-Kulturpreis ausgezeichnet hat.
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Sicher können sich auch historische Bauten und moderne Elemente wie Stahl und Glas vertragen. Es muss ja nicht so seelenlos und deplaziert wirken wie die Stahl-Glas-Orgien des Würzburger Stadtbaurats Baumgart. Gerade bei der Kombination von alt und neu ist viel Feingefühl und Gespür vonnöten.
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